Südtirol – Biohöfe kulinarisch köstlich und kreativ

Ferien auf dem Bauernhof in Suedtirol

Auch wenn Südtirol eine wunderschöne Wandergegend ist, macht es grade in den Ferien Spass neue Pfade zu entdecken.

Ein paar ganz besondere Highlights unserer Entdeckungsreise durch Südtirol habe ich Euch in der Folge zusammengestellt.

Schnitzkurs am Thalerhof in Feldthurns

Das war für unsere Kinder einstimmig das Highlight unserer Reise nach Südtirol.

Oberhalb Feldthurns auf 900 m Höhe, mit traumhaftem Blick auf die Dolomiten, liegt der Thalerhof. Hier zeigte uns Bildhauer Herbert Kerschbaumer stolz seinen Biohof. Zwei grosse, familienfreundliche Ferienwohnungen gibt es auf dem Hof. Im Garten ein Kneipp Becken und ein grosses Trampolin für die Kinder. Neben den Kühen, die den Sommer auf der Alm verbringen, gehören auch 11 ha Wald zum Tahlerhof.

Thalerhof Feldthurns

Von dort stammt auch der Rohstoff für das ganz besondere Vergnügen.

Holzschnitzer

In seiner Werkstatt, deren Wände behangen mit prächtigen Kunstwerken, Holzbildern, Marienfiguren, kleinen geschnitzten Edelweissblumen sind, warteten schon drei Bretter aus Lindenholz auf unsere Kinder. Aus ein paar Vorlagen dürfen sie sich ein Motiv aussuchen und das auf das Brett übertragen.

Schnitzen Suedtirol

Während sich Tom, der Hobbyangler, natürlich einen Fisch aussuchte, wählten die anderen beiden passend zum Urlaub auf dem Bauernhof ein Kälbchen. Ich hatte zwar Bedenken, dass die Vorlagen etwas zu schwierig sein könnten, sagte aber nichts. Unter der fachkundigen Anweisung von Herbert begannen sie fleissig zu schnitzen. Ab und zu, wenn es ganz schwierig wurde, half der Meister ein wenig mit. Herbert Kerschbaumer hat das Schnitzhandwerk von der Pike auf gelernt und vier Jahre die Berufsschule für Holzbildhauer besucht. Faszinierend zu sehen, wie er einfachen Holzstücken innert kürzester Zeit und scheinbar mühelos Leben einhaucht.

Holzbildhauer Kerschbaumer
Holzbildhauer Herbert Kerschbaumer

Nach drei Stunden präsentierten unsere Kinder, mit recht ganz stolz, ihre Werke.

Sind sie nicht wunderschön geworden? Eine bleibende Erinnerung an sehr schöne Ferien!

Schnitzkurs Thalerhof

Eine weitere Entdeckung die besonders uns Eltern begeistern konnte, fanden wir weiter südlich in Oberplanitzing.

Bio-Weingut St. Quirinus

Unweit des Kalterer Sees präsentiert sich ein deutlich mediterranes Landschaftsbild. Unzählige Weinberge durchziehen die Landschaft und die Luft duftet, den nahen Bergen zum Trotz, nach Süden, nach Ferien.

Kaltern Wein

Inmitten dieser grünen Landschaft liegt das Bio-Weingut St. Quirinus. Während wir Eltern eine Weinprobe genossen, hüpfen unsere beiden Jungs erst mal begeistert in den Pool.

Vier moderne Ferienwohnungen für 2 bis 6 Personen sind in dem, nach baubiologischen Kriterien vor wenigen Jahren erbauten Haus beherbergt. Die moderne Architektur passt sich wunderbar in das Landschaftsbild ein.

Hofladen St.Quirinus

Die wunderschöne Aussicht auf die Bergwelt und die äusserst herzlichen Gastgeber tun den Rest, damit wir uns gleich wohl fühlten.

Bio Weingut St. Quirinus

Wir genossen die köstlichen Bio-Weine und dazu eine leckere Jause. Die Kinder, die sich nach dem Badespass auch wieder zu uns gesellten, wurden mit einem feinen, selbstgemachten Melissen-Minzsirup verwöhnt. Ein Ort zum geniessen!

Weinprobe Kaltern

Wie der Funtnatscherhof gehört auch dieser Hof dem Südtiroler Bauernbund „Roter Hahn“ an.

Wein Kalterer See

 

Der Montiggler See

Ganz in der Nähe des Weingutes St. Quirin ludt der Montiggler See an diesem heissen Sommertag zu einem erfrischenden Bad ein. Wir waren Anfang Juni dankbar über die Abkühlung. Im Westen des grossen Sees befindet sich ein öffentliches Schwimmbad mit Seezugang. Es hat schon etwas Besonders in einem See mitten im Wald mit Blick auf die Dolomiten zu schwimmen.

Montiggler See

Den Eintritt fand ich allerdings recht teuer (7 Euro Erwachsene und 3,50 Euro für Kinder unter 15 Jahre / Stand Juni 2015).

 

Buschenschak Luggin Steffelehof

Einen wunderschönen Abend durften wir danach im Buschenschank in Kaltern verbringen.

Luggin Steffelehof Kaltern

Lediglich rund 40 Buschenschankbetriebe haben es bislang geschafft, den hohen Qualitätsanforderungen des „Roten Hahns“ zu genügen. Der Luggin Steffelehof ist einer davon. Mit viel Herzblut werden hier ausschliesslich regionale Köstlichkeiten aus überwiegend hofeigener Produktion und auch eigener Wein angeboten. Man spürt sofort, dass Hermann Luggin seinen Biohof mit viel Liebe und Passion führt. Seine Frau zaubert aus den meist eigenen Produkten köstliche regionale Spezialitäten, wie Knödel und Schlutzkrapfen.

Buschenschank Kaltern Knoedel

Unsere Teller waren nach dem Essen alle leergeputzt. Köstlich! Die sonst üblichen Süssgetränke bekannter Marken sucht man hier vergeblich auf der Karte. Dies würde den Qualitätskriterien des „Roten Hahns“ widersprechen. Mit einem Augenzwinkern gestand uns Herrmann Luggin aber, dass er sich ein wenig über diese Vorgaben hinwegsetzt und just eine eigene Cola angesetzt habe. Klar wollten die Kinder das probieren. Wenig später standen drei Gläser mit einer fast klaren Flüssigkeit vor ihnen. Aber sie roch und schmeckte tatsächlich ein wenig wie Cola. Auf jeden Fall lecker. Kurz darauf brachte der Wirt ein Kraut an unseren Tisch, dass von Aussehen an Dill erinnert. Es verströmte einen unverkennbaren Coladuft. Mit diesem Kraut hatter er seine Cola angesetzt. So kann man also ganz gewitzt und ganz legal die strengen Vorgaben ein wenig „umgehen“.

Das Essen ist so lecker, dass wir auch beim Nachtisch nicht widerstehen konnten. Frischer Kischstrudel und für die Kinder ein Erdbeer Tiramisu. Die leeren Teller und die, während des Essens, sehr ruhigen Kinder sprachen auch dieses Mal für sich.

Der lauschige Garten war so gemütlich, dass wir am liebsten gar nicht mehr aufstehen wollten. Der wohlig gefüllte Bauch tat seinen Rest. Aber natürlich liessen wir es uns nicht nehmen noch einen Blick in den Weinkeller und die Brennerei zu werfen, wo leckere Eigenkreationen entstehen.

Herrmann Luggin Wein
Wirt Herrmann Luggin

 

Leider war dies für uns schon fast der Abschluss einer knappen Woche in Südtirol.

Wir konnten uns jedoch überzeugen, dass es unzählige Möglichkeiten in der Region gibt.

Wir durften viele Menschen treffen, die mit einer grossen Passion ihrem Handwerk nachgehen. Der Funke ist übergesprungen! Wir haben ein wunderschönes Fleckchen Erde kennengelernt und mit etwas Wehmut kehrten wir, reich an schönen, gemeinsamen Erinnerungen, in den Alltag zurück.

Südtirol hat uns bestimmt nicht zum letzten Mal gesehen – da sind wir uns alle einig.

Ich wünsche Euch viele schöne Entdeckungen. Manchmal reichen schon wenige Stunden Autofahrt und man findet sich in einer ganz anderen Welt wieder.

Mit sonnigen Grüssen,

Eure Patotra - klein

 

Extratipps:

Infos zu den Höfen und zum Buschenschank:

Infos zum Schwimmbad am Montiggler See:

Weitere Infos zu den zertifizierten Betrieben:

Buschenschank (eigener Wein), Hofschank (eigenes Fleisch), Urlaub auf dem Bauernhof und Bäuerliches Handwerk sind hier zu finden: „Roter Hahn“

Eigentlich wären wir gerne noch reiten gegangen, haben das aber terminlich nicht geschafft. Schön, dass meine Bloggerkollegin von „Me(e)hr erleben“ dazu, für alle Interessierten, einen Artikel hat: Reiten in Südtirol


Offenlegung:

Vielen Dank an den Roten Hahn für die freundliche Einladung zu dieser Recherchereise.


 

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