Region Hall-Wattens in Tirol – von Zinnen, Zirben und Zauberwelten

Swarovski Riese

Eine Stadtführung durch das mittelalterliche Hall in Tirol sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. Das Städtchen mit der grössten erhaltenen Altstadt Westösterreichs verdankte seinen Reichtum im Mittelalter den Salzvorkommen in der Region. Das Salz, das zu damaligen Zeiten wie Gold gehandelt wurde, brachte einen unglaublichen Reichtum in die Stadt, von dem noch heute zahlreiche Kirchen und prächtige Häuser berichten.

Hall in Tirol

ParkhotelAusserhalb des Stadtkerns verschmelzen moderne Architektur und bodenständige Tradition zu einer überraschenden, aber stimmigen Komposition. Vielleicht ist es das, was die Tiroler charakterisiert. Ihre Bodenständigkeit und dennoch Ihre Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem. Ein Zeugnis für diesen Mut zur Moderne ist das 1930 vom Architekten Lois Welzenbacher entworfene Parkhotel. Ich selbst war in diesem Haus untergebracht. Zuerst bin ich etwas erschrocken über den weissen Klotz in der Landschaft mit dem gläsernen Turm daneben. Nachdem ich aber erfahren habe, dass genau dieser weisse Klotz aus dem Jahr 1930 stammt, war ich doch tief beeindruckt.

Besonders faszinierten mich die wunderbaren Ausblicke durch die im Sommer angenehm schattigen Gässchen der Altstadt. Der 2725m hohe Bettelwurf, der höchste Gipfel der Karwendelgruppe prangt trotzig mit seinen schroffen Felswänden im Norden über der Stadt. Im Süden ragt der 2677m hohe Glungezer in den Himmel. Der Glungezer ist der Ausflugberg der umliegenden Dörfer. Ein familienfreundliches Schigebiet, ein Zirbenweg und der Bergerlebnispark für Kinder “Kugelwald am Glungezer“ locken mit familienfreundlichen Preisen und Angeboten Einheimische und Besucher gleichermassen.

Ein tellergrosses Wienerschnitzel hat mich fast geschafft

Wiener Schnitzel

Zunächst wartete aber erst ein sehr leckeres Mittagessen im Garten Hotel Maria Theresia auf unsere Blogger-Reisegruppe. Unter schattigen Bäumen genossen wir den Blick auf den liebevoll gepflegten Garten mit einem kleinen Spielplatz und einem Streichelzoo. Ein schickes und familienfreundliches Hotel, in dem ich mir gut vorstellen könnte, den Urlaub mit meiner Familie zu verbringen. Ein riesiges, wunderbar knuspriges Wienerschnitzel später, das nach einer mehrstündigen Wanderung schrie, fuhr ich mich mit meinen zwei netten Bloggerkollerginnen Christina von MrsBerry und Alexandra von „Besser für uns“ im Bus Richtung Glungezer.

Garten Hotel Maria Theresia

Bergerlebniswelten Kugelwald am Glungezer

Kugelbahn

Ziel war die Bergerlebniswelt „Kugelwald am Glungezer“. Unterwegs stieg am Jugendgästehaus Gufl, mitten im Wald der Naturpädagoge Gregor Drewes zu, um uns mit Informationen zu versorgen. Wieder ganz auf den Spuren meiner Mission „wie familienfreundlich ist die Region Hall-Wattens“, fand ich mich in einem zauberhaften Wald mit einer Kugelbahn für kleine Riesen wieder. Normalerweise erfolgt der Aufstieg zu Fuss, in etwa 1,5h von Tulfes, oder zu sehr moderaten Preisen mit den Glungezer Bergbahnen. Auch der Eintritt, den man mit dem Ausleihen der etwa 15 cm grossen, herrlich duftenden, weichen Zirbenkugeln bezahlt ist sehr familienfreundlich. 10 Euro Kaution, davon sind 2 Euro die Leihgebühr. Alternativ kann man diese auch kaufen und hat damit lebenslänglich freien Eintritt. Nebenbei ist eine solche Kugel ein dufte(ndes) Souvenir. Der Kugelwald ist mit unglaublich viel Liebe und handwerklichem Geschick erbaut. Er lässt ganz bestimmt kein Kind kalt. Ein wunderschön gebundenes Zirbensträusschen mit Alpenrosen, mit dem wir überrascht wurden, zeugt vom Geschick und der Liebe der Tiroler zur Natur.

Kugelbahn

Den Kugeln beim rollen zusehen, ihnen auf der Klangbahn zuzuhören oder mit Einzelteilen eine eigene Kugelbahn zu bauen – der Fantasie sind im Kugelwald keine Grenzen gesetzt. Ein Waldklassenzimmer für Schulklassen und eigens hierfür entworfene pädagogische Unterlagen runden das Angebot ab. Für alle die sich müde gespielt haben lädt der Ruheplatz dazu ein „eine ruhige Kugel schieben“ und die wunderschöne Aussicht zu geniessen. Doch viel zu schnell ziehen die Stunden ins Land.

Ruhige Kugel

Vom bodenständigen Naturerlebnis zu exklusiven Luxus-Welten

Grösser könnte der Kontrast nicht sein. Von unserer Natur und Spielexkursion ging es, nach kurzer Pause weiter zu den Swarovski Kristallwelten. Einen Besuch im Shop wollte ich mir natürlich auch nicht entgehen lassen. Jede Menge Glitzer und „Bling Bling“ Auslagen lassen Mädchenherzen höher schlagen und wecken Begehrlichkeiten, denen man sich nur schwer entziehen kann. Sollte man mit Jungs anreisen, empfehle ich diese in der Optik Abteilung mit den gigantischen Ferngläsern abzugeben. Aber vorher unbedingt die Kreditkarte einziehen, das könnte sonst ganz schön schief gehen.

Kristallwelten

Ich habe mich in Zurückhaltung geübt. Ein kleines schlichtes, ja das gibt es hier auch, Kettchen später, fand auch schon die eigens für unsere Bloggergruppe organisierte Privatführung durch die 14 Wunderkammern der Swarovski Kristallwelten statt. Die 1995 entstandene Idee von André Heller Kristall und Kunst zu verbinden, wird hier in 14 ganz unterschiedlichen Räumen von renommierten Künstlern wie Keith Herring, Salvador Dali, Nikki de Saint Phalle etc. interpretiert. Klänge und Duftkompositionen runden das Sinneserlebnis ab. Für Kinder gibt es ein eigens entworfenes Mitmach-Büchlein namens „Riesentour – ein funkelnder Streifzug durch die Swarovski Kristallwelten“. Das Büchlein ist kurzweilig gestaltet und ich kann mir vorstellen, dass Kinder daran Spass haben. Ich fand die Installationen der zweiten Kammer mit tanzenden, mechanischen Beinen allerdings etwas unheimlich. Möglich, dass dies auf kleiner Kinder vielleicht ein bisschen furchteinflössend wirkt.

Kristallkammer

Nach zwei Stunden des Glitzerns und Staunens war ich froh, dass mich die reale Welt wieder hatte. Während der begrünte Riesenkopf im Eingangsbereich unaufhörlich Wasser spie und uns mit seinen funkelnden Augen fragend anschaute, hatte sich die Nacht über die Tirol gesenkt. Ein kontrast- und erlebnisreicher Tag verabschiedete sich hinter den Bergen.

Mein Fazit: Die Region Hall-Wattens in Tirol bietet familienfreundliche Schätze. Ganz besonders der Besuch im Kugelwald am Glungezer bereichert jeden Familienurlaub. Beim Besuch bei den Swarovskis ist aber Vorsicht geboten, um die Urlaubskasse nicht übermässig zu strapazieren 😉

Diese Reise geht weiter. Ich freue mich wenn ihr wieder dabei seid, denn ich habe noch ein ganz besonderes Highlight im Gepäck!

Mit sonnigen Grüssen,
Eure Patotra

 

 

Zirbenstrauss

Extratipps für die Region Hall-Wattens in Tirol:

  • Günstige Übernachtungsmöglichkeiten speziell für Gruppen bieten verschiedene Jugendgästehäuser, wie z.B. das Gästehaus Gufl
  • Für Familien gibt es ein grosses Angebot an Ferienhäusern und Wohnungen, sowie Gasthäusern unterschiedlicher Preisklassen. Die Preise sind meist familienfreundlich.
  • Weitere Infos bekommt ihr beim Tourismusverband Hall-Wattens

Vielen Dank an dieser Stelle an Tirol für die Einladung!

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