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Slowenien – ein grüner Genuss

Slowenien als Reiseziel für Wellness und viel Genuss. Ein Reisebericht mit vielen Empfehlungen rund um Kulinarik, Hotels und Wellness
Inhalt

*Gastbeitrag von Matthias Müller*

Slowenien ist eine Insel. Wie bitte, was? – fragen Sie sich jetzt – zu Recht. Schliesslich grenzt das kleine Land mit etwas über 2 Millionen Einwohnern an Österreich, Ungarn, Kroatien, das Mittelmeer und Italien. Slowenien ist kein Balkanstaat – gehört zur EU, ganz am Rande. Inmitten dieser Länder ist Slowenien eine wunderbar grüne Insel.

Unsere Reise führt uns als erstes vom Flughafen am Rande der Hauptstadt Ljubljana gegen Osten zur Rimske Terme. Und bereits auf der Fahrt entdecken wir Sloweniens grünes Herz – Wälder soweit das Auge reicht. Über 60% der Landesfläche bedecken Wälder. Natürlich sind diese im November auch hier kunterbunt, aber das Gefühl der Nähe zur Natur kommt sehr schnell auf. Slowenien verfügt nicht über den Platz für Massentourismus, sondern bietet vielerorts gehobenen Genuss für kleine Reisegruppen, meint unsere Reiseführerin. Auch dies macht mir das Land irgendwie sofort sympathisch.

Mein Geheimtipp auf der Route:
Die Mittagsrast machen wir bei Dvor Jezeršek, einem Familienbetrieb, der in der zweiten Generation geführt wird. Da treffen wir auf das Label SLOVENIA GREEN, welches nachhaltige Orte auszeichnet. Auf dem Gelände gibt’s neben einem kleinen Hotel und einem Bauernhof auch noch eine Kochschule, wo angehende (Spitzen-)Köche ausgebildet werden. Und das schmeckt vorzüglich!

In Dvor Jezeršek

Rimske Therme – die Therme im Berg

Das Motto unserer Reise lautet «Wellness und Gastronomie». So kommen wir in der architektonisch imposanten Rimske Therme auch gleich in den Genuss einer angenehm entspannenden Massage und eines heissen Tees. Danach geniesse ich das Eindunkeln bei einem Laško auf der Terrasse. Später werden wir mit einem exzellenten 6 Gänge Menü verwöhnt.

Die in den Berg hinein gebauten Bäder, die nach dem Vorbild römischer Bäder konzipiert sind, verbinden 3 Hotels, 2 Restaurants, ein Kongresszentrum, verschiedene Thermalbäder, Saunas, ein Fitnessbereich und bieten eine wunderschöne Aussicht über die unberührt scheinenden Wälder der Umgebung. Die Therme war lange Zeit ausschliesslich der gehobenen Elite zugänglich. In Kriegszeiten als Lazarett und zur Erheiterung von Offizieren dienend, wurde das Resort 2010/2011 totalsaniert und ist seither öffentlich zugänglich.

Den zweiten Tag beginne ich im Thermalbad. Das Bad im Heilthermalwasser wirkt wohltuend auf meinen Körper. Durch den regnerisch kühlen Morgen zu schwimmen ist ein einmaliges Erlebnis. Vor der Weiterfahrt kosten wir am Brunnen vor dem Haupteingang noch das sehr mineralhaltige Thermalwasser und ich bin überrascht, dass es nicht nach faulen Eiern riecht und schmeckt.

Celie – eine Stadt voller Geschichte und Geschichten

Über Celie, auf der alten Burg, erwartet uns Sascha, unser Guide für Celie, ein wahrer Geschichtenerzähler. Die Burg hat viele Herren und Schlachten gesehen. Sehr speziell finde ich die jeweils angewendete Verteidigungstaktik. So wurde der Feind nämlich nicht ausserhalb der Burg bekämpft, sondern im Gegenteil durch das offene Tor zum Eintreten eingeladen, damit man ihn dann von sieben Seiten – von den sieben Türmen aus – unschädlich machen konnte. Im Sommer finden auf der Burg zahlreiche Konzerte, Vorstellungen und Events unter freiem Himmel statt. Die unglückliche Liebe zwischen Friedrich II. und Veronika von Deschenitz wird zuweilen als Musical aufgeführt und füllt die Burg bis auf den letzten Zuschauerplatz.

Die Burg von Celie

In der Stadt laufen wir über den Bahnhofsplatz, wo gerade die Feierlichkeiten zum St. Martinstag vorbereitet werden. Wir besuchen das Touristeninformationszentrum, wo unter Glasboden gut erhaltene Ausgrabungen aus der römischen Zeit zu bestaunen sind. Celie bietet zahlreiche Plätze, Museen, Kirchen und Fundstätten von Architektur aus vergangenen Zeiten. Aber nicht nur das, in Celie gab es sogar mal pinke Krokodile. Das war nämlich so: als die Deutschen Herrscher entschieden, im Fluss Savinja, getrennt ein Frauen- und ein Männerbad zu bauen, kamen findige Slowenen auf die Idee einen gemischtgeschlechtlichen FKK-Strand zu eröffnen. Die starken slowenischen Frauen waren aber von der Idee gar nicht so sehr angetan, so dass da halt hinterher ausschliesslich alte, schrumpelige Männer nackt badeten – eben die pinki krokodili.-)

Celie

Meine Geheimtipps für Celie:
Das Lalu Bistro, wo wir lokale Köstlichkeiten in unkompliziert gemütlicher Atmosphäre genossen. Besteck und Serviette findet ihr da nicht auf dem, sondern im Tisch – aber lasst euch am besten selbst überraschen…

Lokale Biere geniesst man in der Bar mit dem tollen Namen Tamko Učiri was, frei übersetzt, etwa so viel heisst, wie «da, wo ich gestern war»…

Das Schloss im Fluss

Gefühlt, viel zu früh verabschieden wir uns von der vielseitig spannenden Kleinstadt – doch unser nächstes Ziel hat es auch in sich. Nämlich das Relais & Châteaux Hotel Grad Otocec. Da werden wir im Schloss übernachten…

Unterwegs besuchen wir erst noch das Weingut Šuklje, wo die sympathische Gastgeberin uns direkt im Rebberg ihre lokalen Weine ausschenkt. Den fruchtig, trockenen Rosé, unseren Starter, küren wir in der Runde zum Favoriten. Auch der süsslich leichte Weisswein trägt eine schöne Note. Und wie ein Sprichwort besagt: «wenn du modra frankinja trinkst, trinkst du weise»… Die Weine kann man übrigens auch in der gleichnamigen Weinbar direkt in Ljubljana degustieren und geniessen.

Weingut Šuklje

Am Abend beziehen wir dann unser spektakuläres Nachtquartier. Das Schlosshotel Grad Otocec liegt ruhig und majestätisch auf einer Insel im Fluss Krka und bietet 15 äusserst luxuriöse Zimmer und Suiten. Es gehört zu einer Kette, die Wellness und Sport verbindet – unter anderem auf dem nahegelegenen 18-Loch Golfplatz.

Ein weiteres Mal kommen wir in den Genuss eines äusserst hochstehenden Gastro-Angebots. Die Abendküche hat Gault Millau-Qualität und das Frühstück ist üppig – lässt keine Wünsche offen.

In der Gäste-Foto-Galerie entdecken wir zudem die ein oder andere berühmte Persönlichkeit. Das Hotel kann nämlich auch exklusiv gebucht und zum Beispiel mit dem Helikopter direkt angeflogen werden. Des Nachts, schlafe ich wie ein kleiner Prinz, trotz des ein oder anderen gespenstischen Knarrens vor dem Einschlafen.

Therme Olimia – ein Spa wie ein Labyrinth

Unseren dritten Tag beginnen wir mit einem Spaziergang durch Kostanjevica na Krki. Der kleine, verträumte Ort liegt gänzlich vom Fluss Krka umwunden auf einer Insel inmitten gebirgiger Wälder.

Kostanjevica na Krki

Im Sommer können hier Kayaks für Flusstouren gemietet werden. Nach kurzer Fahrt erwartet uns die Galerija Božidar Jakac mit dem Holzskulpturenpark Forma Viva. Der Namensgeber – so etwas wie der Claude Nops der slowenischen Kunst – hat da über Jahre hinweg mit Freunden, Bekannten und Künstlern ein zerbombtes Kloster wieder aufgebaut und in ein Kunstmuseum verwandelt. Alleine das imposante Gebäude und seine Geschichte ist einen Besuch wert.

Galerija Božidar Jakac

Mittags rasten wir am Rande der velofreundlichen Stadt Novo Mesto, welche wir auf dieser Reise leider nur streifen. Die Hiša Fink bietet Gault Millau Küche und lokale, sowie internationale Weine zu fairen Preisen. Im Sommer ist das Restaurant auch dank der kleinen Terrasse mit Sicht auf Fluss und Stadt definitiv ein Geheimtipp.

Zum Abschluss eines ereignisreichen Tages erreichen wir Podčetrtek, wo wir im riesigen Wellnesszentrum Orhidelia im Hotel Sotelia einchecken. Die Therme Olimia bietet mit mehreren Hotels und Restaurants unterschiedlicher Kategorie, Innen- und Aussenbäder, Saunalandschaften, Rutschbahnen und zahlreichen Massage- Fitness- und Wellness-Angeboten für jede Zielgruppe etwas – ob Familie mit Kindern, Paare oder Singles.

Therme Olimia

Wir lassen unsere Seele bei einer Schokoladen-Massage so richtig baumeln. Und die anschliessende Gong-Therapie eröffnet mir eine ganz neue Welt; Entspannung auf höchster Stufe!

Da sich die einem Labyrinth ähnlichen Gänge in kurzer Zeit nicht erschliessen lassen und auch die Umgebung mit Velowegen und diversen naheliegenden Sehenswürdigkeiten – zum Beispiel einem Hirschpark – viel zu bieten hat, empfiehlt es sich, hier 2 bis 3 Tage zu verweilen.

Ljubljana ganz zum Schluss

Der letzte Tag unseres Kurztrips führt uns zurück in die Hauptstadt. Ljubljana hat wirklich alles zu bieten, was das Herz begehrt. Ich kann die 280’000 Einwohner zählende Stadt auch für eine Städtereise übers verlängerte Wochenende absolut empfehlen. Die Altstadt rund um die auf dem Hügel über der Stadtmitte thronenden Burg ist fast vollständig Fussgängerzone.

Der Ausblick vom höchsten Turm der mittelalterlichen Festung ist sehr imposant. Spannend ist auch der direkte Zugang via eine kleine Standseilbahn direkt aus dem Stadtzentrum.

Wir flanieren gemütlich durch die Gässchen, wo Geschichte direkt an Moderne grenzt. Bars, Clubs, Restaurants, traditionelle Läden mit slowenischer Handwerkskunst, internationale Brandstores und Museen, alles ist bequem zu Fuss zu entdecken.

Mein persönliches Fazit zu Slowenien

Die slowenische Küche empfand ich ganz allgemein als Hochgenuss; lokal, saisonal, mit viel Liebe gemacht und präsentiert. Von der Kartoffel-Curry-Suppe, über die Ententerrine auf Preiselbeersauce, dem Dorsch in Kräuterpanade bis hin zu den wunderbaren Dessertkreationen – z.B. Kürbiseis. Der Gourmet kommt hier jederzeit voll auf seine Kosten.

Slowenien ist ausgesprochen vielseitig, sportlich und total naturnah. Überall, wo wir hinkamen gabs Fahrradwege und anderweitige sportliche Aktivitäten. In den Städten kommt auch der Fussgänger nicht zu kurz. Die Attraktionen liegen äusserst nah beieinander. Am Vormittag Ski fahren und abends am Strand Seafood geniessen – wo sonst ist dies möglich?

Einen so unbändigen Drang, an einen Ort zurückkehren zu wollen, um noch mehr zu entdecken, verspürte ich bisher nur auf Insel-Reisen; auf Madagaskar, La Reunion oder Curaçao (hier geht’s zu Ellens wunderschönem Bericht) …

Ich, für mich, kann das Motto des slowenischen Tourismus-Verbands definitiv bestätigen: I FEEL SLOVENIA.

Text: Matthias Müller. Fotos: Matthias Müller und Patotra

Lesetipp:

Ein weiterer Beitrag über eine genussvolle Reise in Slowenien: Geheimtipp Slowenien – märchenhafter Genuss und Wellness im Land des Drachens


Offenlegung: Diese Reise fand auf Einladung von Slowenien Tourismus statt.


     

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