Familienreise in die Everglades – Auge in Auge mit dem Alligator

Alligator

Klar darf ein Ausflug in die nahegelegenen Everglades auf dem Programm nicht fehlen. Unser Ziel war Everglades City. Ein hübsches Städtchen an der nordwestlichen Ecke des Everglades National Park.
Nach etwa einer Stunde Fahrzeit waren wir auch schon da.

Everglades Air Boat

Und was macht man in den Everglades? Richtig! Eine Airboat Tour. Wir standen der ganzen Sache zwar recht skeptisch gegenüber, aber man soll ja bekanntlich nicht über Dinge urteilen, die man nicht selbst erlebt hat. Also kauften wir uns im Büro von Captain Doug`s Tickets für eine Tour mit einem kleinen Airboat und begaben uns dann gespannt zum Bootsanleger. Nach kurzer Wartezeit waren wir an der Reihe und Captain TJ Weeks, oder einfach nur TJ, wie er genannt werden wollte, hiess uns an Bord willkommen. Nach einer kurzen Einweisung und ausgestattet mit dem notwendigen Lärmschutz auf den Ohren ging die Fahrt durch die Mangroven los.

Spassig und interessant war es durch diese einzigartige Landschaft zu flitzen, mit dem Gefühl, über dem Wasser zu schweben. Nur Tiere liessen sich auch an diesem Tag, abgesehen von ein paar neugierigen Waschbären und einem Pelikan, nicht blicken. Wir fanden das nicht weiter verwunderlich, bei dem Lärm, den die Boote verursachen… Die Kinder waren trotzdem ein wenig enttäuscht. Hatten Sie doch immer noch keinen Alligator gesehen!

Nach der Fahrt meldeten sich unsere Mägen. Also rein ins erstbeste Restaurant. Ziemliche Touristenfallen – unser Grosser bestellte sich  gleich das, was er gerne in den Mangroven gesehen hätte: Gatortail! Schlecht war es zwar nicht, aber wir waren uns einig, dass wir den und den Rest der Echse lieber lebend gesehen hätten. Auch wenn mir bei dem Gedanken so einem Tierchen zu begegnen schon mulmig zumute war.

Gut (?) hatte uns Captain TJ verraten, wo wir garantiert noch Alligatoren beobachten können! Nach wenigen Minuten Fahrt auf dem Tamiami Trail, der Strasse, die den Südwesten Floridas mit dem Südosten verbindet, vorbei an der kleinsten, bedienten Poststelle der USA, waren wir auch schon am Ziel: Turner River Road. Kaum aus dem Auto  gestiegen und Richtung Fluss gelaufen, fühlten wir uns von vielen finster dreinblickenden Augenpaaren beobachtet. Alligatoren!!! Da waren sie endlich! Fast zum greifen nah und noch nicht mal durch einen  Zaun von uns getrennt!  Die Kinder und mein Mann fanden es super cooool. Ich fand’s  gruselig und hoffte, dass die Jungs und Mädels da im Wasser kein Hüngerchen verspürten.  Da waren mir die Sumpfschildkröten dort im Wasser wesentlich sympathischer.

Mein Wohlbefinden stieg ganz erheblich nachdem ich die ganze Bande endlich wieder im Auto hatte. Nein, ich bin kein Held! Auf der Heimfahrt, machte sich dann eine wohlige Erleichterung bei mir breit.  Wir waren noch genau so viele, wie auf der Hinfahrt und auch sämtliche Gliedmassen waren noch vorhanden. Puuuhh! Ich war stolz auf mich: wieder ein Abenteuer überstanden!

…und es geht weiter.

Bis bald!
Mit sonnigen Grüssen,
Eure Patotra - klein

 

Weitere Infos zu einem Familienausflug in die Everglades findet ihr auch auf dem Blog www.mee(h)r-erleben.de  hier und hier:

 

 

2 Comments

  • Bei Captain Doug’s kamen wir auch vorbei, haben uns aber gegen eine Airboat entschieden und haben uns stattdessen mit dem Kajak durch die Everglades bewegt. Wie auch immer man die Sümpfe erobert – es ist auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis! 🙂

    • Liebe Antje
      Das Airboot war ganz witzig, aber gesehen haben wir wirklich nicht viel. Mit dem Kajak waren wir in Lovers Key unterwegs. Das hat der ganzen Familie sehr viel Spass gemacht. Fast mehr als das Airboot. Da habt Ihr Euch genau richtig entschieden!
      Lieber Gruss,
      Ellen

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