Amrum – Inselliebe im Herbst

Ein Stimmungsbild…

 

Kleine Inseln sind etwas ganz Besonderes. Ganz egal, wo auf dieser Welt. Inselmenschen scheinen immer irgendwie glücklicher, zufriedener, als der Rest der Welt. Inseln, das sind kleine Schätze im Meer. Orte an denen man sich auf das Wesentliche besinnt. Orte, die zu uns selbst führen.

Genau darum liebe ich kleine Inseln. Ich sammle sie in meinem Herzen und erfreue mich immer wieder daran. Schätze, wie die schönen, selbstgefundenen Muscheln die im hübschen Glas auf dem Tisch immer wieder das Herz und das Auge erfreuen.

Amrum

Knapp 2 Stunden brauche ich mit der Fähre von Dagebüll Mole via Föhr nach Amrum. Schon von Ferne sehe ich den rot-weissen Leuchtturm über der Insel thronen.

Es ist Herbst. Die grossen Touristenströme haben die Insel verlassen. Die Strände sind wieder weitgehend sich selbst überlassen und entfalten in dieser Einsamkeit ihre ganze Pracht. Während der Herbstwind durch die langen Grasbüschel auf den hohen Dünen kämmt, wechseln sich Sonne und Wolken sekündlich ab. Der Regen malt einen bunten Regenbogen in den Herbsthimmel. Man muss kein Romantiker sein, um hier ins Schwärmen zu kommen.

Birkenwälder, Nadelwälder, Dünen, reetgedeckte Häuser, die wie Puppenstuben aussehen, das geheimnisvolle Watt, Dünenlandschaften, ein breiter, kaum enden wollender Sandstrand. Das ist Amrum. Auch wenn ich nur sehr wenig Zeit auf der Insel habe, versuche ich all das aufzusaugen.

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Ich spaziere den Weg entlang, den Leuchtturm zu meiner Rechten, bis zum Dünenkamm. Der Blick öffnet sich zum verlassenen, herbstlichen Sandstrand. Ganz weit in der Ferne das Meer, etwas blauer Himmel und dunkle Wolken. Ein Traum!

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In Nebel, im Herzen der Insel, schlendere ich an der grossen Mühle vorbei und durch die schmucken Dorfstrassen. Ich erfreue mich an den farbenfrohen Reethäusern, die dem Dorf ein besonders hübsches Gesicht geben.

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Sogar die Dorfkirche ist mit Reet gedeckt. Auf dem Friedhof finde ich die „erzählenden Grabsteine“. Kunstvoll verzierte Grabsteine, mit Inschriften, die über das Leben im 17. Und 18. Jahrhundert berichten. Vom Leben auf und mit dem Meer. Von den Höhen und Tiefen des Lebens auf der Insel.

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Weiter in Richtung Watt grasen Schafherden und ein paar Pferde auf den saftig grünen Wiesen. Im Hintergrund das Wattenmeer. Es herrscht Ebbe und die Sonne, die sich auf den letzten Wasserpützen auf dem Meeresboden spiegelt, verleiht dem Watt einen geheimnisvollen, silbernen Glanz.

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Ein paar Kaninchen hoppeln über einen Acker und die Fasane, die wohl die letzten Körner auf dem Boden finden, geben sich davon gänzlich unbeeindruckt.

Mein Herz ist voll. Ich habe einen Schatz gefunden!

So kitschig schön und wild und rau und lieblich ist der Herbst auf Amrum.

Mit sonnigen Grüssen,

Eure Patotra - klein

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