Die schönsten Orte der Toskana – 9 Reiseblogger verraten ihre Lieblingsorte

Lieblingsorte in der Toskana
Reiseblogger und Journalisten verraten ihre Lieblingsorte in der Toskana, inklusive einem Ausflugstipp in der Umgebung und einem besonderen Tipp für reisefreudige Familien.

Für mich und meine Familie geht es im Sommer in die Toskana. Nachdem ich schon viele Jahre nicht mehr dort war, habe ich Fernweh nach Zypressenalleen, dem Duft der Pinienwälder, nach Olivenhainen und den romantischen Städten und Dörfern der Toscana. Als kleine Einstimmung und Inspiration habe ich Reiseblogger gebeten, mir Ihre Lieblingsorte in der Toskana zu verraten.

Dabei ist eine wunderschöne Sammlung mit einigen der schönsten Orte der Toskana (und einer Zugabe) entstanden. Am Liebsten würde ich jetzt gleich losreisen! Wer reist mit?


Antje von Mee(h)r erleben.de zieht es mit ihrer Familie nach Castagneto Carducci.

Castagneto Carducci – dörflicher Charme für Strandfans

Castagnetto Carducci
Ein traumhafter Blick ins Umland von Castagneto Carducci

Wenn wir in die Toskana fahren, zieht es uns immer wieder nach Castagneto Carducci. Der Ort setzt sich aus zwei Ortsteilen zusammen. Während Castagneto in der Ebene am Meer liegt, thront Carducci stolz auf den ersten Hügeln im Hinterland. Noch dazu hat sich das Dörfchen seinen bezaubernden Charme erhalten und es lohnt sich, durch die steilen schmalen Straßen zu bummeln. Der Blick über das Umland und die Küste ist atemberaubend. Am schönsten ist es, von dort oben den Sonnenuntergang über dem Meer zu beobachten – ein einmaliges Erlebnis!

Für Strandfans haben die langen Sandstrände rundum viel zu bieten. Die Mischung aus Badeurlaub und toskanischer Hügellandschaft bietet für uns alles, was ein schöner Urlaub in der Toskana braucht. Noch dazu liegen lohnende Ausflugsziele wie Bolgheri, Cecina, Elba, Pisa etc. in erreichbarer Nähe.

Hier geht es zum Artikel: Castagneto-Carducci: Toskana wie aus dem Bilderbuch


Ria von Ria on Tour.de schwärmt von der Insel Giglio.

Insel Giglio – entspannte Insel der Toskana

Giglio Porto
Im Hafen von Giglio – Giglio Porto
Die Toskana bietet nicht nur unzählige Highlights auf dem Festland an. Zu dieser Region in Italien gehören auch ein paar Inseln. Die vergisst man oft, wenn man über die Toskana redet. Natürlich sind Inseln, wie Capri und Elba, jedem ein Begriff. Aber zu den Inseln der Toskana gehören noch ein paar kleinere, unbekanntere Inseln. Und eine davon ist die Insel Giglio. Vielleicht kommt dem einen oder anderen der Name bekannt vor. Viele erinnern sich sicherlich an das Schiffsunglück der Costa Concordia. Dieses Kreuzfahrtschiff kollidierte im Jahr 2012 mit einem Felsen vor der Küste der Isola del Giglio. Aber die Insel Giglio sollte nicht wegen dieses negativen Ereignisses in den Köpfen der Menschen sein, sondern wegen ihrer Schönheit. Für mich ist die Insel Giglio ein Geheimtipp für alle, die gern für ein paar Tage Ruhe und Entspannung suchen. Ich war im Frühjahr 2018 für einen Tag auf der Insel und war sofort verliebt.
Warum es Ria so gut auf der Insel Giglio gefallen hat erfahrt Ihr hier: Isola del Giglio: Es muss nicht immer Sardinien oder Elba sein

Für Ilona von Wandernd.de gehört ein Abstecher in das Städtchen Fiesole bei einem Florenzaufenthalt auf jeden Fall dazu.

Fiesole – einer der schönsten Orte bei Florenz

Fiesole-Blick ueber Florenz
Von Fiesole bietet sich ein traumhafter Ausblick über Florenz

Fiesole liegt auf einem Hügel oberhalb von Florenz. Das Städtchen ist tatsächlich älter als die große Stadt zu seinen Füßen, wurde in der Geschichte aber irgendwann von der Neugründung im Tal überflügelt.

Bei meinen Florenzaufenthalten war ein Abstecher nach Fiesole aber immer ein Highlight – meiner Meinung nach ist es einer der schönsten Orte in und bei Florenz. Nicht nur, weil man von dort oben einen unglaublichen Blick ins Land und auf Florenz hat, sondern auch, weil man nirgends so gut im Gras liegen, dösen und das Dasein an sich vorbeiziehen lassen kann, wie auf dem kleinen Platz vor dem Franziskanerkloster. Schon Hermann Hesse lag hier dösend im Gras und meinte, Fiesole sei ein Ort, der ihm „wie wenige in der Welt teuer geworden ist.“ Dem kann ich nur zustimmen.

Die zwei, drei Stunden, die ich dösend in Fiesole in der Sonne verbringe, gehören zu einem Florenzaufenthalt einfach dazu. Danach geht es dann an die Piazza, wo ich noch einen Aperitivo nehme, bevor ich mit dem Bus zurück nach Florenz fahre.

Hier geht es zum Artikel: Fiesole: mein magischer Ort hoch über den Dächern von Florenz


Lena vom Reiseblog Family 4 travel war vor einigen Jahren mit ihrer Familien in Vinci unterwegs. Die kleine Stadt abseits der Hauptsehenswürdigkeiten hat es ihr besonders angetan.

Vinci – Leonardos Geburtsstadt

Vinci
Vinci ist der Geburtstort von Leonardo da Vinci

Leonardo da Vinci fasziniert mich seit meiner Kindheit – was liegt da näher, als in einem Toskana-Urlaub seinen Geburtsort zu besuchen? Der Ausflug in die Kleinstadt rund 30 Kilometer westlich von Florenz lohnt sich vor allem für jene, die dem frühneuzeitlichen Universalgenie echtes Interesse entgegenbringen. Das Leonardo-Museum zeigt Modelle seiner mechanischen Entwürfe, die der Autodidakt als Ingenieur, Architekt und Wissenschaftler aufgezeichnet hat. In seinem etwas außerhalb gelegenen Geburtshaus, das über einen drei Kilometer langen Fußweg mit dem Stadtzentrum verbunden (und natürlich auch mit dem Auto zu erreichen) ist, steht er in einer neu konzipierten Multimedia-Ausstellung als Maler und als Mensch im Fokus.

Unser Besuch liegt schon etliche Jahre zurück, und mit noch sehr kleinen Kindern haben wir vor allem die entspannte Atmosphäre der kleinen Stadt abseits der Hauptsehenswürdigkeiten auf uns wirken lassen. Allein schon ein kleiner Spaziergang durch die schmalen Gassen und den Leonardo-Park mit herrlicher Aussicht auf die bewaldeten Hügel rings umher macht Vinci zu einem gelungenen Ausflugsziel.


Inge und Heinz von Travelexperience.ch schwärmen von Borgo San Felice, einem Hoteldorf bei Siena

Borgo San Felice – ein altes Dorf neu belebt

Borgo San Felice
Das einladende Hotel-Dorf Borgo San Felice

Das romantische, mittelalterliche Borgo San Felice liegt gerade mal eine halbe Stunde von Siena entfernt und hat ein ganz und gar nicht altertümliches Innenleben. Die Wohnräume strahlen zwar noch das ursprüngliche Flair aus, aber es wurde alles modernisiert. Samt Kirche, Restaurant, Weinkeller und Gemüsegarten ist das Hotel-Dorf ein Musterbeispiel toskanischen Lebensstils. Ob Dolcefarniente oder Ausflüge ins Land: Borgo San Felice hat uns als Ausgangsbasis sehr überzeugt. Natürlich kann man auch nur für ein Mittagessen einkehren oder im Weinkeller einen feinen Tropfen erstehen.

Hier geht es zum Artikel: Toskana-Borgo San Felice


Sabine von Reisespatz.de gefällt das romantische Val d’Orcia besonders gut.

Val d’Orcia – Mein Geheimtipp in der Toskana

Bagnio di San Fillipo
Das Bagnio di San Fillipo

Im Herzen der Toskana liegt das bezaubernde Val d’Orcia. Hier wechseln sich liebliche Landschaften mit romantischen Städtchen ab. Nicht umsonst wurde das Tal 2004 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt. Beim Bummel durch die Gassen von Radicofani, Pienza oder Montepulciano fühlt man sich zurückversetzt in längst vergangene Zeiten. Weinliebhaber kommen in Montalcino voll auf ihre Kosten. Kinder werden ihre Freude im Bagnio di San Fillipo mit seinen weiß schimmernden Sinterfelsen und dem warmen Thermalwasser haben. Naturliebhaber wandern oder radeln durch die sanft geschwungene Landschaft. Im Val d’Orcia ist für jeden etwas dabei!

Hier gibt es weitere Tipps: 6 Geheimtipps in der Toskana


Tanja von Spaness.de hat Lucca für sich entdeckt.

Lucca – eine Stadt zum Verweilen

Lucca
Lucca ist eine gemütliche Kleinstadt

Wir waren im letzten Frühling im Norden von Italien (als Roadtrip) unterwegs.

In der Toskana standen dabei Florenz, Pisa und Lucca auf unserem Programm. Besonders begeistert hat uns dabei wirklich Lucca – als Gegensatz zu den touristischen Hotspots Florenz und Pisa.
Im Frühling sind in Lucca sehr wenig Touristen unterwegs. Wir haben einen Stopp von 4 Tagen in Lucca eingelegt und sind dabei auch in die umliegende Region gereist. Lucca hat eine sehr hübsche Altstadt. Es geht sehr gemütlich zu und es hätte mich nicht gewundert, wenn plötzlich eine echte „italienische Mama“ aus der Tür geschaut hätte, um ihre Familie zum Essen zu rufen… 🙂
Obwohl es in Lucca auch einiges zu entdecken gibt (Botanischer Garten, Palazzo Mansi, Stadtmauer, Torre Guigini u.v.m) wirkt das Leben in Lucca absolut gemütlich und entspannt.

Viele kleine Lokale, Straßencafes und Plätze in der Stadt laden zum Verweilen ein. Die verwinkelten Straßen und Gassen wollen erkundet werden. Für mich strahlt die kleine Stadt Lucca Toskana-Feeling pur aus.

Den ganzen Bericht dazu findet Ihr hier: Lucca Reisetipps


Jessica schreibt auf ihrem Blog Yummy Travel über kulinarische Überraschungen, Kochkurse und Food Touren auf der ganzen Welt. Immer mit einer Prise Kultur und dem Focus auf Slow Travel und Individualreisen. Sie empfiehlt einen kleinen Abstecher nach San Marino:

San Marino – Ein Abstecher über die Grenze der Toskana

Besonders lohnenswert ist ein kleiner Abstecher von der Toskana nach San Marino. Der Zwergenstaat, inmitten Italiens schönster Landschaft ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Es macht Spaß durch die Festung und das kleine Land zu laufen. Hier befindest du dich knapp 800 Meter über dem Meer und das wiederum heißt, du hast einen wunderbaren Ausblick.

San Marino ist natürlich bei Touristen sehr beliebt, du solltest früh anreisen oder am späten Abend kommen. Ich würde dir Ersteres empfehlen und den Morgengrauen nutzen um die kleine Stadt zu erkunden. Packt dir auf jeden Fall gute Schuhe ein, denn San Marino ist hügelig und verfügt über steile Straßen und Gassen. Insgesamt solltest du schon einen halben Tag für deinen Besuch in diesem wunderbaren kleinen Land einplanen.

Ein besonderer Tipp ist es auf dem Parkplatz am Parkautomat mit einem großen Schein zu bezahlen, so bekommst du Wechselgeld in Form von zwei Euro Münzen. Das besondere daran: die Münzen haben die San-Marino-Prägung, die gar nicht so einfach zu bekommen ist. So kannst du dir ein einzigartiges Andenken mit nach Hause nehmen. Solltest du zufällig dein Pass in der Tasche haben dann kannst du dir in der Touristen-Information in San Marino einen ebenfalls seltenen Stempel abholen.


Und zum Schluss gibt es von Geraldine noch einen besonderen Tipp für Familien.

Geraldine Friedrich ist freie Journalistin und schreibt Reisereportagen für Medien in Deutschland, Österreich und in der Schweiz. Zudem textet die Diplom-Betriebswirtin für Unternehmen. www.text-baselblick.de

Ferien mit Kleinkind: Idealer Mix zwischen erholsamen Strand- und Kultururlaub

Golfo del Sole

Als unser Sohn vier Jahre alt war, haben wir im Reka-Dorf Follonica in der Toskana unsere Sommerferien genossen. Reka – das ist Abkürzung für die Schweizer Reisekasse. Die Reka ist genossenschaftlich organisiert, ihr gehören insgesamt 13 sogenannte Reka-Dörfer, die fast alle in der Schweiz liegen, die meisten davon in ausgesprochen schöner Lage. Nur eins davon liegt außerhalb der Schweiz direkt am Mittelmeer und das ist das Resort Golfo del Sole bei Follonica. In der großen Anlage hat man die Qual der Wahl, sowohl was die Unterkunftsform und deren Anlage angeht. Es gibt Apartments und Hotelzimmer, ich persönlich würde zu einem Apartment mit Selbstversorgung direkt am Meer raten. Allerdings sind die schönen Bungalows direkt am Meer auch die teuersten und eignen sich eher nur für kleine Familien mit maximal einem Kind. Auch sind die Preise während der Schweizer Ferienzeiten besonders hoch. Wer hier ausweichen kann, kann eine Menge Geld sparen.

Besonders gut hat uns und vor allem unserem Sohn die Vormittagsbetreuung gefallen. Unser Vierjähriger ging mit Begeisterung zu den deutschsprechenden italienischen Betreuerinnen, bastelte Piratenhüte und machte Kinderyoga. Abends tanzte unser Filius nach anfänglichem Zögern auch gerne bei der Kinderdisco auf der Bühne mit. Der absolute Knaller war eine Schaumparty.

Etwas befremdlich fand ich zunächst die jedem Apartment fix zugeteilten Liegen samt Sonnenschirm, doch dafür entfällt der Besetzungskampf per Handtuch. Und da die toskanische Sonne brennt, macht sich auch der Sonnenschirm sehr bezahlt. Der Strand war flach, also kleinkindkompatibel und wurde jeden Morgen gereinigt. Grundsätzlich sind wir eher früh morgens und abends an den Strand, tagsüber war es dafür im August zu heiß. Wir haben auch Ausflüge nach Siena und die umliegenden Gemeinden und Strände unternommen. In Italien liegen ja Kultur und Strandfreuden immer nah beieinander. Und das ist mir persönlich auch ganz wichtig: Nur zwei Wochen am Strand liegen oder reiner Retorten-Cluburlaub mit 100 Prozent Kinderbespaßung wäre mir zu wenig. Daher finde ich die Lage in Follonica am Meer inmitten der Toskana ideal. Ich würde auf jeden Fall die Anreise mit dem PKW oder einen Mietwagen empfehlen, damit man entspannt die Umgebung erkunden und auch seine Einkäufe stressfrei erledigen kann. Wir haben auf dem Hin- und Rückweg jeweils einmal in Mailand übernachtet, damit die Fahrerei nicht so elendslang ist.


Habt auch Ihr Lieblinsorte in der Toskana? Wenn ja welche und was ist an ihnen besonders?

Mit sonnigen Grüsse,
Eure Patotra

1 Comment

  • Was für ein schöner Artikel, der viele Erinnerungen wachrüttelt. Ich habe Anfang der 80er viele Monate am Argentario verbracht. von Porto Santo Stefano aus gelangt man ja nach Giglio. Liebe Grüße aus Salzburg, Claudia

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