Burgen, Seen und Alpakas – Das Gartenhotel Moser, eine Oase für Familien

Das Südtirol ist eine beliebte Ferienregion – sommers wie winters. Doch auch in der Zwischensaison locken zahlreiche Familienhotels in die nördlichste Provinz Italiens. Eines der wenigen, die im Flachland liegen und auch im Oktober noch spätsommerliche Temperaturen versprechen, ist das Gartenhotel Moser Ramus am Montiggler See, nur rund 20 Minuten von der Landeshauptstadt Bozen entfernt.

Alpakas begrüssen uns. Im Hotelgarten. Das Gartenhotel Moser bei Eppan an der Weinstrasse ist in verschiedener Hinsicht ungewöhnlich: Es liegt versteckt, ist ziemlich verwinkelt und sowohl ein Erwachsenen- als auch ein Familienhotel. Die 68 Zimmer verteilen sich auf zwei Gebäude, die luxuriöse Pärchen- und geräumige Familiensuiten beherbergen.

Aus unserer Suite blicken wir direkt in den prachtvollen Garten. Da gibt es Apfelbäume, Weinreben, einen Pool mit Liegewiese, einen Spielplatz, ein Naturbassin. Und natürlich die Alpakas, die im Garten grasen und mit denen die Kinder regelmässig spazieren gehen dürfen.

Die Geschichte des Gartenhotels Moser Ramus beginnt vor über 60 Jahren mit dem Kauf einer Scheune durch die Familie Moser. Aus dem kleinen Landgasthof wird ein stattliches Hotel. Heute führt der jüngste der drei Söhne des Besitzerpaars das Erbe seiner Eltern fort. 2015 erweitert er das einstige Stammhaus Moser um den Zubau Ramus. Wer die Natur liebt, die Ruhe schätzt und gleichwohl die Nähe zur Stadt nicht missen möchte, ist hier genau richtig. Und zwar das ganze Jahr über.

Ruheoase für Paare und Familien

Familien sind hier nicht nur willkommen, sondern explizit erwünscht: Der Garten beherbergt neben dem Pool ein Beachvolleyballfeld und einen kleinen Spielplatz, das Untergeschoss des Hotels einen betreuten Kinderclub, einen rund um die Uhr geöffneten Indoor-Pool und ein Babybecken. Für «Adults only» gibt’s einen Wellnessbereich, ein umfangreiches Yoga-Angebot und einen Fitnessraum.

Beim Essen werden Regionalität und Saisonalität grossgeschrieben. Viele Produkte wie Konfitüren, Desserts oder Kuchen sind hausgemacht – dies auch dank des eigenen Obst- und Weinbaus. Aber auch die Pasta ist selbstgemacht – und das schmeckt man.

Von Seen umringt

Sonnenstrahlen kitzeln uns wach. Nach dem grosszügigen Frühstücksbuffet schnappen wir uns vier der hauseigenen Velos und machen uns auf zum Grossen Montiggler See, der inmitten eines Naturschutzgebiets liegt. Der stellenweise sehr schmale, gut zwei Kilometer lange Seerundweg führt durch Wälder und ist gleichermassen zu Fuss oder mit dem Bike zu erkunden (wobei am Anfang ein paar Treppenstufen zu überwinden sind). Santino, unser 11-Jähriger, jubelt über sein erstes E-Bike-Erlebnis!

Leider gab es kein passendes E-Bike für Tim, so dass er die Tour mit einem normalen Velo gemacht hat. Daran scheitert auch unser Plan, mit der Zweirädern durchs Frühlingstal zum Kalterer See zu fahren. 30 Kilometer ohne E-Bike sind für einen Sechsjährigen dann doch zu weit. Schade, denn die Gegend ist einfach traumhaft schön.

Der Kalterer See gilt als der wärmste Badesee der Alpen. Auch ihn kann man zu Fuss oder mit dem Velo umrunden, allerdings wird der Blick aufs blaue Nass vielerorts durch Zäune und Hecken versperrt. Im Restaurant Gretl am See aber kann man seinen Blick endlos über das Wasser schweifen und zugleich seinen Gaumen verwöhnen lassen. Zum Beispiel mit gegrilltem Oktopus. Oder mit einer Lammkeule. Die mediterranen Gerichte werden so gekonnt angerichtet, dass man sich wie in einem Sternerestaurant fühlt (und sie schmecken auch gut!).

Über dem Schlemmermahl haben wir die Zeit vergessen. Eigentlich wollten wir noch die Burgenwanderung in Angriff nehmen, die beim Schloss Korb startet und hoch zur Burg Hocheppan und zur Schlossruine Boymont führt. Doch die Sonne steht bereits tief und die Wanderlaune der Kinder ist ebenfalls an einem Tiefpunkt angelangt. Und so begnügen wir uns mit der Besichtigung des Schlosses Korb und einem Foto der zwei anderen Protagonisten des so genannten Eppaner Burgendreiecks.

Hoch hinauf mit der Mendelbahn

Die knallrote Mendelbahn, eine der steilsten Standseilbahnen Europas, überwindet in nur zwölf Minuten 854 Höhenmeter. Von hier oben wird man mit einer wunderschönen Aussicht auf das Etschtal und das Südtiroler Unterland belohnt. Die Mendelbahn ist übrigens das Werk eines Schweizers: Emil Strub erbaute sie 1903 als erste elektrisch betriebene Seilbahn Österreichs, steilste Standseilbahn des europäischen Festlands und längste Seilbahn der Welt.

Auch der Ort Kaltern ist durchaus sehenswert. Rund 8’000 Einwohner gross, zentriert sich das Geschehen rund um den hübschen Marktplatz.

Unser Programm war dicht, für die Kinder zu dicht – wäre es nach ihnen gegangen, hätten sie das Hotel am liebsten gar nicht verlassen. Wegen der Herzlichkeit der Mitarbeiter. Wegen des feinen und grosszügigen Essens (¾-Pension buchen!). Und nicht zuletzt – wir sind ganz ehrlich – wegen des rund um die Uhr geöffneten Pools. Denn das gab’s in unseren Ferien noch nie.

Weitere Infos: Webseite des Hotels

Hinweis
Aufgrund der momentanen Corona-Situation empfehle ich zu Hause zu bleiben und sich auf Ausflüge in die Natur zu beschränken. ABER: Es kommen wieder bessere Zeiten und ich freue mich, wenn ich Euch dafür weiterhin hier Tipps und Ideen liefern kann. (Die Patotra-Redaktion)
Wer schreibt hier?

Miriam Bosch

berichtet in unregelmässigen Abständen als Gast-Autorin für PATOTRA. Miriam liebt es, neue Welten zu entdecken – seien sie nah oder fern. Low-Budget-Reisen durch Südostasien gehören für sie ebenso dazu wie ein Verwöhnwochenende in den Alpen. Wichtig sind ihr vor allem zwei Dinge: Die Reiseorte müssen authentisch sein. Und: Sie müssen nicht nur sie und ihren Mann, sondern auch ihre Kinder begeistern.


Offenlegung: Die Reise fand auf Einladung statt


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