Cliffs of Moher – die ultimativen Tipps für Euren Besuch!

Cliffs of Moher

Ein Besuch bei den Cliffs of Moher ist ein absolutes Muss, wenn man im County Clare, ganz im Westen von Irland, unterwegs ist. Sogar von Dublin aus werden Tagestouren – immerhin knapp 270km – zu diesem atemberaubenden Naturphänomen angeboten. Kein Wunder ist es die meistbesuchte Naturattraktion Irlands.

Auf Anraten unserer Landlady haben wir unseren Ausflug dorthin in die Abendstunden gelegt. Dieser Tipp sollte sich als absolut grandios herausstellen.

Restauranttipp bei den Cliffs of Moher

Stone Cutters Kitchen

Auf dem Weg von unserem Quartier in Doolin zu den Cliffs liegt ein familienfreundliches und hübsches Restaurant mit einem grossen Spielplatz vor dem Haus: Das Stone Cutters Kitchen. Auch auf Anraten unserer Gastgeberin machten wir dort einen Stopp um nach einem langen Reisetag etwas zu essen und uns die Zeit bis zum Sonnenuntergang zu vertreiben.

Im Restaurant gibt es ein Belohnungssystem für Kinder. Kinder werden abhängig davon, wie sie sich benommen haben und wie gesund das bestellte Essen war, mit Talern belohnt, die sie am Ende gegen kleine Spielsachen eintauschen können. Ein pfiffiges Konzept, das ganz offensichtlich aufgeht. Ich hatte erst bedenken, dass ich in einer Art Kindergarten landen würde. Das entspricht eigentlich so gar nicht meinen Vorstellungen von einem netten Restaurant. Meine Sorge stellte sich aber als völlig unberechtigt heraus. Das Restaurant war gut besetzt. Einige Familien, aber auch Paare ohne Kinder waren dort anzutreffen. Zudem war das Essen lecker- viele Regionale- und Bioprodukte- und das zu einem anständigen Preis. Auch die zahlreichen Kinder haben sich von ihrer besten Seite gezeigt.

Spielplatz

Naturphänomen Cliffs of Moher

Gut gestärkt brachen wir nach dem Essen auf. Nach einer kurzen Fahrt waren wir auch schon am Ziel.

Eingang Cliffs

Auf dem Parkplatz auf dem man sonst froh sein muss, wenn man auf Anhieb einen Platz ergattert hatten wir die freie Platzwahl. Ab 20 Uhr ist das Besucherzentrum geschlossen und der sonst kostenpflichtige Eintritt und Parkplatz ist dann frei. Einen kurzen (kinderwagengängigen) Anstieg, später zeigten sich uns die Cliffs in bestem Foto-Licht. Die Sonne stand schon tief und sie hüllte die Umgebung in wunderbar warmes Licht.

Auf einer Länge von 8 km und bis zu 214 Meter hoch stürzen die Steilklippen senkrecht in den Atlantik. Schroffe Felswände trotzen hier bei Sturm den peitschenden Wellen, die unerbittlich und mit monströsem Tosen versuchen sich in das Land zu graben um sich dann wieder unverrichteter Dinge abzuwenden.

Wir aber trafen die Cliffs bei schönstem, ruhigem Wetter an. Das offene Meer gab den Blick auf die vorgelagerten Aran Inseln frei und die Sonnenstrahlen funkelten auf dem Wasser, als wollten sie sich hier festhalten und das Versinken im Meer so lange wie möglich heraus zögern.

Von der Aussichtsplattform am O`Brien`s Tower genossen wir den Blick über die trotzigen Felswände, die sich von ihrer besten Seite zeigten. Der Weg entlang der Klippen ist an dieser Stelle gut gesichert, so dass man auch mit Kindern heute gefahrlos, hier entlang spazieren kann. Vor einigen Jahren war das noch ganz anders. Mir wird heute noch ganz schwindelig bei dem Gedanken daran, dass die Besucher damals ganz ohne Sicherheitsabschrankung bis an die Felskante gehen, oder bäuchlings robben konnten, um das vielleicht perfekte Foto schiessen zu können.

Cliffs of Moher

Unsere Kinder genossen es auf den Wiesen herumzutollen und die niedlichen Kälbchen zu streicheln, die direkt hinter der Aussichtsplattfom in der Abendsonne grasten. Man ist hier, wie fast überall in Irland auf dem Land und dank der wenigen Besucher um diese Tageszeit, fühlte sich das auch genauso an.

Kälbchen an dn Cliffs

Ich kann Euch wirklich wärmstens empfehlen einen Besuch auf die Abendstunden zu legen. Neben dem Vorteil, dass man sich den Eintritt spart, hat man die Cliffs fast ganz für sich alleine und je nach Wetterlage kann man hier einen sensationellen Sonnenuntergang vor einer ganz besonders beeindruckenden Kulisse erleben. Man sollte sich allerdings vorher erkundigen, wann der Sonnenuntergang stattfindet, denn die Tage sind in Irland im Sommer wesentlich länger, als bei uns in der Schweiz.

Sonnenuntergang an den Cliffs

Mit der Sonne verabschiedete sich ein weiterer erlebnisreicher Tag. Die Grüne Insel hatte sich wiedermal von Ihrer allerbesten Seite gezeigt und wir waren gespannt auf die nächste Etappe unserer Reise.

Ich freue mich sehr, wenn ihr uns wieder begleitet

Mit zauberhaften Sonnenuntergangsgrüssen,

 Eure Patotra - klein

Extratipps:

PS: Ich bin ja grundsätzlich kein Fan von Konzepten, die nur darauf ausgerichtet sind, Kinder glücklich zu machen, aber an den Bedürfnissen von Erwachsenen völlig vorbeizielen. Die typischen Kinderhotels, in denen man sich zu Gast im Kindergarten fühlt und ständig über Bobbycars und sonstigem Spielkram stolpert, haben wir deshalb immer gemieden. Das Restaurantkonzept der Stone Cutters Kitchen hat mich allerdings überzeugt. Was haltet ihr von solchen Konzepten? Kennt ihr so etwas ähnliches?

 

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