Reisen in Kolumbien – was man besuchen und wissen sollte

Parque nacional del Cafe
Abbildung 4: Parque nacional del Cafe (Foto: Thomas Hutter)
Ein Gastartikel von Thomas Hutter

Bedingt durch die Heirat mit meiner Frau, einer Kolumbianerin, habe ich in den letzten 10 Jahren insgesamt rund 8 Monate in Kolumbien verbracht und mich in Kolumbien richtiggehend verliebt. Trotz allen negativen Nebengeräuschen rund um Kolumbien wie Drogenhandel, Entführungen, Terror, etc. entpuppte sich das südamerikanische Land als wahre Perle. Nicht nur wegen den unbeschreiblich schönen und sehr vielfältigen Landschaften und Gegenden, den unterschiedlichen Klimazonen, dem hervorragenden Essen und nicht zuletzt wegen den überaus herzlichen und sehr gastfreundlichen Kolumbianern.

Was man wissen sollte

Pauschal-Tourismus und Standard in Kolumbien

Kolumbien ist aus «08/15»-Tourismus-Sicht ein absolutes Entwicklungsland, weit hinter den Tourismus-Destinationen in Mexico, Kuba oder der Dominikanischen Republik. Wer hervorragende «All Inclusive»-Hotels mit 5-Stern-Service sucht, wird in Kolumbien enttäuscht und reist besser nach Varadero oder Punta Cana. Die Einrichtungen sind weniger luxuriös, der Service weniger auf die Pauschal-Tourismus-Bedürfnisse ausgerichtet, der Standard generell wesentlich tiefer. Allerdings, und das ist der angenehme Teil in diesem ungleichen Vergleich, werden Touristen in Kolumbien auch nicht abgezockt, Touristen zahlen in den meisten Fällen gleiche Preise wie Einheimische und die sind sehr günstig.

Generelle GefahrenlageIn Kolumbien

Kolumbien ist in den meisten Gegenden sicher. Eine hohe Militär- und Polizei-Präsenz und sehr viele Bestrebungen der Regierung in den letzten 12 Jahren hat das Land in vielen Teilen recht sicher gemacht. Angst vor Bombenanschlägen, etc. muss man heute nicht mehr haben. Zieht man durch Kolumbien in der Mitte eine horizontale Linie, gelten alle nördlichen, insbesondere die nordwestlichen Landgebiete als relativ sicher, alles was im Süden liegt, insbesondere an der Grenze zu Ecuador, aber auch die Grenzgebiete zu Venezuela im Osten, sind eher mit Vorsicht zu geniessen, hier haben terroristische Organisationen wie die FARC, aber auch viele kriminellen Banden ihre Heimat und Entführungen und Überfälle sind auch heute keine Seltenheit.

Kriminalität

Die «normale» Kriminalität ist nach wie vor akut, Überfälle, Entreissdiebstähle, aufgebrochene Autos, sind allgegenwärtig. In allen grösseren Städten gibt es sicherere und unsichere Gegenden. Hier lohnt es sich auf den Rat von Einheimischen zu hören, im Normalfall kennen die die gefährlicheren Gebiete und meiden diese ebenfalls. Optimalerweise trägt man die teure Uhr, die auffällige Goldkette, die dickgefüllte Geldbörse und die teure Digitalspiegelreflexkamera nicht auffällig zur Schau. Wertgegenstände, Smartphones, Kameras, etc. sollten nie im Auto zurückgelassen werden.

Während meinen Aufenthalten in Kolumbien wurde mir nur ein einziges Mal eine Notebook-Tasche von zwei Typen auf einem vorbeifahrenden Motorrad entrissen, ansonsten hatte ich nie, wirklich gar nie, ein negatives Erlebnis und dies ohne «strenge Sicherheitsvorkehrungen».

Männer, die das Abenteuer suchen, sollten gerade in der Nacht in den Grossstädten vorsichtig sein, gute und schlechte Stadtteile sind nahe beieinander und viele der sehr attraktiven Kolumbianerinnen verstehen es sehr gut, Köpfe zu verdrehen… Man sollte generell keine Getränke oder Zigaretten von Fremden annehmen, es gibt genügend Geschichten, wo Zusatzstoffe in Getränke und Zigaretten beigemischt wurden und Konsumenten am nächsten Tag ohne Geld und Ausweispapiere irgendwo aufgewacht sind.

Polizei

Während vor 10 Jahren die Polizei häufig mit einem Trinkgeld bestochen werden konnte, gehört dies eher auch der Vergangenheit an. Polizeikontrollen gibt es häufig, gerade Geschwindigkeits- und Rotlichtkamera-Sünder werden aktuell eher stark verfolgt. Wird man in einem Unfall verwickelt, lohnt es sich die Polizei beizuziehen, insbesondere weil viele Kolumbianer einen ordentlichen Respekt vor der Polizei haben. Bei Diebstählen, Betrug, etc. kann man der Polizei ebenfalls gut vertrauen, die Polizisten sind in der Regel hilfsbereit und recht unkompliziert.

Ausweispapiere

Ich reise in der Regel innerhalb von Kolumbien immer ohne Reisepass, nur mit dem Führerschein und hatte damit, auch bei Polizeikontrollen, nie ein Problem. Bei einigen Hotels oder beim Mieten eines Autos wird aber häufig der Reisepass verlangt, es macht daher Sinn grundsätzlich eine Kopie des Passes auf sich zu tragen.

Sprache

In Kolumbien wird hauptsächlich spanisch gesprochen, der Anteil der Kolumbianer, die eine weitere Sprache beherrschen, ist relativ klein, d.h. auch mit Englisch kommt man in Kolumbien in der Regel nicht sehr weit. Einige Grundkenntnisse in der spanischen Sprache helfen ungemein, ansonsten sollte man sich jemanden in Kolumbien suchen, der bei wichtigen Dingen, beispielsweise im Zusammenhang mit der Polizei, einem hilft zu übersetzen.

Mentalität der Kolumbianer

Die Bevölkerung in Kolumbien ist überaus gastfreundschaftlich und kontaktfreudig, insbesondere wenn man sich mit ihnen in spanischer Sprache verständigen kann. Die Kolumbianer sind fleissig, ordentlich und sehr korrekt, wenn auch die Uhren in Kolumbien ein bisschen langsamer ticken als in Europa. Ein «mañana» heisst in der Regel nicht wie übersetzt «morgen», sondern eher «irgendwann in der Zukunft» 😉

Die meisten Kolumbianer sind stolz und formell, dh. korrekte Umgangsformen werden erwartet. Forsches Auftreten sind sie sich in der Regel nicht gewohnt und man wird dann schnell als «Gringo» abgestempelt. Mit freundlichen Worten kommt man häufig am schnellsten zum Ziel.

Geld / Geldautomaten / Kreditkarten in Kolumbien

In Kolumbien wird mit Pesos bezahlt, ca. 3000 Pesos entsprechend einem Euro, dh. Pesos-Betrag durch drei Teilen und anschliessend drei Null streichen und dann hat man den Preis in etwa in Euro. Geldautomaten gibt es in fast allen Dörfern, meistens bei Supermarktgeschäften, Einkaufszentren oder eben bei den Banken. Gängige Kreditkarten wie VISA/Mastercard funktionieren in den meisten Geschäften, Geld kann man problemlos mit einer EC-Karte abheben. In ländlichen Gegenden, an Zahlstellen oder bei «kleinen» Händlern werden in der Regel keine Kreditkartenzahlungen akzeptiert. Bei der Zahlung mit einer VISA/Mastercard muss man sich meistens mit einem Führer- oder Personalausweis ausweisen, zusätzlich zum PIN-Code müssen Belege auch visiert und mit der Telefonnummer ergänzt werden. Spezialität: in den meisten Geschäften wird gefragt «quanto quotas?», was so viel bedeutet in wie vielen Raten man mit der Kreditkarte bezahlen möchte 😉

Trinkgeld

Trinkgeld, also «Propina», wird für Service in den meisten Fällen erwartet, normalerweise beträgt das übliche Trinkgeld 10% der Kosten, in einigen Restaurants wird das Trinkgeld (entsprechend ausgewiesen) bereits in der Rechnung inkludiert. Bei Taxis oder anderen Service-Dienstleistungen wird es meistens «on Top» erwartet.

Verkehr / Strassen

Der Verkehr in Kolumbien ist ein besonderes Erlebnis. Viele Motorräder und Lastwagen kämpfen zusammen mit den Autos um den Platz im Verkehr. Gerade in den grossen Städten wie Cali, Bogota oder Medellín ist das Autofahren in der Stadt eine Herausforderung. Rücksichtnahme und Reissverschlusssystem, wie wir das kennen, gibt es nicht; der schnellere und frechere Verkehrsteilnehmer siegt, links- und rechtsüberholen ist normal, ebenso Autobusse die mitten auf der Autobahn anhalten um Menschen ein- oder aussteigen zu lassen. Die grössten Rüppel sind im Normalfall die Taxifahrer, auf dem Land die LKW-Fahrer. Allerdings ist der Stadtverkehr weniger hektisch… Handzeichen helfen hier meistens weiter und häufig gewinnt man dadurch, dass man nachgibt … sollte es zu einem Unfall kommen, unbedingt dokumentieren und die Polizei informieren.

Auf Überlandfahrten muss man immer aufpassen, gerade LKW-Fahrer neigen dazu auch an unübersichtlichen Stellen zu überholen. Abends und in der Nacht sind viele Fahrzeuge sehr schlecht beleuchtet oder blitzen dann im Gegenteil wie eine schlechte Weihnachtsbeleuchtung.

Viele Strassen, gerade Nationalstrassen, sind in einem guten bis sehr guten Zustand. In ländlichen Regionen und in Dörfern drin kann es schon mal holpriger zugehen. Viele Nationalstrassen sind «privatisiert» und gehören ausländischen Investoren, entsprechend zahlt man eine Art Maut, meistens umgerechnet 2- 3 Euro je nach Strecke, an Zahlstellen (Peaje).

Reiseplanung für Kolumbien

Für Inlandsreisen mit dem Auto sollte man immer genügend Reserve einplanen, die Angaben in Google Maps und in Navigationsgeräten sind meistens auf Grund des Verkehrsaufkommens eher knapp bemessen. Ebenfalls zu beachten ist, dass in vielen Städten «pico placa» gilt, d.h. an bestimmten Tagen dürfen einzelne Autonummern zu gewissen Zeiten nicht in den Städten fahren. Es lohnt sich, sich vorher über die lokalen Gegebenheiten zu informieren, die Bussen sind teuer.

Mietwagen

Das Mieten von Autos in Kolumbien ist relativ teuer und häufig muss eine Kaution hinterlegt werden. Mit ein bisschen Suchen findet man allerdings auch kleinere lokale Autovermietungen, die meistens günstiger sind als die grossen internationalen Vermieter, Autos sollten in jedem Fall vor der Abfahrt auf allfällige Schäden überprüft werden. Die Navigationsgeräte sind meistens veraltet, ein Smartphone mit den entsprechenden Karten von Google leistet meistens bessere Dienste.

Drogen

Entgegen der Annahme trifft man in Kolumbien, mit Ausnahme von Marihuana, selten auf Drogen. Man sollte davon auch die Finger lassen, Drogenbesitz/-konsum wird in Kolumbien strengt bestraft.

Was man in Kolumbien besuchen sollte

Obwohl ich schon einige Monate in Kolumbien verbracht habe, habe ich noch lange nicht alles gesehen, was man gesehen haben sollte. Nachfolgend einige Orte, die ich einmal oder schon mehrere Male besucht habe …

Santiago de Cali

Cali, bzw. Santiago de Cali, ist mit rund 2.8 Mio. Menschen die drittgrösste Stadt in Kolumbien und die Heimat des Salsa und hat den Übernamen «Sucursal del Cielo», was Niederlassung des Himmels bedeutet. Die Stadt liegt im Valle de Cauca und ist umgeben von Zuckerrohrplantagen im Westen liegt eine Bergkette. Die Temperaturen sind das ganze Jahr relativ hoch und liegen bei durchschnittlich etwa 29° tagsüber.

In Cali gibt es viele Museen, Monumente und Plätze, aber auch viele tolle Restaurants und Bars. Die Stadt schläft fast nie, Partys und Diskotheken gibt es bis in die frühen Morgenstunden. Optimalerweise bucht man eine Touristentour, welche man in der Stadt buchen kann.

San Antonio

Eine tolle Aussicht über die Stadt gibt es beispielsweise in San Antonio, einer Kirche mit phänomenaler Aussicht über die Stadt. Ein Besuch in San Antonio lohnt sich auch am Abend. Sehr viele Menschen besuchen diesen Platz, Geschichtenerzähler fesseln die Besucher während Stunden.

Die Christos-König-Statue ist 26m hoch und bietet einen super Ausblick auf Cali.

Ausblick von Cristo Rey auf Cali
Abbildung 1: Ausblick von Cristo Rey auf Cali (Foto: Thomas Hutter)

Umgebung von Cali

Ebenfalls einen Besuch wert in der Umgebung von Cali sind Buga

«Basílica del Señor de los Milagros», Buga

Die «Basílica del Señor de los Milagros», zieht jeden Tag viele Pilger magisch an.

«Museo de la Caña de azúcar», El Cerrito

Im Zuckerrohrmuseum kann man wunderschön im Schatten vieles über die traditionelle Zuckerrohrproduktion von früher bis heute erfahren.

«Parque Nacional de la Uva», La Union

Der Nationale Park der Traube in La Union erlaubt tolle Spaziergänge im Traubenanbaugebiet im Valle de Cauca. Das in der unmittelbaren Nähe liegende Hotel «Los Viñedos» bietet einen unbeschreiblichen Ausblick über das Valle de Cauca.

«Lago Calima», Darién

Wunderschön ist der Lago Calima, ein Stausee, rund 2 Fahrstunden oberhalb von Cali. In Darién machen viele «reiche» Kolumbianer verlängerte Wochenenden. Das Klima ist tagsüber angenehm warm, in der Nacht kann es auch mal kälter werden. Diverse Fincas können tagesweise gemietet werden – auch ein Blick in AirBnB lohnt sich…

Buenaventura / Juanchaco / Ladrilleros

Eine Reise nach Buenaventura, an die Pacific-Küste von Kolumbien, lohnt sich. Rund 2 ½ Reisestunden von Cali entfernt findet sich der grösste Hafen von Kolumbien in Buenaventura. Von dort aus stehen «Lanchas» für Touristen zur Verfügung, die nach Juanchaco oder Ladrilleros, vorbei an schönen Felsstränden mit üppiger Vegetation fahren. Von Juanchaco oder Ladrilleros aus können von Juli bis September Touren aufs offene Meer gebucht werden, um die in dieser Zeit anwesenden Wale zu beobachten. Wer weisse Sandstrände erwartet wird enttäuscht, es gibt nur wenige Strände und die sind eher dunkel…

Küste bei Buenaventura
Abbildung 3: Küste bei Buenaventura (Foto: Thomas Hutter)

Eje Cafetero / Quindio

Die Kaffee-Zone von Kolumbien, Eje Cafetero, ist wunderschön mit einer üppigen Vegetation und bietet gleich viele Reisemöglichkeiten. In dieser Region können auch «Fincas» gemietet werden, die auch grösseren Gruppen eine Übernachtungsmöglichkeit bieten. Das Eje Cafetero im Departement «Quindio» ist ca. 3 Stunden von Cali mit dem Auto entfernt.

Parque Panaca

Der Parque Panaca ist ein Themenpark rund um die Landwirtschaft Kolumbiens und bietet aber auch für Kinder tolle Möglichkeiten wie Ponyreiten.

Parque nacional del Cafe

Der Parque Nacional del Cafe zeigt die Geschichte des Kaffeeanbaus in Kolumbien und ist eine Mischung aus Museum und Vergnügungspark.

Medellín

Medellín, die Heimat und Geprägt vom Leben von Pablo Escobar, ist mit 2.4 Mio. Einwohner die zeitgrösste Stadt und eigentlich das wirtschaftliche Zentrum von Kolumbien. Medellín ist die Hauptstadt des Departements Antioquia und hat ein gemässigtes Klima mit durchschnittlich 27° Tagestemperatur. Die Stadt ist eingebettet in Berge und erstreckt sich auf zwei Seiten auch in die Hanglagen und hat wahrscheinlich die meisten Wolkenkratzer in Kolumbien. In der Stadt kann man sich mit der Metro de Medellín gut fortbewegen.

Die Stadt bietet extrem viele Sehenswürdigkeiten – es lohnt sich hier einer lokalen Tour anzuschliessen. Zu empfehlen sind neben vielen anderen Sehenswürdigkeiten sicherlich das Museo de Antioquia (mit Werken von Fernando Botero), die grösste Freiluftrolltreppe welche den Stadtteil Comuna 13 verbindet (allerdings Achtung!, die Comuna 13 ist sehr sehr gefährlich und nicht für Touristen geeignet).

El Peñól de Guatapé

Rund eineinhalb Stunde von Medellín entfernt, findet man den El Peñól de Guatapé, ein Berg der wie ein Meteorit aussieht und über 600 Treppenstufen bestiegen werden kann. Von oben geniesst man eine sagenhafte Aussicht auf den unheimlich verwinkelten Stausee eingebettet in einer Berglandschaft mit üppiger Vegetation

Ausblick von El Peñól de Guatapé
Abbildung 6: Ausblick von El Peñól de Guatapé (Foto: Thomas Hutter)

Llano Grande / Rio Negro

In der unmittelbaren Nähe von Medellín findet man das Gebiet Llano Grande und Rio Negro. In diesem Gebiet haben sehr viele wohlhabende «Gringos» und einige einflussreiche Kolumbianer ihre Fincas und Haciendas. Das Gebiet ist sehr gut erschlossen, hügelig, sehr schön und absolut sicher, nirgends in Kolumbien gibt es weniger Kriminalität wie in dieser Zone. Neben der schönen Landschaft findet man grosse Liegenschaften mit eindrücklichen Häusern.

San Andrés / Providencia

San Andrés und Providencia sind zwei Inseln, ca. 200 KM von Nicaragua und 800 KM von Kolumbien entfernt im karibischen Meer, die aber beide zu Kolumbien gehören. Beide Inseln sind winzig klein und können nur per Flugzeug oder Schiff erreicht werden. Sie sind von Tauchern und Kitesurfern beliebt und gehören zur Zollfreizone von Kolumbien.

Reisen nach San Andrés und Providencia bucht man optimalerweise direkt in Kolumbien, Buchungen vor Ort sind massiv günstiger als aus dem Ausland.

San Andres mit der vorgelagerten Insel Jonny Key
Abbildung 7: San Andres mit der vorgelagerten Insel Jonny Key (Foto: Thomas Hutter)

Santa Marta

Santa Marta ist die Hauptstadt vom Departemento del Magdalena liegt an der Karibikküste Kolumbiens. Santa Marta ist, insbesondere im Bereich «El Rodadero» touristisch gut erschlossen. Viele Kolumbianer verbringen dort ihren Urlaub.

«Parque Nacional Natural» / «Playa Siete Olas», Tayrona

In Tayrona findet man viele schöne Sandstrände, der «Parque Nacional Natural Tayrona» erstreckt sich über rund 15’000 km2, während der westliche Teil eher karg ist, bieten die zentralen und östlichen Abschnitte schöne, weisse Sandstrände und viele Palmen.

Am Strand «Playa Siete Olas» in Tayrona sieht man das Meer gleich mehrfach brechen. Dreht man sich am Strand um, sieht man bei klarem Wetter die Sierra Nevada de Santa Marta mit den schneebedeckten Gipfeln von Pico Cristóbal Colon und Pico Simón Bolivar. Ein eiskalter Fluss fliesst direkt aus den Bergen ins Meer.

Wunderschöne Hotels gibt es in Tayrona hier:
http://www.ecohabsantamarta.com/

 

«Ciudad Perdida», Sierra Nevada de Santa Marta

Die Ruinenstadt «Ciudad Perdida» liegt ca. 40 KM südöstlich von Santa Marta inmitten der Sierra Nevada de Santa Marta und ist eine der grössten wiederentdeckten präkolumbianischen Städte Südamerikas. Die «Ciudad Perdida» lässt sich nur über einen Wanderweg erreichen und kann nur mit Führern besucht werden.

Barranquilla / Cartagena

Barranquilla ist die Hauptstadt des Departements Atlántico und die viertgrösste Stadt in Kolumbien. In Barranquilla befindet sich die Mündung des Rio Magdalena in die Karibik. Weltbekannt ist Barranquilla für den Karneval. Barranquilla ist eine Handels- und Industriestadt und bietet nicht sehr viele Sehenswürdigkeiten und gilt generell eher als «schmutzig».

Wesentlich schöner ist Cartagena, bzw. Cartagena de Indias mit der phänomenalen Altstadt. Cartagena ist die Hauptstadt des Departementos Bolivar und gilt als eine der schönsten Kolonialstädte von Südamerika. Zu empfehlen ist in Cartagena eine «Rumba en Chiva», eine Party im Bus, generell bietet das Nachtleben von Cartagena einiges zu erleben.

Weitere Orte

Kolumbien bietet sicherlich noch weitere tolle Orte, die ich allerdings noch nicht besucht habe. Da ich auch in den nächsten Jahren immer wieder meine Urlaube in Kolumbien verbringen werde, steht noch einiges auf der To Do Liste. Kolumbien bezaubert mich immer wieder von Neuem und ich freue mich bereits jetzt auf die nächsten Urlaubswochen in Colombia!

Viva Colombia!


Über den Autor:

Thomas Hutter ist renomierter Berater für grosse und mittlere Unternehmen, Organisationen und Agenturen im deutschsprachigen Raum, in den Bereichen Facebook Marketing und dem kommerziellen Einsatz von Facebook.


3 Comments

  • guten tag. wir planen eine zweimonatige reise, kolumbien wäre mein favorit. mein mann und ich waren schon viel als rucksacktouristen unterwegs auf der ganzen welt. nun haben wir zwei wilde jungs (3 und 5) dabei, was das reiseverhalten etwas verändert. wie ist die fortbewegung in kolumbien möglich, mal abgesehen von bussen? können autos gemietet werden? vielleicht kann mir hier geholfen werden? merci.

    • Liebe Rebekka
      Kolumbien mit Kindern ist toll! Grundsätzlich ist das Reisen mit dem Mietwagen nicht wirklich üblich und ich persönlich würde es auch nicht unbedingt empfehlen. Das Busnetz ist super ausgebaut und für längere Distanzen gibt es gute und günstige Inlandsflüge. Wir persönlich hatten vor Ort einen Guide mit Fahrer. Das kann ich nur empfehlen!
      Liebe Grüsse,
      Ellen

  • Ich muss Ihre Aussage zur comuna13 in Medellin korrigieren. Dies ist jetzt eine sehr sichere comuna. Viele Touren durchs Viertel werden täglich angeboten und man kann auch einfach alleine die Rolltreppen hochfahren. Dort ist es sicherer als zB in El centro.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .