Die Bronx – Mitten im Bandenkrieg!

Big Apple Greeter

…zwischen schwerbewaffneten, kettenbehängten Gangstern sind wir natürlich nicht gelandet. Ganz im Gegenteil!

Von der Subway hiess es umsteigen auf den Bus. Darauf folgte ein kleiner Fussmarsch. Wir waren am Ziel. Am verabredeten Ort, in einem gemütlichen, italienischen Café fanden wir uns wieder. Es duftete nach italienischem Espresso und in den Auslagen riefen frische „Dolci“ förmlich danach gegessen zu werden. Natürlich haben wir viel zu viele davon bestellt. Schön, dass so etwas in den USA völlig unproblematisch ist. Der doggy bag zum einpacken der Reste wird selbstverständlich unaufgefordert zur Rechnung mitgeliefert.

Aber wo waren wir gelandet?  „Welcome to Little Italy!“ begrüsste uns Eileen unsere Greeterin, während wir noch dabei waren unseren Cappuccino und unsere Dolci draussen vor der Pasticceria De Lillo zu geniessen. Eileen, eine sehr sympatische, pensionierte Grundschullehrerin führte uns nach einem kurzen Kennenlernen durch ihr neighborhood. Dank ihrer sehr deutlichen Aussprache konnten auch die Kinder ihren Ausführungen mühelos folgen.

Das Viertel um die Arthur Avenue bei der Fordham Road erinnert mehr an eine italienische Kleinstadt, als an ein New Yorker Viertel mit zweifelhaftem Ruf.  Die Menschen hier schienen sich alle persönlich zu kennen und begrüssten sich freundlich auf der Strasse „bon giorno!“. Aus den vielen kleinen Restaurants und Lebensmittelgeschäften duftete es wie in Viareggio bei meiner Signora. In einige dieser Läden führte uns Eileen dann. Wir durften die verschiedenen Delikatessen von eingelegten Oliven, über Mozzarella bis hin zu Olivenbrot probieren. Wow! Köstlich! So einen leckeren Mozzarella, wie den aus der Casa Della Mozzarella, haben wir selbst in Italien noch nirgends gegessen. Da waren wir Fünf ausnahmsweise mal einer Meinung!

Nach zwei interessanten Stunden war unser Streifzug durch die Delikatessenläden zu Ende. Sehr satt und zufrieden hiess es in Richtung Time-Square zurückzukehren – zurück von der italienischen Kleinstadt in die Grossstadt New York.

Fazit: Ein sehr lohnenswerter Ausflug! Wir haben ein ganz anderes New York, weit ab von den Touristenströmen kennengelernt. Wenn ich jetzt an die Bronx denke, sehe ich keine bewaffneten, sich bekämpfenden Gangs mehr. Statt dessen habe ich den Duft von Espresso in der Nase, sehe freundliche, offene Menschen, gemütliche Cafés und Restaurants, malerische Lädchen und Märkte. Schön, dass ich diese Eindrücke mit meiner Familie und jetzt auch mit Euch teilen kann!

Natürlich haben wir auch das New York kennengelernt, das man als Tourist nun mal kennenlernt. Selbst ich muss sagen: Schön wars und es hat sich gelohnt! Einen Bericht über das übliche Sightseeingprogramm werde ich Euch allerdings ersparen. Solltet Ihr dennoch Fragen haben, hinterlasst mir einfach Euren Kommentar oder schreibt mir eine E-Mail an: patotra (ät) patotra (punkt) com.

Bye, bye für heute. Lasst es Euch gut gehen und vergesst nicht weiterhin neugierig auf diese tolle, grosse, bunte Welt zu bleiben! Die Reise geht weiter…

Mit sonnigen Grüssen,
Eure Patotra - klein

 

Big Apple Greeter

Bei den Big Apple Greetern handelt es sich um Freiwillige, die Touristen oder Neuzuzügern Ihre Nachbarschaft zeigen. Grundsätzlich ist dies kostenlos, es wird aber um eine Spende für einen gemeinnützigen Zweck gebeten. Man sollte unbedingt sehr frühzeitig anfragen, um einen Greeter zu bekommen.


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