Inishbofin – Das Paradies ganz anders (Teil 3)

New Pier Inishbofin

Wirklich langweilig kann es einem auf Inishbofin nicht werden. Das habt ihr bestimmt schon in ersten und im zweiten Teil meiner Inishbofinreihe bemerkt. Das Highlight, zumindest für unsere Jungs, sollte allerdings erst noch kommen.

Angeln auf hoher See

Als besondere Freude für unseren Sohn, Tom, hatte ich vor Ort einen Angelausflug aufs Meer organisiert. Immerhin hatte er bereits eine Woche lang vergeblich seine Köder im Meer gebadet und seine Laune ging in Richtung Nullpunkt: Wohlbemerkt: weil keine Fische anbissen und nicht etwa weil er sich langweilte 😉

Natürlich sollten auch die Mädchen auf ihre Kosten kommen weshalb wir unterwegs nicht nur angeln, sonderAngeln mir Aidann auch Robben beobachten wollten. Das Wetter war an diesem Morgen nicht so toll. Der Himmel war Nebelverhangen und es nieselte. Davon sollte man sich hier allerdings nicht abschrecken lassen und ausserdem war dies bestes Anglerwetter! Ich hoffte inständig, dass endlich wenigstens ein Fisch anbiss. Angler, die keinen Fisch fangen sind ungeniessbar!

Aidan, unser Kapitän, empfing uns mit der sprichwörtlichen irischen Freundlichkeit auf seinem Boot. Die See war ruhig und wir konnten die Fahrt trotz des Wetters geniessen. Nur die Robben waren mit dem Wetter gar nicht zufrieden. Während sie sich bei schönem Wetter in den Wiesen der Nachbarinsel sonnen, strecken sie jetzt nur vereinzelt ihre Köpfe aus dem Wasser. Schade, aber wir hatten einen weiteren Grund gefunden um wiederzukommen 🙂

Robben auf Bofin

Aidan manövrierte das Boot in die Richtung, in der er Fische erwartet und stoppte dort den Motor. Besonders Tom war schon ganz aufgeregt. Kaum hatte Tom die Angel ausgeworfen bog sich diese auch schon unter dem Gewicht seines ersten Fanges. Drei Makrelen zog er auf einmal aus dem Wasser. Er strahlte über das ganze Gesicht und mir lief bereits das Wasser im Mund zusammen. Als unser Jüngster gesehen hat, wie schnell das geht, wollte er natürlich auch mal ran. Und auch er hatte Glück! Eine Makrele und ein Pollock (gehört zur Familie der Dorsche) bereicherten bereits in Gedanken unser Mittagessen. Jetzt liess sich selbst unsere Grosse, Nina, nicht mehr bitten und griff zur Angel. Auch Ihr war Petrus wohlgesonnen und er beschenkte Sie mit zwei weiteren Makrelen. Was soll ich sagen, das ging so weiter! Mit reicher Beute und glücklichen Kindern machten wir uns nach etwa 2 Stunden wieder auf den Rückweg.

Angeln auf Inishbofin

Inishbofin kulinarisch

Es war unser letzter Tag auf der Insel und unsere Vorräte waren fast aufgebraucht. Nicht mal mehr Butter hatten wir zum Braten der Fische. Auf meine schüchterne Frage, ob wohl ein Restaurant auf der Insel die Fische für uns zubereiten würde, rief Aidan kurzerhand im Doonnemore Hotel an. Ohne zu zögern sagten sie zu. Die fangfrischen Fische wurden daraufhin direkt am Hafen abgeholt und landeten kurz darauf mit leckeren Beilagen im Murray`s Pub des Doonemore Hotels auf unseren Tellern. Lecker! Das ist irische Gastfreundschaft!

In diesem Pub finden auch häufig tolle Musiksessions statt. Eine davon haben wir auch miterlebt. Das sollte man sich nicht entgehen lassen!

Irische Musik auf Bofin

Ein paar Mal kehrten wir im „The Beach“ Pub, direkt am alten Hafen ein. Durchaus empfehlenswert! Dort gibt es eine leckere Küche mit regionalen Gerichten, wie Hummer oder Krebsfleisch zu bezahlbaren Preisen. Auch für Vegetarier liess sich etwas auf der Karte finden.

An der Hauswand des „The Beach“ prangt auch der Slogan, der die Gastfreundschaft der ganzen Insel passend beschreibt:

Gastfreundschaft auf Bofin

Wir haben unglaubliche nette Menschen kennengelernt und atemberaubende Landschaften genossen, aber gelangweilt haben wir uns, zu meiner Überraschung, nie – auch die Kinder nicht! Nicht nur, aber insbesondere für Familien, die gerne in der Natur aktiv sind und einfach mal weg vom Alltag kommen möchten, kann ich einen Aufenthalt auf Inishbofin wärmstens empfehlen, auch mit kleinen Kindern.

Das einzige, was wirklich gar nicht schön war, war der Abschied. Der ist mir selten von einem Ort so schwer gefallen. Aber eines ist klar: Wir kommen wieder.

Das Fazit ist mal wieder, wie auf so vielen unvergesslichen Reisen, dass man immer etwas wagen sollte – auch mit Kindern. Denn bekanntlich kann nur derjenige, der etwas wagt auch etwas erleben.

Ich freue mich, wenn ihr mich bald wieder in meinem Blog besucht, denn die Irlandreise geht weiter!

Mit sonnigen Grüssen
Eure Patotra

 

 Extratipps:

  • Am besten einfach mit den Einheimischen sprechen, dort bekommt ihr die besten und aktuellsten Tipps.
  • Musik: Im Murray`s Pub des Doonemore Hotels finden häufig tolle Konzerte statt.
  • Tauchen: Im Hafen von Inishbofin befindet sich eine Tauchbasis. Das Wasser um die Insel ist glasklar und ein Tauchgang ist hier bestimmt ein tolles Erlebnis.
  • Kajak: Ab dem Sommer 2014 werden auch Kajaktouren im Hafen angeboten. Als wir dort waren gab es die leider noch nicht.
  • Angelausflug: Hier, oder einfach auf der Insel nachfragen.

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