Region Thun und Thunersee was man (Jakob) unbedingt sehen und erleben sollte

Die Region Thun-Thunersee bietet eine schier unerschöpfliche Vielzahl an spannenden Entdeckungen. Eine echte Bilderbuchschweiz!

Nachtwächterführung “unheimliches Thun”

Seit über 550 Jahren übt Jakob sein Amt als Nachtwächter von Thun gewissenhaft aus. Seit einiger Zeit nimmt er Touristen mit auf eine gruselige Reise durch die Geschichte seiner Heimatstadt am Thunersee und erzählt, wie es dazu kam, dass er nach so langer Zeit immer noch sein Dasein als Nachtwächter hier auf Erden fristen (muss) darf.

Thun bei Nacht ist spannend. Aber Jakob tut mir entsetzlich leid. Wenn er nur wüsste, was ihm in der Umgebung von Thun alles verborgen bleibt…

Thun bei Tag

Thun ist auch bei Tag betrachtet ein überaus hübsches Städtchen. Auf einem Hügel über der Stadt thront das aus dem 12. Jahrhundert stammende Schloss Thun. Von dort oben bietet sich bei Tageslicht ein traumhafter Ausblick über die Stadt, den See und die Berge.

In den Gassen der Altstadt geht es entspannt zu. An sonnigen Tagen herrscht geselliges Treiben in den zahlreichen Restaurants, Bars und Cafés der Stadt. Mit ihren in der Schweiz einzigartigen Hochtrottoirs der oberen Hauptgasse, wickelt sie den Besucher schnell um den Finger. Allein diese architektonische Besonderheit, die es, wie mir Jakob verrät, ansonsten nur noch im englischen Chester gibt, wäre schon eine Reise nach Thun wert. Aber nicht nur diese.

Irgendwie hat Thun alles: hübsche Läden, gute Gastronomie, zwei Schlösser*, die Berge, den See, die Aare – sogar Surfer mitten in der Stadt.

Auf der Brücke beim Mühleplatz in einer Bar zu sitzen, einen Kaffee oder einen Apéro zu geniessen und dabei den Aaresurfern  an der Mühleschleuse zuzuschauen, da kommen Feriengefühle auf!

Noch mehr Feriengefühle gibt es ein paar Gehminuten weiter flussaufwärts am und auf dem Thunersee.

Weitere Tipps für Thun

Sehr gutes Essen, in netter Atmosphäre gibt es im Restaurant Spedition

Direkt am See übernachtet man im Hotel Seepark in Thun. Auf der Hotelterrasse kann man in entspannter Atmosphäre mit Blick auf den See speisen. Auch hier ist die Küche ausgezeichnet. Im Hotel gibt es zudem ein Gourmetrestaurant.

Eine Schifffahrt auf den Thunersee

Eine Schifffahrt auf dem Thunersee sollte Jakob unbedingt mal miterleben. Vielleicht sogar auf der DS Blümlisalp, dem historischen Dampfschiff, deren Schaufelräder sich unablässig durch das klare Seewasser vorwärts arbeiten, während das zauberhafte Bergpanorama vorbeizieht.

Ich würde Jakob die Fahrt vom Schloss Oberhofen nach Thun empfehlen. Deren Höhenpunkt sicherlich die Einfahrt in Thun ist, vorbei am romantischen Schloss Schadau.

Infos zu den Fahrten mit dem Dampfschiff und zum ÖV rund um den Thunersee

Fahrplan und Ticketpreise

Der ÖV rund um den Thunersee ist hervorragend ausgebaut. Ich würde Jakob auf jeden Fall empfehlen den Regionalpass Berneroberland zu lösen. Alle öffentlichen Verkehrsmittel, inklusive Schifffahrten auf dem Thuner- und Brienzersee und freie Fahrt auf 20 Bergbahnen sind darin inkludiert. Ausserdem gibt es damit auch Vergünstigungen bei vielen Ausflugspartnern in der Region. Weitere Infos dazu: Regionalpass Berneroberland

Die Panoramabrücke von Sigriswil und Fondue Spass im Freien

Vor der Schifffahrt empfehle ich Jakob die kleine Wanderung von Sigriswil hinunter nach Oberhofen am Thunersee zu unternehmen. Traumhafte Ausblicke über den See sind dabei garantiert.  Mich haben sie begeistert!

Sind Nachtwächter eigentlich schwindelfrei? Ein wenig sollten sie das sein, um die Panoramabrücke Sigriswil zu überqueren, die sich auf einer Länge von 340 Metern über die bis zu 182 Meter tiefe Gummischlucht erstreckt.

Vorher sollte Jakob aber unbedingt noch einen Fondue-Rucksack in der Molkerei Amstutz in Sigriswil abholen. Auf dem Weg entlang des Seerückens gibt es einen wunderschönen Rastplatz. Im Schatten und bei netter Gesellschaft schmeckt das ohnehin schon köstliche Fondue gleich noch besser.

Weitere Infos zur Panoramabrücke und zum Fonduerucksack:
Panoramabrücke Kosten CHF 8 pro Person

Fondue Rucksack: Molkerei Amstutz
Etwas ungünstig ist nur, dass der Rucksack auf die weitere Wanderung mitgenommen werden muss. Wir haben angeregt, das zu ändern. Wein ist im Rucksack zwar nicht dabei, aber den gibt es gleich gegenüber von der Molkerei im Dorfladen zu kaufen.

Die St. Beatus-Höhlen

Ein Must-See in der Region sind auf jeden Fall die Tropfsteinhöhlen des St. Beatus über dem Thunersee. Der Sage nach bezwang der heilige Beatus im ersten Jahrhundert nach Christus hier einen grausigen Drachen. Aber das war schon lange vor Jakobs Zeit.

Heute können die Besucher ganz gefahrlos die fantastischen Tropfsteinformationen entlang dem etwa 1 km langen Weg durch die Höhlen bewundern.

Infos zu den St. Beatus-Höhlen:
Beatus-Höhlen: Eintritt und Öffnungszeiten
In den Höhlen ist es frisch. Einen warmes Jäckli empfiehlt sich daher zu jeder Jahreszeit.

Die Rebberge von Spiez

Wann werden die Trauben geerntet, was passiert danach mit den Trauben? Auf einer kleinen Wanderung erfährt Jakob alles über die edlen Tropfen, die hier wachsen. Vielleicht hat er ja Glück und schafft es, wie ich, auch zur Wümmet (Weinlese) in Spiez zu sein.

Spiez ist ein hübsches Dorf, das an einer malerischen Bucht am Fusse des 2’363 m hohen Niesen liegt. Wie so viele Orte am Thunersee prägt auch in Spiez ein wunderschönes Schloss die Kulisse. Ganze fünf Schlösser sind in der Ferien- und Erlebnisregion Thunersee zu Hause.

Vielleicht würde sich dort auch mal ein Job für einen Nachtwächter für Jakob finden lassen? Nur so als Tapetenwechsel.

Info zum Erlebnispfad Spiezer Rebberg
Der Rundweg dauert etwa eine Stunde. Weitere Infos gibt es hier:
Erlebnispfad Spiezer Rebberg

Hoch hinauf aufs Stockhorn

Ob Jakob zu seiner Zeit in den Bergen war? Ich meine nicht den Schlossberg von Thun, sondern die richtig hohen Berge. So oder so, kann ich ihm einen Ausflug auf das Stockhorn ans Herz legen.

Mit dem Zug geht es von Thun nach Erlenbach im Simmental und nach einem kurzen Spaziergang durch das Dorf ist die Stockhornbahn schon nach wenigen Gehminuten erreicht.

Einmal umsteigen auf der Mittelstation Chrindli und schon geht es weiter hinauf, bis auf 2’190m. Die Aussicht vom Stockhorn über das Berner Oberland ist ein Traum – selbst bei Regenwetter. Im Panorama-Restaurant kann man sich dabei nicht nur gut aufwärmen, sondern auch noch sehr gut speisen. Das wird Jakob bestimmt genauso gut gefallen, wie mir!

Wandernd geht es dann bergab. Ich entscheide mich für die einfache Variante. Da ich nicht ganz schwindelfrei bin und es eben zuvor geregnet hat, ist mir die Wanderung entlang des Grats nicht ganz geheuer.

Infos zum Stockhorn

Fahrtzeiten und Preise: Stockhorn

Im Bergrestaurant kann man übrigens sehr gut essen!

Wanderung zur Oberstockenalp

Nach etwa 40 Minuten erreichen wir die Oberstockenalp. Die gemütliche Alp liegt auf 1’776 m.ü.M. Leider ist das Vieh nur bis Anfang September auf der Alp und so ist hier momentan kein Glockengebimmel von den Kühen zu hören. Stattdessen ist es still – unglaublich still. Nur hin und wieder durchbricht das Pfeifen eines Murmelis (Murmeltier) die Stille.

Die Familie Bühler bewirtschaftet die Alp in den Sommermonaten mit viel Herz. Den hausgemachten Spezialitäten des Hauses eilt ihr guter Ruf voraus. Vreni Bühler kocht vorzüglich! Ich habe selten ein so feines Rahmschnitzel gegessen. Da wäre Jakob bestimmt auch be“geistert“.

Im Berggasthaus gibt es ein Massenlager für bis zu 30 Personen und ein Doppelzimmer. Das besondere Highlight der Oberstockenalp befindet sich allerdings seit dem Sommer 2020 nicht im Haus, sondern draussen in der Natur.

Schlafen im Stärnebett

Drei Garteniglus bzw. Stärnebetten inmitten der Natur und mit Blick auf die Berge verheissen himmlische Nächte. Die wundervolle Stille und wenig Lichtverschmutzung  – das würde Jakob gefallen. So kennt er es ja noch aus früheren Zeiten.

Millionen Sterne funkeln am Nachthimmel und die Milchstrasse zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite. Himmlisch übernachten bekommt hier nochmal eine ganz andere Bedeutung. Meinen ausführlichen Bericht zur Nacht im Stärnebett könnt Ihr hier lesen:

Das Stärnebett auf der Oberstockenalp: Schlafen unter tausend Sternen

Info: Oberstockenalp und Stärnebett

Wenn Jakob wüsste, was er in all den Jahren alles verpasst hat – und das nur, weil er Nacht für Nacht seine Runde mit der Laterne durch Thun ziehen muss. Von Mitte Oktober bis Ende März nimmt Jakob übrigens jeden Freitag Abend Interessierte mit auf den Rundgang durch sein unheimliches Thun.

Beim Abschied verrät mir Jakob noch, dass er pro Nacht, in der er Touristen durch sein Thun führt, eine Nacht frei bekommt. Nachdem Ihr ja nun wisst, was es alles in der Region zu sehen gibt, hoffe ich, dass Jakob genügend Freizeit bekommt, um all das zu erleben und zu sehen, was er in seiner Umgebung während seiner 571 Lenze bisher nicht sehen konnte! Meint Ihr nicht auch?

Mein Fazit: Ich bin hellauf begeistert von der unglaublichen Vielfalt der Region. Was für eine wunderschöne Gegend!

Mit sonnigen Grüssen,
Eure Patotra

Weitere Eindrücke von dieser tollen Region bekommt Ihr in dem tollen Beitrag von Barbara und Georg vom Blog Reisen-Lifestyle.ch:


Offenlegung: Die Recherche fand auf Einladung der Region Interlaken-Thunersee statt. Meine Meinung bleibt davon unangetastet.


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