Nachhaltig reisen – geht das?

Antje vom Familien-Reiseblog mee(h)r erleben hat zur Blogparade mit folgender Fragestellung eingeladen: „Wie wichtig ist Euch das Thema Nachhaltigkeit auf Reisen?“

Natürlich mache ich da gerne mit.

Nachhaltiges Reisen ist uns wichtig. Aber ist Reisen und Nachhaltigkeit nicht ein Widerspruch in sich? Geht das abgesehen davon, wenn wir zu Fuss, oder mit dem Fahrrad die Welt erkunden, überhaupt? Diese Fragen habe ich mir gestellt und ich war überrascht, dass ich in unserem Reiseschatz tatsächliche eine nachhaltige Reisevariante gefunden habe. Natürlich möchte ich Euch diese nicht vorenthalten.

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Nachhaltig reisen – geht das?

Wir reisen für unser Leben gern und möchten unseren Kindern so viel, wie nur möglich von dieser Welt zeigen. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass wir unsere Kinder zu weltoffenen Menschen erziehen möchten, die mit offenen Augen und offenen Herzen durchs Leben gehen.  Wir möchten Sie zu Menschen erziehen, die ökonomische ökologische und soziale Missstände erkennen und sich dafür einsetzen diese zu vermindern. So das Ideal.

Wir als Eltern werden uns auf Reisen immer wieder bewusst, wie wichtig nachhaltiges Reisen ist. Vielleicht weil wir mit Kindern reisen, spüren wir die Verantwortung besonders stark, die unglaublichen Schätze dieser Welt auch für folgende Generationen zu bewahren.

Aber sind wir auch gute Vorbilder? Wir reisen meistens mit dem Flugzeug in den Urlaub. Ein wenig reist da auch das schlechte Gewissen mit. Kompensation hin oder her – es ist nicht einfach nachhaltig zu reisen! Das lässt sich nicht schönreden. Bei einer Reise haben wir es tatsächlich geschafft Nachhaltigkeit und Reisen unter einen Hut zu bringen! Und diese Reise war gar nicht so, als ob  man sehr gesunde aber dabei auch ganz fade Kekse isst. Sie war aufregend und spannend und trotzdem zugleich völlig relaxed.

Wir hatten uns ein Ferienhaus in Dänemark gemietet. Da wir im Norden der Schweiz wohnen, wäre die Anreise mit unseren drei Kindern im Auto ganz schön anstrengend  geworden – über 1000 km. Also haben wir uns nach alternativen Anreisemöglichkeiten umgeschaut. Mit dem Autoreisezug von Lörrach nach Hamburg haben wir die ideale Alternative gefunden.

Am Freitagabend nach der Arbeit ging es mit vollem Auto, einem leckeren Picknick und sehr viel Vorfreude los in Richtung Lörrach. Dort stand er DER ZUG. Vor allem unsere Jungs konnten sich daran gar nicht satt sehen. Nachdem mein Mann das Auto unter den kritischen und verwunderten Blicken unsere Kinder auf den Autowagon verladen hatte, machten wir es uns im Liegewagen beim Picknick gemütlich. Für meinem Mann und mich gab es  sogar ein Gläschen Rotwein. Es musste ja keiner mehr fahren 😉 Urlaub von der ersten Minute an. Begeisterte Gesichter soweit ich in unserem Abteil blicken konnte.

Nach einer einigermassen ruhigen Nacht wurden wir am Morgen mit Frühstück geweckt. Kurz darauf fuhr der Zug auch schon in Hamburg Altona ein. Was für ein entspanntes Reisen. Nachdem mein Mann das  Auto vom Zug gefahren hatte – auch wieder ein Happening für sich – war das letzte Restchen unsere Reise nur noch ein Klacks. Völlig entspannt konnten wir in unsern Urlaub starten und dazu noch mit einem reinen Gewissen. Ein gutes Gefühl! Diesmal hatten wir es geschafft ökologisch nachhaltig anzureisen.

Sicher sind die Preise  für den Autozug auf den ersten Blick recht teuer. Berücksichtigt man allerdings die gesparten Autokilometer, das eingesparte CO2, das deutlich reduzierte Unfallrisiko und den gewonnen Ferientag, so kann man durchaus eine positive Bilanz ziehen.

Schade, dass es nicht viel mehr solche Reisemöglichkeiten gibt und dass stattdessen ein starker Abbau der Verbindungen  mit dem Autozug im Gange ist!

Ich kann Euch diese Reisevariante auf jeden Fall wärmstens empfehlen. Das gute Gewissen reist mit!

Liebe Grüsse,
Eure Patotra - klein

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