Kolumbien: Kaffee, Karibik, Kultur – Reiseblogger berichten

Wir freuen uns riesig, dass bald unsere lange geplante Reise nach Kolumbien losgeht. Ich hatte schon ewig kein so starkes Reisefieber und ich freue mich wahsninnig auf dieses Abenteuer. Immerhin betreten wir mit Kolumbien einen für uns ganz neuen Kontinent. Ich habe mich vorab unter Reisebloggern umgehört, die bereits durch Kolumbien gereist sind. Dabei ist eine sehr spannende Mischung aus Reiseberichten und praktischen Tipps zusammengekommen. Meine Vorfreude wurde dadurch sehr angefeuert.

Kommt mit auf die Reise und lasst Euch auch inspirieren!

 


 

Wolfgang

erzählt in seinem Reiseblog und Online Magazin Groovy Planet wunderbare Geschichten von unterwegs. Er informiert und inspiriert dabei Individualisten mit Interesse an Kultur und Abenteuern. Gerne auch mit einem Blick hinter die Kulissen.

©Groovy Planet
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Kaffee und Schokolade, Gold und schöne Frauen: Kolumbianische Klischees? Oder was ist mit Drogen und Bürgerkrieg? Vorurteile gegenüber dem südamerikanischen Land? Man denkt dabei an Pablo Escobar, den berüchtigten Drogenbaron. Oder an seinen Namensvetter Andrés. Den Fussballer, 1994 erschossen, weil er bei der WM einen Elfmeter vergeigte. Von allem ein wenig hatte ich im Kopf, als ich mich nach Bogotá aufmachte.

Bogotá, der Moloch

Zufällig stehe ich am ersten Tag vor dem Laden von Bogotá Bike Tours in La Candelaria, 2 Stunden später sitze ich bereits auf dem Drahtesel. Ein idealer Start, um einen ersten Eindruck von der Hauptstadt zu bekommen – Geschichten und Hintergrundinfos inklusive. Bekannt ist Bogotá für seine lebendige Street Art Szene. Bunte und teilweise riesige Graffitis bringen Farbe in eine Metropole, über der oft dunkle Wolken hängen. Viele der großartigen Kunstwerke enthalten politische Botschaften. Street Art als Werkzeug für gesellschaftliche Veränderungsprozesse. Interessante Führungen zu diesem Thema bietet Bogotá Graffiti Tour an.

Nicht versäumt werden sollte ein Besuch des Goldmuseums, Museo del Oro. Ich selbst zähle nicht gerade zum Kreis passionierter Museumsgänger, aber die umfangreiche Sammlung goldener Exponate ist beeindruckend und gibt einen faszinierenden Einblick in die präkolumbianische Geschichte.

Weitere Tipps: Erklimmen des Montserrate, des Bergs, zu dessen Füssen Bogotá liegt. Zu Fuss hinauf und mit der Seilbahn wieder hinunter, das bietet sich an. Erst ganz oben bekommt man ein Gefühl für die tatsächlichen Ausmasse des Molochs namens Bogotá.

Villa de Leyva

Villa de Leyva, ein hübsches koloniales Städtchen in mehr als 2.000 m Höhe. Den Mittelpunkt bildet die Plaza Mayor. Der kopfsteingepflasterte Platz ist einer der größten seiner Art in Südamerika. Meine Lieblingsaktivitäten: Zu Fuss die Umgebung erkunden. Oder mit dem Fahrrad fahren, zum Beispiel zum Museo „El Fósil“ Monquira, um das Skelett eines 120 Millionen alten Sauriers zu besichtigen. Ein Bauer hat es 1977 zufällig gefunden. Das besondere: Man hat die Überreste des prähistorischen Tieres an der Fundstelle belassen und einfach ein kleines Museum drumherum gebaut. Was immer geht: Unter Einheimischen an der Plaza Mayor sitzen und Joker, eine der kolumbianischen Biersorten, trinken.

Barichara

Auch Barichara ist so ein koloniales Juwel mit ganz eigenem Charme. Ziegelbedeckte Dächer und gepflasterte Straßen, die bergauf, bergab durch den ruhigen Ort führen sind charakteristisch. Hinzu kommt eine tolle Aussicht über den Ort hinweg und in die bergige Landschaft. Mein Tipp: Eine Wanderung zum etwa 10 km entfernten Dörfchen Guane. Und: In der Panadería Central gibt es nicht nur ordentliches Frühstück, sondern auch allerlei andere Leckereien. Ich kann es beurteilen, ich war jeden Tag dort.

Santa Marta

Die älteste Stadt Südamerikas liegt zwischen Nationalpark Tayrona und den Gipfeln der Sierra Nevada an der Karibikküste. In Strandnähe befinden sich viele Hotels und Bars, vor allem bei einheimischen Touristen ist Santa Marta offensichtlich beliebt. Meine Highlights: Bummel über den Markt und der Genuss frisch gepresster Säfte an den Strassenständen hinter der Kathedrale. Auf dem Weg von Cabo de la Vela nach Cartagena habe ich später noch einmal in Santa Marta Halt gemacht. Getrieben von der Lust auf Säfte exotischer Früchte, deren Namen ich zuvor nicht einmal schreiben konnte.

Palomino, das karibische Paradies

Benannt nach dem in der Nähe ins Meer fließenden Río Palomino. Karibischer Traumstrand, Kokospalmen und Mangrovensümpfe bieten die Kulisse für dieses kleine Paradies mit einigen Unterkünften direkt am Strand. Was braucht es mehr, um ein paar Tage die Seele baumeln zu lassen? Mein Tipp: Mit einem einheimischen Guide eine Exkursion in den Dschungel unternehmen. Dort ein indigenes Dorf besuchen und mit einem Reifen auf dem Fluss zurück an die Küste. Für mich war es die Tubing-Premiere.

Cabo de la Vela: Wie am Ende der Welt

Bereits die Fahrt mit dem Jeep von Uribia durch die steppenähnliche Landschaft ist ein Abenteuer. Cabo de la Vela liegt zwischen Wüste und Meer. Es ist einer dieser Orte, von denen man denkt, es sei das Ende der Welt. Zumindest ist es fast das Ende Kolumbiens, an seiner nordöstlichsten Ecke nämlich, Venezuela ist nicht mehr weit. Ein paar Tage bei Angehörigen der Wayuu, so der Name des indigenen Volkes, sind ein eindrucksvolles Erlebnis. Fließend Wasser? Fehlanzeige. Für Elektrizität sorgen manchmal Generatoren. Was gibt es noch? Frischen Fisch natürlich, dazu venezolanisches Bier, das angeblich auf dem Schmuggelweg über die Grenze nach Cabo gelangt.

Cartagena – die „heißeste Stadt der Welt“

Von Cabo de la Vela nach Cartagena? Vom abgelegenen Fischerdorf zum wohl beliebtesten Touristenziel Kolumbien? Größer könnte der Unterschied kaum sein. Für meinen Geschmack ist Cartagena zu touristisch, aber was soll´s, ich habe mir die Rosinen herausgepickt. Salsa habe ich getanzt im Crazy Salsa, dem Studio der sympathischen Besitzerin Esmeralda. Und großartige Live-Musik erlebt im Café Havana. Wem der Touristentrubel in der Altstadt zu viel wird, setzt sich in den Bus und ist in wenigen Minuten auf dem Mercado Bazurto. Dort ist es heiß, bunt und teilweise auch dreckig. Ein Kontrastprogramm zur herausgeputzten Altstadt. Ach ja, für mich ist Cartagena (zumindest gefühlt) die heißeste Stadt der Welt. Nirgendwo sonst habe ich morgens angefangen zu schwitzen, ohne auch nur irgendetwas zu tun.

4 Wochen Kolumbien: Fazit

Kolumbien ist groß und vielfältig und die Wege sind weit. 4 Wochen sind zu wenig, um das ganze Land zu bereisen. Ich hatte mich entschieden, von Bogotá Richtung Karibikküste aufzubrechen. Es war die richtige Entscheidung. Müsste ich noch einmal wählen, ich würde alles genau so machen. Vielleicht komme ich ja irgendwann einmal zurück. Es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Medellin, Cali, Kaffeezone, Pazifikküste und Amazonasregion und vieles mehr. Viele neue reizvolle Ziele, verbunden mit dem Risiko, dass auch weitere 4 Wochen dafür nicht ausreichen.

Was ist nun mit Klischees und Vorurteilen? Die Klischees leben, keine Frage, denn irgendwo kommen sie ja her. Der Bürgerkrieg aber, der ist vorbei, inzwischen auch offiziell. Nach einer Dauer von fünf Jahrzehnten und mehr als 200.000 Opfern. Für Besucher ist das Land längst kein Geheimtipp mehr und vor allem ist es sicher. Dann jedenfalls, wenn man normale Verhaltensregeln befolgt und sich an den Rat Einheimischer hält, zum Beispiel bestimmte Gegenden meidet. So wie fast überall auf der Welt.

 


Marion

von escape from reality erzählt auf ihrem Reiseblog von grossen und kleinen Auszeiten weltweit und vor der Haustür. Sie gibt Inspirationen und Tipps zu (Gruppen-)Reisen, Kurztrips, Ausflügen und Festivals.

© escape from reality
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Kolumbien ist Vielfalt

Unterschiedlicher könnten die Landschaften in Kolumbien kaum sein: Karibikstrände mit feinstem, weißen Sand, die grüne Kaffeezone, die bizarre Tatacoa-Wüste, der archäologische Hot Spot San Agustín, der Tayrona-Nationalpark, die tropischen dunklen Stränden an der Pazifikküste und der schneebedeckte Vulkan Nevado del Ruiz, dessen Gipfel 5.400 m hoch ist… Eine solche Vielfalt findet man nur selten – hier bekommst Du einen kleinen Eindruck davon!

Auch die Städte sind einen Besuch wert. Da wäre zum Beispiel das kleine Dorf Villa de Leyva, mit seinen kopfsteingepflasterten Gassen und kolonialen Häusern quasi ein kolumbianisches Nationalmonument. Im krassen Gegensatz zu dem beschaulichen Örtchen sind die Metropolen Bogotá und Medellín, in denen das Leben pulsiert. Wunderschön und weltbekannt ist Cartagena: Altstadt-Gassen mit bonbonfarbenen Häuschen im Kolonialstil, das Fort San Felipe und natürlich die Karibikstrände vor der Haustür. Einziges Manko: Die Touristenmassen, die von den Kreuzfahrtschiffen hier abgeladen werden. Wer nach einer Rundreise die Seele am Karibikstrand baumeln lassen will, dem empfehle ich die beiden Inselchen San Andres und Providencia vor der Küste Nicaraguas.


 

Madlen

von puriy, dem Reiseblog mit dem Fokus auf Natur, Mensch und Kultur.

© puriy
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Was sollten wir uns in Kolumbien unbedingt anschauen?

Ich würde sagen, die Mischung macht es in Kolumbien. Heute kannst du noch das kulturelle Angebot in den Großstädten wie Bogotá und Medellin genießen, morgen wanderst du zur Ciudad Perdida und genießt die pure Natur im höchsten Küstengebirge der Welt, dann liegst du am Strand oder in der Hängematte im Tayrona Park und gönnst dir eine Auszeit, weiter südlich machst du in der Kaffeeregion schöne Ausritte und lernst den Kaffeeanbau kennen und in der archäologischen Zone San Agustin spürst du vergangenen Kulturen nach und bestaunst monolithische Stein- und Felsskulpturen.

Wenn ihr eher im Norden unterwegs seid, würde ich versuchen, Bogotá an einem der autofreien Sonntagen mit Rad zu erkunden und vielleicht dann auch einen Abstecher auf den Usaquen Sonntagsmarkt einzuplanen. Wenn Ihr Essen mögt, schaut beim Paloquemao Food Market vorbei. Auch einer Graffiti-Tour solltet ihr euch anschließen, denn ich kenne kaum eine so interessante Stadt mit so viel Streetart wie Bogotá. Natürlich ist die Candelaria ein Muss – hier würde ich weit hoch an den Fuße des Montserrat gehen, wo nette Cafés und Kneipen um den Plaza Del Chorro De Quevedo warten. San Gil ist ein Outdoor-Paradies: Rafting, Paragliding, Radfahren, Trekking – wenn es euch nach Bewegung ist, seid ihr dort gut aufgehoben. Ein Abstecher in das hübsche Barichara lohnt auch. Wer nach Kolumbien kommt, hat auf jeden Fall auch Cartagena auf dem Plan. Sicherlich zählt sie zu den schönsten Kolonialstädten Südamerikas. Im komplett ummauerten alten Stadtzentrum der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt tümmeln sich die kolumbianischen und internationalen Touristen. Hier befinden sich die reizvollen, restaurierten Häuser, die Kathedrale und zahllose Paläste im andalusischen Stil. Im weniger prachtvollen, aber dennoch ebenso schön restaurierten Getsemaní, dem Viertel der kleinen Leute und Handwerker, findet man die Infrastruktur für den etwas kleineren touristischen Geldbeutel mit vielen Hostels, Cafés, Kneipen und der allgegenwärtigen Musik, die aus jedem Haus schallt. Ich habe mich jedoch von meiner ersten Reise nach Kolumbien an vielmehr in die karibische Schwesterstadt Santa Marta verliebt. Sie ist eine der ersten heute noch bestehenden spanischen Städte auf dem amerikanischen Festland und überzeugt nicht nur durch ihr karibisches Flair, sondern auch durch die wahnsinnige Lage zwischen türkisfarbenem Meer des nahegelegenen Tayrona Park und den mächtigen Bergen der Sierra Nevada. In Santa Marta sollte man sich spätestens durch die vielen frischen Saftsorten probieren und wenn man genug Zeit hat, unbedingt eine mehrtägige Wanderung zur Ciudad Perdida einplanen. Der Tayrona Park, das Bergdörfchen Minca und Palomino sind auch nicht weit. Viele bevorzugen Taganga zum Abhängen. Meins ist es bis heute nicht. Wenn ihr in Medellin seid, lohnt ein Ausflug in das seenreiche, überflutete Gebiet um Guatapé und in Cali solltet ihr euch in einem der zahlreichen Clubs mal in Salsa Caleña versuchen. Meine drei Highlights, die aber vielleicht nicht ganz an Eurer Strecke liegen, sind der Amazonas um Puerto Nariño und Leticia, die sumpfige Insel-Stadt Mompós mit der besonderen Mystik am Rio Magdalena und die Wüstenregion auf dem nördlichsten Festlandzipfels Südamerikas, der Guajira-Halbinsel.

Was sollten wir unbedingt mitnehmen?

Es gibt vor Ort nahezu alles zu kaufen. Ich habe nur eine Weile gebraucht, ein Duschgel nachzukaufen, da es überall „nur“ Seife gab 😉

In manch einer Unterkunft habe ich nachts etwas gefröstelt und vor allem Bogotá scheint auch sehr mit Regen gesegnet zu sein. Also seid auch gegen Kälte und Regen gewappnet. An der Karibikküste ist es hingegen gnadenlos heiß. Bei Busfahrten viel Zeit mitbringen – wie so oft in Lateinamerika werden Passagiere gern direkt vor die Haustür gefahren, das kann manchmal dauern. Außerdem sind selbst die großen Verbindungsstraßen zwischen Städten meist nur einspurig, wenn man dann LKWs vor sich hat, kann sich eine zwölfstündige Fahrt gern mal um 3-4 Stunden verzögern. Nicht mitnehmen, aber sicherlich zur Vorbereitung zählt auch, dass man zumindest ein bisschen Spanisch lernen sollte.

Gibt es etwas Besonderes zu beachten?

Bei einer Landung in Bogotá lasst es ruhig angehen. Die kolumbianische Hauptstadt liegt zwar nicht so hoch wie La Paz (Bolivien), aber dennoch haben einige, die ich traf, mit Anzeichen für Höhenkrankheit zu kämpfen.

Kommt man am Flughafen an, gibt es autorisierte Taxen. Hierfür geht man an einen Schalter, gibt sein Fahrtziel an und dieses Zettelchen gibt man dann dem Taxifahrer. Gesunde Vorsicht aber keine Angst haben! Ich bin mehrfach durch Kolumbien allein und zu zweit gereist. Die Menschen waren immer sehr offen, interessiert, äußerst freundlich und voller Lebensfreude. Die Polizei und Militär, die omnipräsent sind, waren zum mir als „Touristin“ auch immer äußerst nett. Bei Überlandfahrten wird der Bus häufiger für Checks angehalten, habt daher Eure Pässe bereit. Auch Taschen werden häufig durchsucht – seltsamerweise durfte ich meist im Bus bleiben und auch an meinem Rucksack war meist niemand interessiert. Inlandsflüge sind auch bei kurzen Distanzen für 60 EUR zu haben, so dass dies, sollte die Zeit nicht reichen, mal eine Option wären. Zudem gibt es zwischen Cartagena und Santa Marta oder auch Mompós auch einen Tür-zu-Tür-Transport von Marsol beispielsweise, der nicht teuer ist, dafür schnell und zuverlässig. Alles in allem seid offen und ihr werdet großartige Menschen kennenlernen.

Mehr zu Kolumbien findet Ihr bei puriy unter http://puriy.de/reiseziel-kolumbien/

 


 

Peter

schreibt auf seinem Blog PetersTravel unterhaltsame Beiträge über seine weltweiten Reisen und Berlin. Wichtig sind ihm dabei Fotos und Tipps um andere Reisende – sowohl junge, aber vor allem Ältere! – zu inspirieren.

© PetersTravel
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Aus meiner Sicht gibt es für Kolumbien nichts Besonderes zu beachten. Die gern beschworene Kriminalität habe ich selbst nicht erlebt – aber das ist natürlich kein Grund leichtsinnig zu sein.

Deshalb im Folgenden nur ein paar Empfehlungen, was du dir anschauen solltest. Dabei hast du dir ja schon selbst interessante Orte rausgepickt.

Auf meinem Blog gibt es zu allen Empfehlungen weiterführende Beiträge mit Fotos und vielen nützlichen Tipps.

Cartagena

Wenn ich von Cartagena spreche, meine ich ausschließlich die Altstadt und auch noch Teile vom benachbarten Viertel Getsemani. Und ja, die Stadt ist teuer und voller Touristen. Mir hat es trotzdem viel Spass gemacht die Altstadt durch die Puerta del Reloj zu betreten und in eine andere Welt einzutauchen. Oft habe ich mich verlaufen, aber dann landet man immer wieder an einem der zahlreichen kleinen Parks oder fotogenen Plätze und entdeckt neue Schmuckstücke von kolonialen Gebäuden.

Santa Marta & Parque Tayrona, Minca, Palomino, Ciudad Perdida

Santa Marta an der Karibikküste ist die älteste Stadt Südamerikas und eignet sich sehr gut als Basis für Ausflüge

zu den oben aufgeführten Orten. Und jeder Ort ist seinen Ausflug wert. Das kann ein Tagesausflug sein in den Parque Tayrona an einen der Bilderbuchstrände, verbunden mit einem schönen Spaziergang oder einer längeren Wanderung. Oder ein Ausflug mit Übernachtung in den kleinen, ruhigen, höher gelegenen Ort Minca oder doch nochmal an den kilometerlangen Strand von Palomino (Übernachtung im Hostal Dreamer mit Pool und nur 50 Meter vom Strand).  Und dann lockt von Santa Marta nicht zuletzt der mehrtägige Ausflug in die Verlorene Stadt, die Ciudad Perdida.

In meinem Beitrag über Santa Marta findest du auch eine hilfreiche geografische Übersicht/Karte über die kolumbianischen Busentfernungen mit Zeitangaben!

Medellin & Guatapé

Große Städte sind bis auf wenige Ausnahmen nicht so mein Ding.
Für Medellin sprechen aus meiner Sicht 3 gute Gründe:

  1. Die sehr gute Free Walking Tour, am besten mit Pablo von Real City Tours.
  2. Im Zentrum von Medellin die Plaza Botero mit ca 20 großen Statuen Fernando Boteros.
  3. Der selbst organisierte Tagesausflug nach Guatapé mit seinem tollen Aussichtspunkt, dem Piedra del Penol. Von dem Granitmonolith hat man nach 700 Stufen einen Blick über die wunderschöne Seen-Landschaft mit den Lagunen. Ein Ort von dem ich vorher noch nie gehört hatte!

Villa de Leyva & Barichara

Zwei bezaubernde Orte, die dich in die koloniale Vergangenheit zurückführen. Beide haben ihren Reiz, sind aber sehr unterschiedlich. Zumindest einen davon solltest du gesehen haben.
Villa de Leyva ist größer und touristischer. Mit Busbahnhof. Es bietet wesentlich mehr Möglichkeiten. Hier musst du auf jeden Fall mindestens eine Übernachtung einplanen.

 


 

Stefanie

von a daily travel mate.

A daily travel mate ist der Reiseblog für große und kleine Aktiv-Reisende. Hier berichtet Steffi über ihre Reiseerfahrungen und gibt euch Tipps zur Reiseplanung. Falls Ihr gerne individuell reist und dabei eure Füsse nicht still halten könnt, dann seid Ihr auf ihrem Blog genau richtig.

© a daily travel mate
© a daily travel mate

Was sollten wir uns in Kolumbien unbedingt anschauen?

Mein persönliches Highlight in Kolumbien war die Stadt Salento, die in der Kaffeezone im Departemento Quindio ca. eine halbe Autostunde von Armenia entfernt liegt. Stadt ist eigentlich übertrieben. Vielmehr handelt es sich um ein kleines, koloniales Dorf mit einem angenehmen Klima und einer faszinierenden Landschaft. Meine Empfehlung: Die Wanderung in das „Valle de Cocora“, das mit seinen Wachspalmen eine seltene Kulisse darstellt. Ein Besuch auf einer Kaffeefinca ist hier ebenfalls möglich und sehr zu empfehlen.

Meine weiteren Tipps für Kolumbien:

  • Medellín: Fahrt in Medellín unbedingt mit der Seilbahn. Am besten vom Tal zum Stadtteil Santo Domingo. Außerdem kann ich euch die geführte Pablo Escobar Tour von Paisa Road empfehlen. Buchbar z.B. über das Casa Kiwi Hostel.
  • Tatacoa Wüste: Hier verirren sich nicht allzu viele Touristen hin. Schade eigentlich. Eine tolle Landschaft und ein atemberaubender Sternenhimmel erwarten euch hier.
  • Catedral de Sal: Besucht in Bogotá die Catedral de Sal. Unglaublich beeindruckend. Ich habe mich ein wenig in Teil 1 der „Herr der Ringe“ Trilogie zurück versetzt gefühlt. An die Stelle, an der die Gefährten durch die Hallen von Moriar fliehen.

Was sollten wir unbedingt mitnehmen?

Ihr solltet unbedingt etwas gegen Magenprobleme mitnehmen. Ich schwöre ja auf Iberogast. Leider hatte ich während meines 2-monatigen Aufenthaltes in Kolumbien durchweg Magenprobleme. Und wenn es meinem Magen nicht gut geht, dann ist meine Laune verständlicherweise nicht die Beste.

An der Karibikküste bitte unbedingt jeden Tag kräftig mit NoBite oder etwas vergleichbarem einsprühen. Ich will euch echt keine Angst machen, aber ich habe es bekommen: das doofe Chikungunyafieber. Kein Spaß.

Was ihr aber auf jeden Fall Zuhause lassen solltet: Jegliche Vorurteile bzw. Bedenken wegen eurer Sicherheit. Hier hat sich sehr viel getan. Aber als Vielgereiste weißt du ja selbst, worauf du für sicheres reisen achten musst.

Gibt es etwas Besonderes zu beachten?

Hitze und Höhe können ganz schön anstrengend sein. Beidem wirst du in Kolumbien begegnen. Also: Immer schön langsam machen.

Eine kolumbianische Küche gibt es meines Erachtens nicht wirklich. Das Essen ist wenig abwechslungsreich und die Kombinationen (Nudeln mit Kartoffeln) teilweise überraschend. Stellt euch darauf ein, kulinarisch nicht unbedingt verwöhnt zu werden. Ausnahme: Die Früchte, die es an der Karibikküste gibt. Leckerst. Unbedingt einmal alles probieren. Was ihr an der Karibikküste sonst alles beachten bzw. unternehmen könnt, könnt ihr hier nachlesen: Unterwegs an der Karibikküste Kolumbiens. 20 Do´s and Don´ts für deine Reise

Achtung Feiertage: In Kolumbien ist ungefähr alles zwei Wochen ein Feiertag, der auf einen Montag gelegt wird. Und dann kann es hier und da ganz schön voll werden. Bestimmt möchtet ihr den Tayrona Park besuchen. Unbedingt darauf achten, nicht an einem Wochenende mit Feiertag hinzufahren – außer ihr mögt viele Menschen.

Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Auch wenn ihr an einem sehr offiziell aussehenden Ticketschalter eine Fahrkarte kauft, so sind die Preise durchaus verhandelbar. Leider haben wir das erst sehr spät gemerkt.

Ich wünsche euch eine tolle Zeit in Kolumbien.

 


 

Tobias

schreibt auf Life After Backpacking über seine Weltreise und die Zeit danach.

©Life after Backpacking
©Life after Backpacking

Kolumbien Highlights

Vor mittlerweile sieben Jahren konnte ich zwei ganz tolle Monate in Kolumbien verbringen. Aus der Schweiz kommend, wird Bogota vermutlich der Startpunkt eurer Kolumbienreise sein. Bogota mag auf den ersten Blick vielleicht nicht die schönste Stadt sein, doch es gibt viel zu entdecken. Für einen ersten Rundumblick am besten mit dem “Cable Car” hoch hinauf zum Cerro de Monserrate. Um in die Geschichte Kolumbiens einzutauchen bieten sich Besuche im Nationalmuseum und/oder Goldmuseum (Museo de Oro ) an. Etwa eine Stunde vom Zentrum von Bogota entfernt, kann in Zipaquira eine komplett aus Salz gebaute Kathedrale in einer Salzmine besichtigt werden – absolut sehenswert.

Im Süden des Landes befindet sich die “weisse Stadt”, wie Popoyan auch genannt wird. Koloniale Gebäude zieren das Stadtbild und nette Cafes laden zum Verweilen ein. Unweit von Popoyan findet jeweils Dienstags in Silvia ein farbenprächtiger Wochenmarkt der Guambino-Indios statt.

Die wohl bekannteste archäologische Kulturstätte Kolumbiens liegt in San Agustin. Umgeben vom Magdalena Fluss gibt es zahlreiche Grabstätten und bizarre Steinfiguren zu entdecken. Nicht weniger interessant sind die Grabanlagen im Gebiet Tierradentro und vielleicht eines der letzten Geheimnisse Kolumbiens. Da die Gegend nur sehr schwer zugänglich ist, sind An- und Abreise selbst schon ein kleines Abenteuer. Deshalb mindestens eine Woche Zeit für beide Grabstätten einplanen.

Etwas entspannter geht dann schon in der Zona Cafeteria zu. Der schicke und farbenfrohe Ort Salento mit seiner kolonialen Architektur ist der ideale Ausgangspunkt um die nähere Umgebung zu erkunden. Wie z.B. das Cocora Tal, mit seinen zahlreichen Wachspalmen. Interessant und vor allem lecker ist auch der Besuch einer Kaffeefinka im Umland von Salento.

Angekommen in der einst gefährlichsten Stadt der Welt, gibt es in Medellin weitere kulturelle Höhepunkte zu begutachten, wie z.B. den Plaza Botero, auf welchem zahlreiche Werke des Künstlers Fernando Botero zu erkunden sind.

Ein Geheimtipp ist vermutlich noch Tolu, ein kleines Fischerdörfchen an der Karibikküste Kolumbiens. Die nahegelegenen Inseln im San-Bernardo-Archipel vermitteln Karibik-Feeling pur. Unweit von Tolu befindet sich die Kolonialstadt Cartagena, die mit einer tollen Altstadt und traumhaften Sonnenuntergängen zu überzeugen weiss. Für ein wenig Entspannung und Spaß sorgt ein Bad im nahegelegenen Schlammvulkan Lodo El Totumo.

Etwas weiter östlich an der Karibikküste Kolumbiens befindet sich das idyllisch in einer Bucht gelegene Taganga, ideal für Wassersportarten wie Schnorcheln oder Tauchen. Noch schönere Strände kann man innerhalb von verschiedenen Tagestouren im nicht weit entfernten Tayrona Nationalpark erkunden. Wenn es dann noch ein wenig Abenteuer mehr sein darf, unbedingt das Trekking zur verlorenen Stadt – oder wie es im Spanischen heisst “Ciudad Perida” in Angriff nehmen. Eine herausfordernde 6-Tages Wanderung im Dschungel, Flussüberquerungen und Übernachtung in der Hängematte inklusive.

Es gibt mir Sicherheit noch vieles mehr in Kolumbien zu entdecken, aber die genannten Destinationen sind meine absoluten Highlights, die auf keiner Kolumbienreise fehlen dürfen, sofern es die Zeit zu lässt. Denn die Entfernungen zwischen den einzelnen Orten sind nicht zu unterschätzen. Mit dem einen oder anderen Nachtbus lässt sich aber auch dies bewältigen. Auf jeden Fall feste Schuhe einpacken, um für so manche Wanderung gerüstet zu sein. Ein letzter Tipp zum Schluss, unbedingt die zahlreichen Früchte des Landes probieren, wie z.B. Lulo oder Tomate de Arbol (Baumtomate).

Ich wünsche euch eine ganz wunderbare Zeit in Kolumbien!

 


Nachwort:

Eine ganz herzliches Dankeschön an alle Reiseblogger, die bei diesem Roundup mitgemacht haben!

Ich bin sicher, dass Eure Beiträge für viele, die mit dem Gedanken spielen, nach Kolumbien zu reisen eine sehr hilfreiche Planungsgrundlage sind. Ich habe auf jeden Fall viele Tipps bekommen, die so nicht im Reiseführer stehen.

Jetzt freue ich mich, wenn Ihr unsere Reise auf den sozialen Netzwerken begleitet. Lasst Euch überraschen, wo die Reise hinführt.

Mit sonnigen Grüssen,

Eure Patotra - klein

 

 

Weitere Artikel zu Kolumbien von Reisebloggern findet Ihr hier:

Reisen in Kolumbien – was man besuchen und wissen sollte

10 Kommentare

  • Vielen Dank, dass ich einen Beitrag für diesen schönen Artikel beisteuern durfte! Beim Kramen in Erinnerungen und Fotos bin ich (zumindest virtuell) wieder ein wenig nach Kolumbien zurückgekehrt … 😉

    Liebe Grüße & tolle Erlebnisse bald vor Ort!
    Wolfgang

  • Schöne Zusammenfassung der verschiedenen Eindrücke. Ich war erst im Mai für 3 Wochen in Kolumbien und fand es wirklich unfassbar schön. Die 3 Wochen waren auch leider viel zu wenig Zeit und ich muss unbedingt nochmal hin. Besonders schön fand ich das kleine Bergdörfchen Minca, wo man die Hitze von Santa Marta entgehen konnte.

    • Ach schön! Wir haben leider nur 2 1/2 Wochen Zeit, aber besser als gar nichts. Und es ist ja auch schön, wenn sich für eine nächste Reise noch etwas aufbehält 😉

  • Ellen, auch von mir nochmals lieben Dank, dass ich meinen Beitrag für diesen tollen Artikel beisteuern durfte. Wenn ich mir die anderen Empfehlungen so durchlese, heißt dies, ich muss bald wieder nach Kolumbien 🙂 Euch jedenfalls einen ganz tollen Urlaub in Kolumbien! Ich bin gespannt was du zu berichteten hast.

    • Lieber Tobias
      Ich freue mich sehr, dass Du mitgemacht hast! Und danke für die guten Wünsche. Ich werde auf jeden Fall berichten!
      Lieber Gruss,
      Ellen

  • Hallo Ellen,

    ich habe deinen Beitrag gerade bei Facebook gefunden und bin begeistert.

    Im November werde ich auch für einen Monat in Kolumbien sein und kann mir jetzt das Kleingeld für den Reiseführer sparen und dafür lieber in kolumbianischen Kaffee investieren. Das ist grandios. Vielen Dank für deine viele Mühe.

    Ich setze mir heute erstmal ein Bookmark und komme dann im Zuge der Reiseplanung nochmal zurück.

    Schöne Grüße,

    Christin

  • Hallo Ellen,

    dieser Post macht richtig Lust auf Kolumbien =). Eine gute Freundin von mir kommt aus Barranquilla und wegen ihr möchte ich sowieso schon lange dieses wunderbare Land mit seinen Bewohnern kennen lernen.

    Danke für diese zusätzliche Inspiration =).

    • Lieber Paul
      Kolumbien ist wirklich wunderbar und ich kann es nur allerwärmsten als Reiseland empfehlen. Das tolle Land und seine liebenswürdigen Bewohner fehlen mir.
      Herzliche Grüsse,
      Ellen

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