5 Jahre Reiseblog Patotra: Meine 5 tierischsten Erlebnisse

kleiner Elefant Khao Sok
Immer wieder kommt es auf Reisen zu tierischen Begegnungen. Viele kleine und grosse Tiere rund um den Globus sind einfach faszinierend. Hier sind fünf besondere tierische Erlebnisse aus den letzten fünf Jahren.

Ich mag Tiere. Was ich aber gar nicht ausstehen kann, sind Tiere, die in unwürdigen Verhältnissen gehalten werden. Davon sieht man leider immernoch jede Menge auf Reisen. Seien es Affen, die an kurzen Leinen zur Belustigung der Passanten dienen, wie zum Beispiel auf dem grossen Markt Djemaa el Fna in Marrakesch oder auch wie die zahlreichen angeketteten Elefanten, die ich an einigen Orten in Asien gesehen habe. Zum Glück scheint sich hier langsam etwas im Bewusstsein der Touristen zu ändern. Immerhin haben mittlerweile viele Reiseveranstalter z.B. das Elefantenreiten aus dem Programm genommen. Wenn ich auf die letzten fünf Jahre zurück blicke, dann merke ich, dass auch ich mich entwickelt habe. Viele Dinge habe ich früher zu wenig hinterfragt.

So ist auch unter meinen tierischsten Begegnungen eine Begegnung dabei, die zwar ein aufregendes und ziemlich ergreifens Erlebnis war, die ich heute aber so nicht mehr mitmachen würde.

Mittlerweile schaue ich sehr genau hin, was oder welchen Anbieter ich für Tierbeobachtungen empfehle. Eines ist jedenfalls sicher: Die schönste Art Tiere zu beobachten ist und bleibt diese in freier Wildbahn zu sehen.

Begegnung mit Seekühen in Florida

Crystal River in Florida gilt als die Hauptstadt der Manatees (dt.: Seekühe). Wer in den Wintermonaten bis etwa Ende März dort ist, der wird sie auf jeden Fall erleben, diese trägen, friedvollen, grauen Pflanzenfresser.

Wir haben uns in Crystal River zu den Seekühen ins Wasser begeben. Bei unserem Ausflug wurde von den Guides sehr darauf geachtet, dass die Tiere nicht bedrängt oder belästigt werden. Das war mir sehr wichtig.

Wusstet Ihr...
dass Seekühe eigentlich gar keine Kühe sind, sondern Elefanten? Von diesen stammen sie nämlich ab.

Hier erfahrt Ihr mehr über Crystal River und das Schnorcheln mit den Seekühen: Crystal River – auf Tuchfühlung mit Manatees

Schnorcheln mit Walhaien auf Cebu (Philippinen)

Hier komme ich jetzt zu dem Erlebnis, dass ich im Nachhinein sehr kritisch hinterfrage. Das Schorcheln mit den Walhaien auf Cebu ist zweifelsohne eine grandiose Erfahrung.

In Oslob werden die Walhaie allerdings angefüttert. Obwohl es klare Anweisungen der Tourguides gibt, dass man den Tieren nicht zu nahe kommen soll, halten sich viele Touristen nicht daran. Das entspricht längst nicht mehr dem, was ich mir unter einer respektvollen Tierbeobachtung in der Natur vorstelle. Dann solle man doch lieber auf das Glück bei einer „normalen“ Schnorcheltour oder einem Tauchgang hoffen.

Wusstet Ihr...
dass der Walhai der grösste Fisch der Welt und kein Wal ist, sondern ein planktonfressender Hai?

Mehr über mein Schnorchelerlebnis mit den Walhaien könnt Ihr hier nachlesen: Cebu – Schnorcheln mit Walhaien

Geweckt von Brüllaffen in Costa Rica

Sicherlich eines der tollsten tierischen Erlebnisse ist es, im Morgengrauen dem Konzert der Brüllaffen im Dschungel zu lauschen. Besonders eindrücklich habe ich das im Tortuguero Nationalpark in Costa Rica erlebt.

Zuerst konnte ich nur das heisere, am Anfang fast ein wenig furchteinflössende Bellen hören, das allmählich immer lauter wurde. Es kam immer näher und schliesslich turnten die Brüllaffen vergnügt in den Baumkronen über dem Dach unserer Unterkunft herum. Einfach grandios!

Wusstet Ihr...
dass die Lautstärke und Tiefe des Brüllens der Brülaffen etwas mit ihrer Hodengrösse zu tun hat? Je lauter und tiefer das Brüllen, desto kleiner ihre Hoden. Wer hätte das gedacht? Ich lasse das jetzt mal unkommentiert so stehen.

Hier erfahrt Ihr die ganze Geschichte: Tortuguero Nationalpark – das Lied des Dschungels

Obstsalat mit Elefanten in Thailand

Ich liebe Elefanten, getraue mich aber kaum an sie heran. Nicht nur, weil ich eine gehörige Portion Respekt vor ihnen habe, sondern vor allem, weil ich bei solchen Begegnungen meistens nicht einschätzen kann, ob die grauen Riesen gut gehalten werden.

Elefantenbad

Ein wirklich gutes Gefühl hatte ich im Elephant Hills Camp im Khao Sok Nationalpark in Thailand. Hier kann man mit den Riesen auf Tuchfühlung gehen, und sie mit einer riesigen Portion Obstsalat versorgen. Das Camp wurde bereits mehrfach für seine nachhaltige Arbeit ausgezeichnet. Solche Projekte untersütze ich gerne. Das Füttern und Waschen der Elefanten war ein unvergessliches Erlebnis, das sich ganz tief in mein Herz graviert hat. Elefantenreiten gibt es hier aber nicht. Gut so!

Wusstet Ihr...
dass ein ausgewachsener Elefant am Tag etwa 200kg Nahrung zu sich nimmt und für die Nahrungsaufnahme etwa 3/4 des Tages verwendet?

Wer mehr über dieses unglaubliche Erlebnis erfahren möchte, das ich übrigens auch mit Kindern sehr empfehlen kann, der klicke hier: Elephant Hills – von Gibbons geweckt, von Elefanten geduscht

Tête-à-tête mit Koboldmakis auf Bohol (Philippinen)

Hach, die Koboldmakis… Wer würde bei diesen grossen Kulleraugen Blick nicht dahinschmelzen? Begegnet bin ich ihnen in der Tarsier Sanctuary in Corella auf der philippinischen Insel Bohol.

Die süssen Winzlinge leben in Bäumen und sind nachtaktiv. Die Philippinen Koboldmakis unterhalten sich untereinander über Ultraschall, also für uns nicht hörbar.

Wusstet Ihr...
dass die Koboldmakis super stressanfällig sind? Fühlen sie sich gestresst – und das geht sehr schnell – dann begehen sie im schlimmsten Falle Selbstmord. Das kann so weit gehen, dass sie sich selbst in einer Pfütze ertränken. Also immer schön leise sein und Abstand halten!

Mehr über meine Begegnung mit den Koboldmakis gibt es hier zu lesen: Bohol – kleines Paradies und noch viel mehr

Natürlich gibt es noch viele weitere Tierbegegnungen, die mich fasziniert und berührt haben. Zum Beispiel die zarten Schmetterlinge mit den durchsichtigen Flügeln im Nationalpark von Rincon de la Vieja in Costa Rica, die fleissigen Blattschneideameisen im Tayrona Nationalpark in Kolumbien, aber auch die knuffigen Wander-Lamas in Liechtenstein.

Zudem gibt es auch Begegnungen, auf die ich ganz gerne verzichtet hätte. Einer giftigen Kobra in einer engen Höhle zu begegnen zum Beispiel – und das, wo ich ohenhin Schiss vor Schlangen habe. Allein bei dem Gedanken werden meine Knie noch heute weich. Aber solche Erlebnisse sind zum Glück die absoluten Ausnahmen.

Ich hoffe, dass sich meine Liste der postiven Tier-Erlebnisse in den nächsten Jahren weiter verlängern wird. Eine echte Safari wäre auch mal ein Traum!

In diesem Sinne wünsche ich Euch (und mir) viele tierisch schöne Erlebnisse auf Reisen!

Mit sonnigen Grüssen,

Wer schreibt hier?

Die Autorin: Ellen Gromann-GoldbergEllen Gromann-Goldberg

Globetrotterin mit Anhang, immer mit der Kamera im Anschlag und dem Notizblock in der Hand. Mit und ohne Familie, zwei Teenager, ein Twen und mein Mann, bin ich auf der Suche nach den besonderen Orten, Erlebnissen und Geschichten rund um die Welt und in meiner Heimat am schönen Bodensee.
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2 Comments

  • Der Koboldmaki ist ja wirklich ein Schnuckelchen, liebe Ellen! Und das Gebrüll der Brüllaffen in Costa Rica hat mich auch nachhaltig beeindruckt. Sehr gelacht habe ich über die Geschichte mit der Hodengröße. Pura Vida!
    Liebe Grüße
    Gela

    • Gell der ist süss! Ich hoffe, dass ich es bald mal wieder auf die Philippinen schaffe. Das Land hat mir so gut gefallen und eben auch die Tierwelt.
      Liebe Grüsse
      Ellen

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