Spiekeroog – ein Inseltraum

Eigentlich wollten wir uns gaaanz viel anschauen auf Spiekeroog. Okay, zugegeben so wahnsinnig viel gibt es auf einer Insel mit 18,25 qkm Fläche und rund 800 Einwohnern nicht zu sehen, aber ein tagfüllendes Programm bekommt man ohne weiteres schon zusammen.

Irgendwie kam aber alles anders als geplant.

Bei wolkigem Himmel startete am späten Vormittag von Neuharlingersiel nach Spiekeroog, einer der ostfriesischen Inseln. Gebucht hatten wir die Überfahrt inklusive Besichtigung der Seehundbänke und Inselaufenthalt. Natürlich wollten wir die Seehundbänke sehen und reif für die Insel bin ich immer. Die Fähre war gefüllt mit ausflugsfreudigen Touristen und wir waren froh, dass wir frühzeitig am Fährhafen ankamen und einen Sitzplatz ergattern konnten. Es war kühl an Deck und unsere Pullover und Regenjacken leisteten uns gute Dienste.

Nach einer kurzen Fahrzeit von etwa 30 Minuten, hatten wir die Seehundbänke schon erreicht. Da lagen sie im Sand, oder robbten auf ihre unbeholfene Art am Sandstrand und entlockten den zahlreichen Zuschauern auf den Decks damit ein freudiges Lächeln. Wer wird bei diesen herzigen Knopfaugen nicht schwach? Ein paar Runden drehte das Boot noch und die Seehunde liessen sich mit stoischen Gelassenheit beäugen, während die Passagiere an Bord hauptsächlich damit beschäftigt waren den Platz mit der besten Aussicht zu finden.

Seehundbank

Wenige Minuten später war der Spuk schon wieder vorbei und das Boot nahm Kurs auf Spiekeroog.

Weisse Sandstrände, hohe Dünen und ein paar Dachgiebel, die zwischen den Dünen hervorlugten, waren schon von weitem zu sehen. Kaum hatte das Boot im Hafen angelegt, strömten die erkundungsfreudigen Touristen von Bord und auf die Insel. Na, das kann ja heiter werden, dachte ich.

Spiekeroog ist eine autofreie Insel und so war der kleine Ort zu Fuss vom Hafen in wenigen Minuten erreicht. Einladende Restaurants mit liebevoll dekorierten Eingängen, gemütliche Läden mit hübschem Nippes und gepflegte Blumengärten, deren blühende Pracht ihresgleichen sucht, buhlen hier um die Aufmerksamkeit der Besucher.

Spiekeroog

Spiekeroog Dorfansichten-2

Vom mittäglichen Hungergefühl fremdbestimmt, zog es uns zum Restaurant. In der urigen Spiekerooger Teestube genossen wir Krabben und Co.

Resatuarant Spiekeroog

Krabben

Nach dem Essen hatten sich die Wolken fast verzogen. Gesättigt und zufrieden starteten wir auf unsere Erkundungstour. Auch die Touristentraube aus dem Boot hatte sich mittlerweile angenehm verteilt.

Ich will ans Meer – mehr will ich nicht! Also auf direktem Weg dorthin. Nach einem kurzen Abstecher zum „Utkieker“, einer Statue, die, wie der Name sagt, die Aussicht über die Dünenlandschaft der Insel geniesst, war der Strand bald erreicht.

Utkieker

Blick Spiekeroog

Das Dünengras bog sich im Wind und der Weg die Sanddünen hinunter gab bald den Blick auf den breiten, hellen Sandstrand und die blau-weissen Strandkörbe frei. Wie zufällig stehen die Strandkörbe in ihrer Ungeordnetheit am Strand.

Strand Spiekeroog-2

Die Wolken hatten sich mittlerweile ganz verzogen und der Himmel leuchtete in strahlendem blau. Das Meer weiter vorne war glasklar und meine Füsse genossen es von Wellen umspült zu werden. Zu dumm aber auch, dass ich die Badesachen nicht eingesteckt hatte. Das Wetter sah am Morgen gar nicht danach aus.

Inselliebe-2

Insel Nordsee-2

Wir setzten uns auf unsere Jacken und genossen den Strand, den Blick auf das Meer und die leichte Brise, die uns fast zärtlich durch die Haare fuhr. Bunte Drachen tanzten am blauen Himmel. Eigentlich hatten wir sooo viel vor, aber jetzt war alles anders. Wir wollten einfach bleiben, die Ruhe und den Augenblick geniessen. Wir waren reif für die Insel. Und wir genossen sie!

Erst die Lust auf ein Eis lockte uns wieder wieder etwas vom Strand weg. In der Eisdiele Bunte Kuh gönnten wir uns ein leckeres Eis.

Im Insel-Entspannungsmodus angekommen und in dem Wissen, dass wir noch genügend Zeit hatten, machten wir uns auf den Weg zum Nationalparkhaus Wittenbühl. Das Nationalparkhaus, in dem sich alles um das Wattenmeer und seine Bewohner dreht, liegt etwas ausserhalb und ist vom Strand in etwa einer halben Stunde Fussmarsch erreicht.

Spiekeroog Pferde

Nationalparkhaus1

An der Decke sorgt ein riesiges Pottwal-Skelett für den „wow Effekt“ bei Gross und Klein. Eine kurzweilige Ausstellung mit vielen sehr kindgerechten Stationen zum ausprobieren, anfassen und begreifen lässt die Zeit vergessen. Nach einen Rundgang und einer Tasse Tee wurde es bereits Zeit für den Rückweg. Die tief stehende Sonne tauchte die grünen Wiesen und die erikabewachsene Dünenlandschaft in ein weiches Licht. Diese Ruhe! Zu gerne wäre ich noch länger geblieben.

Bevor es endgültig Zeit wurde zum Hafen zu gehen, genossen wir noch ein exzellentes Fischbrötchen im Restaurant Meeresfrüchtchen und einen letzten, kleinen Rundgang durch das schmucke Dorf.

Restaurant Spiekeroog-2

Kirche Spiekeroog

Impressionen Spiekeroog

Die aufziehenden Wolken malten dramatische Bilder in den Himmel und die Segelboote im Hafen wogten sanft im Abendwind hin und her. Leider verschwand der Inseltraum, während uns auf der Fähre der Fahrtwind die Haare zerzauste, irgendwann am Horizont.

Himmel Spiekeroog-2

Im Hafen Spiekeroog-2

Adieu du kleiner Inseltraum! Wir kommen bestimmt wieder!

Fazit:

Die meisten kleinen Inseln haben ein ganz besonderes Flair. Inseln sind ein Kosmos für sich. Genau darum liebe ich Inseln so. Auch Spiekeroog hat mich mit seinem blühenden, blumigen Charme sofort in seinen Bann gezogen.

Dem Inselgefühl konnten sich auch meine beiden Jungs nicht entziehen. Es war ein wunderschön entspannter Tag auf Spiekeroog, obwohl wir eigentlich soo viel vor hatten. Manchmal muss man sich durch den Zauber des Augenblicks ausbremsen lassen.

Ich wünsche Euch viele schöne Insel -Erlebnisse und Zeit diese zu geniessen – vielleicht sogar auf Spiekeroog.

 

Mit sonnigen Grüssen,

Eure Patotra - klein

 

Watt Spiekeroog

Extratipps:

  • Weiter Infos zu Spiekeroog: www.spiekeroog.de
  • Unbedingt für jedes Wetter gerüstete sein und im Sommer immer die Badesachen mitnehmen, auch wenn es nicht nach Sonne aussieht.
  • Sonnencreme nicht vergessen!
  • Einen Drachen mitnehmen!
  • Hingehen und geniessen!

Menr über Spiekeroog findet Ihr bei Travelexperience.


Offenlegung: Diese Reise wurde von der Deutschen Zentrale für Tourismus und dem DJH Resort Neuharlingersiel unterstützt


 

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.