Insidertipps und Empfehlungen für eine Irland Rundreise

Hafenmole in Galway
Egal, ob als Familie mit Kindern, als Paar, oder als Alleinreisende: eine Reise nach Irland ist immer ein ganz besonderes Erlebnis. Hier findet Ihr wertvolle Insidertipps rund um die Planung einer Reise auf die grüne Insel. (Mit Extra Tipps für Irland mit Kindern)

Wohin soll ich in Irland reisen, wenn ich eine oder zwei Wochen Zeit habe? Welche Ziele sind für eine Irland Rundreise empfehlenswert? Wie ist es mit Kindern nach Irland zu reisen? Welche Jahreszeit ist empfehlenswert? Diese und viele weitere Fragen zu Irlandreisen erreichen mich immer wieder.

Ich kenne und liebe Irland seit meiner frühesten Kindheit und habe Euch daher meine Tipps und Favoriten zusammengestellt:

Tipps für eine einwöchige Irland Rundreise

Eine Woche ist kurz – sehr kurz. Dennoch ist es nicht unmöglich in dieser Zeit einige Irland Highlights zu sehen.

Die meisten Reisenden kommen in Dublin an. Dublin ist nett, aber um ganz ehrlich zu sein, finde ich, dass ein Tag in Dublin vollkommen ausreicht, um einen kleinen Eindruck zu bekommen.

Dublin und Umgebung

Auch von Dublin aus ist es möglich, einige Highlights zu erkunden. Ich empfehle einen Abstecher in den Vorort Howth mit einem Spaziergang entlang der Klippen. Von dort hat man einen traumhaften Blick über die Bucht von Dublin und die Stadt.

Ausserdem empfehle ich einen Besuch von Malahide Castle.

Richtung Süden sollte man sich die Wicklow Mountains und Glendalough nicht entgehen lassen.

Tipps für Dublin:Dublin – die Highlights

Auf in den wilden Westen!

Meine Empfehlung ist in den Westen Irlands zu reisen. Am einfachsten geht das mit einem Flug direkt nach Shannon. Allerdings sind hier die Flugpreise meist wesentlich teurer als nach Dublin. Wir haben deshalb bislang immer in den sauren Apfel gebissen und sind mit dem Mietwagen in den Westen gefahren.

Grundsätzlich ist es auch möglich per Bus und Zug einiges von der Insel zu sehen. Dennoch würde ich einen Mietwagen immer vorziehen.

Wer in Irland reist, sollte nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ reisen. Die umwerfende Landschaft animiert häufig zu kleinen Stopps. Wer mit Kindern reist, sollte sich dessen bewusst sein. Auch vermeintlich kurze Wege können sich in Irland mitunter ziemlich in die Länge ziehen.

Irland ist zum Glück nicht sehr gross, sodass man in gut 3 Stunden von Dublin mit dem Auto an die Westküste, nach Galway kommt. Die Strecke durch das Zentrum der Insel ist leider wenig spannend, aber über die Autobahn kommt man gut in einem Rutsch durch.

Galway ist eine lebhafte, bunte Stadt, die durchaus einen Blick lohnt. Ausserdem ist sie das Tor zu Connemara, meiner absoluten Lieblingsgegend in Irland.

Nach einem kleinen Stadtrundgang empfehle ich weiter in Richtung Westen zu fahren. In Maam Cross dann auf die kleine Strasse in Richtung Killary Fjord abbiegen. Von dort dann weiter in Richtung Leenan, Letterfrack und Clifden. Hier würde ich mindestens 2 Nächte bleiben. Die Gegend bietet unglaublich viel. Schöne Ausflüge sind u.a. Kylemore Abbey, eine Fahrt entlang der Sky Road, ein Tag auf Insel Inishbofin.

Sky Road Panorama

Doolin und Cliffs of Moher

Von Connemara aus empfehle ich entlang der Küste im Richtung Süden zu reisen. Diese Route ist zwar zeitaufwendig, dafür aber sehr sehenswert. So gelangt man mitten in das Herz von Connemara.

Über Galway reist man durch die Karstlandschaft des Burren man nach Doolin. Dort würde ich wiederum zwei Nächte einplanen. Die Cliffs of Moher und eine Bootsfahrt zu den Aran Inseln kann ich hier wärmstens empfehlen.

Dingle und Killarney

Von Doolin aus geht es weiter, mit Fahrt über den Burren in Richtung Süden. Der Burren ist eine faszinierende Karstlandschaft, mit einigen Dolmengräbern, die einen Abstecher lohnen.

Ja nach Fahrlaune würde ich entweder die Halbinsel Dingel, oder Killarney für eine, oder besser zwei weitere Nächte einplanen.

Die Halbinsel Dingle besticht durch eine umwerfende Landschaft und zahlreiche Archäologische Fundstätten.

Killarney ist eine bunte irische Stadt, deren Charme selbst die in den Sommermonaten durchaus zahlreichen Touristen nichts anhaben können. Die Umgebung lockt mit traumhaften Wegen zu mehr oder weniger ausgedehnten Wanderungen.

Tipps für eine zweiwöchige Irland Rundreise

Grundsätzlich würde ich die einwöchige Irland Rundreise wählen und dabei noch eine Nacht in Galway verbringen und sowohl zwei Nächte in Dingle, als auch mindestens zwei Nächte in Killarney.

Wer von Dublin aus reist, dem empfehle ich auf dem Rückweg noch eine Nacht in den Wicklow Mountains zu verbringen und Glendalough zu besichtigen. Damit sind dann zwei Wochen gut ausgefüllt.

Stationen für eine Irland Rundreise:

  • Dublin
  • Galway
  • Connemara
  • Cliffs of Moher
  • Burren
  • Dingle
  • Killarney
  • Wicklow Mountains
  • Dublin

Irland mit Kindern

Besonders mit Kindern habe ich die Erfahrung gemacht, dass weniger oft mehr ist. Wer mit Kindern nach Irland reist, dem würde ich persönlich empfehlen eine zweiwöchige Reise wie folgt aufzuteilen:
Eine Woche ein Haus am Meer  mieten und eine Woche lang ein Roadtrip. Das ist mit Kindern wesentlich entspannter, als eine zweiwöchige Rundreise und man kommt so in aller Regel in den Genuss auch mit den Iren besser in Kontakt zu kommen. Ein guter Einstig für ein Gespräch ist übrigens immer das Wetter. Die Iren sind in aller Regel sehr kontakt- und gesprächsfreudig und sehr kinderlieb.

Für eine Urlaubswoche an einem Ort würde ich Familien die Gegend um Connemara oder auch Donegal besonders empfehlen. Hier findet man die perfekte Mischung aus wilder Natur, lieblichen Hügeln, schroffen Bergen und Klippen und traumhaften Sandstränden.

 

Eine Alternative zum Ferienhaus wäre, jeweils mindestens drei Nächte an einem Ort zu bleiben, damit die Kinder zwischendrin auch wirklich ankommen können. Bed and Breakfasts oder Farmhouses sind in Irland in aller Regel eine sehr gute Adresse für Familien!

Unterkünfte für eine Familienreise in Irland

Webseite für Bed and Breakfast: hier

Webseite für Farmhouse B&B: hier

Webseite für Ferienhäuser in Irland: hier

Das Wetter in Irland – Beste Reisezeit

Tja, das Wetter ist so eine Sache. Wetterfest sollte man schon sein, wenn man nach Irland reist. Frühling, Sommer und Herbst an einem Tag sind in Irland eher normal. Regenjacke und wasserfeste Schuhe gehören daher unbedingt ins Gepäck. Dafür ist das Klima normalerweise recht mild. Dennoch sollte ein warmer Pullover auch im Sommer dabei sein.

Ich selbst mag den späten Frühling und den Frühsommer und habe da wettertechnisch schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Im Mai habe ich schon zwei Wochen Sonnenschein und Temperaturen um die 25 Grad erlebt. Aber auch im Herbst, im September habe ich schon mehrfach Glück gehabt.

Natürlich sind auch die Sommerferien bestens geeignet für eine Reise nach Irland. Allerdings sind dann in viele der typischen Touristenorte recht voll mit Menschen. Wer seine Route etwas Abseits der Hauptströme plant, der wird allerdings auch zu dieser Jahreszeit ohne Mühe viel ruhige Plätzchen auf der grünen Insel finden

Ruhig ist es in Irland im Winter. Ich persönlich mag auch diese Jahreszeit auf der Insel. Sehr sogar! Wetterfest und Windfest sollte man dann allerdings ganz besonders sein. Warum sich eine Reise nach Irland im Winter ganz besonders lohnt, erfahrt Ihr hier: Irland im Winter? Ja gerne! Ein Erfahrungsbericht

Schafe am Strassenrand

Weiterführende Links und Tipps zu Irland:

  • Bed and Breakfasts in Irland
  • Ferienhäuser
  • Gute Erfahrunge habe ich damit gemacht, die Webseiten der jeweiligen Ortschaften zu zu suchen. Dort gibt es häufig ein Verzeichnis von Unterkünften, die sonst nicht im Netz zu finden sind. So habe ich schon sehr günstig in wunderschönen Farmhouses übernachtet.
  • Zu den Hauptreisezeiten würde ich die Unterkünfte in jedem Fall im voraus buchen. Mit Kindern sowieso. Wer nur zu zweit oder alleine in der Nebensaison reist, wird meist auch ohne vorab Buchung ein Zimmer finden.
  • Auto mieten: Wir haben mit Sixt gute Erfahrungen gemacht. Ich empfehle immer darauf zu achten, dass ihr vollständig versichert seid, d.h. ohne Selbstbehalt. Gefahren wird in Irland auf der linken Seite. Man gewöhnt sich recht schnell daran, aber die Strassen können an manchen Orten recht eng sein. Da fängt man sich schnell mal einen Kratzer ein…

Hab ich noch Orte vergessen, die man unbedingt auf einer Irland Rundreise gesehen haben muss? Oder würdet Ihr eine ganz andere Strecke wählen? Dann freue ich mich sehr, wenn Ihr mich das mit einem Kommentar wissen lasst!

Mit sonnigen Grüssen,

 

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Wer schreibt hier?

Die Autorin: Ellen Gromann-GoldbergEllen Gromann-Goldberg

Globetrotterin mit Anhang, immer mit der Kamera im Anschlag und dem Notizblock in der Hand. Mit und ohne meine Familie, zwei Teenager, ein Twen und mein Mann, bin ich auf der Suche nach den besonderen Orten, Erlebnissen und Geschichten rund um die Welt und in meiner Heimat am schönen Bodensee.

2 Comments

  • Liebe Ellen

    Ahhh… jetzt hast grad schönste Erinnerungen in mit wachgerüttelt. Irland ist einfach genial. Ich war vor 1.5 Jahren mit meinen besten Freundinnen 5 Tage in Irland unterwegs.

    Mit Mietwagen sind wir von Dublin nach Belfast und weiter zum Giants Causeway gefahren. In der Tat gigantisch! Die Fahrt von Bushmills über Donegal nach Galway war grossartig. Und ja, Galway. Eine Herzensstadt <3

    An den Cliffs hatten wir Wetterglück und Burren war auch genial. Da will ich unbedingt auch nochmals hin.

    Nächstes Mal würde ich glaub auch mal direkt nach Shannon fliegen, um den Westen genauer zu erkunden. Connemara will ich unbedingt mal noch intensiver ansehen.

    Ach, ich glaub nächstes Frühjar muss ich wieder nach Irland.

    Liebe Grüsse & danke für den schönen Bericht mit super Infos.

    Reni

    • Liebe Reni
      Zu meiner grossen Schande muss ich gestehen, dass ich es trotz meiner mittlerweile unzähligen Reisen nach Irland noch nie zum Giants Causeway geschafft habe. Mich zieht es immer so sehr nach Connemara, wo im als Kind oft meine Sommerferien verbracht habe.
      Die Cliffs und der Burren sind wirklich immer wieder beeindruckend. Hach und ja, Irland im Frühling mit den blühenden Rhododendren ist ein Traum! Vielleicht sollte ich auch wieder planen…
      Ganz liebe Grüsse
      Ellen

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