Suche
Close this search box.

Glutenfreie Lasagne – köstliches Rezept aus Parma

Lasagne
Glutenfreie Lasagne - ein einfaches und feines Rezept
Inhalt

Meine liebe Freundin Ilaria aus Parma hat sich auf ihrem Blog Uno Chef per Gaia auf glutenfreie Rezepte spezialisiert. Sie gibt zudem Kochkurse und ist ein wahre Zauberin, wenn es um guten Geschmack geht. Ich hatte kürzlich die grosse Freude, sie in Parma zu besuchen – zudem durfte ich mir ein Rezept wünschen, das sie mir zeigen sollte. Ich liebe Lasagne! „Ein gutes italienisches Restaurant erkennt man an einer guten Lasagne“, so meine These. Ich koche gerne Lasagne – besonders, wenn Besuch kommt. Ich liebe solche Gerichte, die sich wunderbar vorbereiten lassen. Das Last Minute Küchenchaos bleibt aus und man steht nicht bis zum Türeklingeln gestresst am Herd. Kurz: Lasagne ist perfektes Gericht, für ein entspanntes Essen, auch in grosser Runde. Nur leider muss ich gestehen, dass ich mit meiner Pi mal Daumen Variante der Lasagne nicht 100 % zufrieden bin. Da gibt es noch Luft nach oben und so wollte ich unbedingt wissen, welche Geheimnisse sich hinter dem guten Geschmack einer echten italienischen Lasagne verbergen. Bei Ilaria gibt es natürlich eine glutenfreie Lasagne, die sich allerdings geschmacklich gar nicht vom Original unterscheidet.

Woher kommt eigentlich die Lasagne?

Man sagt, dass bereits die Römer Nudelstreifen geschichtet haben. Die Teigblätter wurden damals Nagana genannt. Mit etwas Fantasie kann man daraus Lasagna ableiten. Eine echte Lasagne konnten die Römer freilich noch nicht herstellen. Immerhin fehlte ihnen eine ganz bedeutende Zutat. Erst um das Jahr 1500 bracht nämlich Christoph Kolumbus die Tomate aus Südamerika nach Europa.

Vor nicht allzu langer Zeit ging ein grosser Aufruf durch die italienische Welt. Die Engländer wollten sich als Urheber der Lasagne proklamieren – ausgerechnet. In einem englischen Kochbuch aus dem Jahre 1390 fand man ein Gericht mit geschichteten Nudeln namens „Loseyns“. Da braucht man allerdings schon sehr viel Fantasie, um den Begriff Lasagna abzuleiten! Man kann sich vorstellen, was diese kühne These in der italienischen Welt auslöste. Ausgerechnet dieses Ur-Italienische Gericht, das gerne sonntags auf dem Tisch der Italienischen Grossfamilie steht, sollte in England seinen Ursprung haben?

Was für ein Glück, dass man zur Rettung der italienischen Kochehre in einem Kochbuch aus der Nähe von Neapel, dem „Liber de Coquina“ aus dem frühen 14. Jahrhundert ein Gericht mit geschichteten Nudeln (freilich immer noch ohne Tomaten) fand. Dieses Rezept war eindeutig älter, als das der Engländer. Vermutlich hatten also die Engländer bei den Italienern gespickt und so etwas wie eine kulturelle Aneignung betrieben. Eines ist sicher: Das Ur-Rezept für Lasagne stammt eindeutig aus Italien!

Nun aber zurück zur leckeren, glutunfreien Lasagne (natürlich mit Tomaten!) aus Ilarias Küche. Hier ist vom Teig bis zu den Saucen alles selbst gemacht. Wer möchte, der kann natürlich auf fertige Teigblätter zurückgreifen. Aber die selbstgemachte Pasta schmeckt tatsächlich um Welten besser.

Rezept für glutenfreie Lasagne für 6 Personen

Zutaten:

Zutaten für die Teigblätter (glutenfreie Pasta)

  • 200g Glutenfreies Pastamehl
    (falls es mit Gluten sein darf, einfach normales Weissmehl verwenden)
  • 2 Eier zu je 50g
  • 1 Teelöffel Wasser (falls der Teig zu fest ist)
  • 1 Prise Salz

Zutaten für die Fleischsauce

  • 1 kleine Zwiebel
  • 1/2 Stange von Stangensellerie
  • 1 kleine Möhre
  • 150g italienische Bratwurst (Salsiccia)
  • 250g gehacktes Schweinefleisch
  • 350g gehacktes Rindfleisch
  • 1/2 Glas Weisswein
  • 400g passierte Tomaten
  • 2 Teelöffel Tomatenkonzentrat
  • 30g Olivenöl
  • geriebener Parmesan
  • Salz und Pfeffer
  • 2 Lorbeerblätter

Zutaten für die Béchamelsauce

  • 40g Butter
  • 1l Milch
  • 80g Reismehl
  • geriebener Parmesan
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung der Fleischsauce

Sellerie, Möhre und Zwiebel fein hacken.

Olivenöl in einem Topf erhitzen, das gehackte Gemüse zufügen und anschwitzen.

Die Bratwurstfüllung zerkrümeln und mit anbraten. Danach das Fleisch hinzufügen und alles zusammen, unter ständigem Rühren, bei hoher Hitze anbraten.

Wenn alles gebräunt ist, mit Wein ablöschen.

Sobald der Weingeruch verflogen ist, mit Salz und Pfeffer würzen und die Tomatensauce, das Tomatenmark und die Lorbeerblätter beigeben.

Bei geringer Hitze unter gelegentlichem Rühren mindestens 2 Stunden lang köcheln lassen.

Italienische Sauce für Lasagne ohne Gluten

TIPP: Die doppelte Menge kochen und den Rest einfrieren.

Zubereitung glutenfreier Pastateig

Aus dem Mehl auf einem grossen Holzbrett einen Berg formen. Mit dem Löffel in die Mitte einen Krater drücken. Dort die Eier und die Prise Salz reingeben.

Mit einer Gabel langsam die Eier im Krater zerklopfen und vom Rand her mit dem Mehl vermengen. Schliesslich kneten, bis ein glatter Teig entsteht.

Glutenfreie Pasta

Den glutenfreien Pastateig in einem Plastikbeutel eine Weile ruhen lassen. Dann mit einer Pastamaschine verarbeiten oder alternativ mit dem Nudelholz dünn auswalzen und die benötigten Teigblätter zuschneiden. Die Teigblätter in Wasser kurz blanchieren und auf einem sauberen Küchentuch einzeln auslegen.

Zubereitung der glutenfreien Béchamelsauce

Die Butter in einem Topf schmelzen. Dann das Mehl mit einem Schneebesen unterrühren und darin anschwitzen. Unter ständigem Rühren 1 Liter heisse Milch angiessen und unterrühren. Das ganze kurz aufkochen lassen, bis eine gut sämige Sauce entsteht. Mit Salz, Pfeffer und Parmesan würzen.

Zubereitung der glutenfreien Lasagne

Den Boden der Form für die glutenfreie Lasagne erst mit einer Lage Béchamelsauce versehen. Dann eine Lage Pastablätter darauf legen. Auf die Pastablätter kommt dann etwas von der Fleischsauce – darauf dann etwas von der Béchamelsauce. Die Béchamelsauce ein wenig mit einer Gabel mit der Fleischsauce mischen. Etwas Parmesan darüber verteilen und mit einer weiteren Lage Pastablättern bedecken. So weiter verfahren, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Lage besteht nur aus der Béchamelsauce.

Die Lasagne bei 200 Grad etwa 20 Minuten bzw. so lange backen, bis sie goldbraun ist. Den Ofen ausschalten und die glutenfreie Lasagne darin für weitere 20 oder 30 Minuten ruhen lassen.

Glutenfreie Lasagne

Dann einfach geniessen.

En Guete!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.