Tiroler Bergwelt – Mit Lamas wandern

Die Lamas warten

Zeit für mein persönliches Highlight, meiner ersten Bloggerreise in die Region Hall–Wattens.

Der dritte und letzte Tag auf den Spuren der familienfreundlichen Region, führte mich mit meinen Bloggerkolleginnen zum Lamatrekking mit Hans Geissler in Wattenberg. Bei unserer Ankunft erwarteten uns bereits vier Lamas und Hans vor seinem Hof mit Ausblick.

Tyrollama

Als erstes bekamen wir von Hans eine kurze Einweisung zu seinen friedlichen Tieren, die eigentlich aus Südamerika stammen. Schon als kleines Kind war er von diesen Tieren fasziniert, erfahren wir. Im Jahr 2001 sind dann die ersten Lamas in den traditionellen Tiroler Berghof mit Milch und Viehwirtschaft eingezogen. Die Nachbarn hätten schon ein wenig komisch geschaut, am Anfang, aber nach einem Jahr hatten sie sich an den Anblick der Lamas gewöhnt, die mit Wandergepäck auf dem Rücken durch die Landschaft ziehen, so Hans. Heute hat er insgesamt 13 Tiere.

Man merkt ihm im Umgang mit den Tieren an, dass er einen ganz besonderen Draht zu ihnen hat. Gutmütig und intelligent und besonders kinderfreundlich seien sie, die Lamas. Also die idealen Begleiter für eine Familientour. Meine Bedenken von den Lamas angespuckt zu werden, wischte Hans dann auch ganz schnell beiseite. Das tun sie nur untereinander, oder wenn sie zu jung an die Leine genommen werden, weil sie dann den Menschen als „Artgenossen“ betrachten. Ich war beruhigt und froh nicht mit einem Lama verwechselt zu werden.

Lamatrekking

Hans bietet sowohl kleine Schnuppertouren an, auch für Kindergeburtstage, aber auch mehrtätige Touren mit Übernachtungen für Gruppen und Familien. Meine Kinder waren sofort davon begeistert, als ich ihnen davon erzählt habe – und ich bin es auch.

Feine Jause inklusive

Nachdem unser Gepäck in den Gepäcktaschen der Lamas verstaut war, gings es auch schon los. Der Start war etwas holprig. Viel zu verlockend waren wohl die duftenden Gräser und Blumen am Wegesrand, so dass mein Lama „Cheyenne“ immer wieder einen Happs davon nahm. Da brauchte schon etwas Durchsetzungsvermögen, um den Kerl auf den richtigen Weg zu bringen. Während gelber Löwenzahn aus seinem Maul hing, trottete „Cheyenne“ nach ein wenig Nachdruck am Führungsseil dann doch mit.

Lama geniesst Aussicht

Über Stock und Stein, vorbei an zartgrünen Heidelbeerkraut-Teppichen, die den Waldboden bedeckten und die Sonnenstrahlen einfingen, die sich durch den Nadelwald ihren Weg bahnten, ging unser Weg. Wir freundeten uns schnell an, Cheyenne und ich und ganz offensichtlich hatten wir beide Spass an unserem gemeinsamen Ausflug. Auf einem Bänkchen mit Bergsicht packte Hans dann die mitgebrachte Jause aus: Selbstgemachter Speck, köstlicher Käse von der eigenen Alm und selbstgebackenes Brot. Hhhhmmm! Dazu noch der wunderbare Blick ins Tal bis hinunter nach Innsbruck…

Die Jause hat Hans übrigens immer dabei, wenn er mit Gästen unterwegs ist.

Blick über Innsbruck

Vorsichtig frage ich, was so ein Ausflug denn kostet. Die Antwort schreibe ich hier nicht auf, sonst sind dort alle. Schliesslich möchte ich mit meiner Familie dort auch nochmal hin 🙂 Nur so viel: Hans betonte, dass das Ganze ein Hobby sei und das ist es ganz offensichtlich!

Für uns war es dann auch schon wieder Zeit für den Rückweg. Schade, ich hätte noch stundenlang weiterwandern können…

Nach einem Brunch auf der herrlichen Terrasse des Parkhotels in Hall, hiess es Abschied nehmen von meinen netten Bloggerkollegen, von Hall und auch von den beiden Tiroler Madel Mela und Nina, die sich mit ihrer Tiroler Gastfreundschaft unglaublich toll um uns Blogger gekümmert haben.

Familienfreundliches Tirol

Ich habe es gefunden, auf Schritt und Tritt, das familienfreundliche Tirol. Ein riesiges Angebot an einzigartigen Ausflügen für die ganze Familie, zu erschwinglichen Preisen. Eine fantastische Küche, wunderschöne Wanderrouten von ganz einfach, mit dem Kinderwagen zu begehen, bis ganz schwer für Bergsteiger, traditionelle und trotzdem innovative Menschen, Gastfreundschaft, herrliche Aussichten, köstlicher Zirbenduft, grüne Heidelbeerfelder auf weichem Waldboden, Kühe und Lamas, mittelalterliche Gassen und moderne Architektur: all das ist der Tiroler Bergsommer und mich hat er mitten ins Herz getroffen! Hall ich komme wieder. Diesmal nehme ich aber den Rest der Familie mit!

Die nächste Reise wartet schon. Ich freue mich, wenn ihr auch wieder dabei seid!

Mit sonnigen Grüssen,
Eure Patotra - klein

 Waldameisen

PS: Natürlich empfehle ich den Tiroler Bergsommer nicht nur Familien. Ich könnte mir auch gut vorstellen, nur mit meinem Mann hier ein paar Tage zu verbringen. So wie ich uns kenne, würden uns die Kinder aber dann doch fehlen 😉

PPS: Ich möchte mich an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei Mela und Nina bedanken. Ihr seid für mich die Verkörperung der Tiroler Gastfreundschaft und habt ein wahnsinnig tolles Programm zusammengestellt! Vielen Dank für die Einladung!

3 Comments

  • Ah, das ist ja cool! Mit Lamas würde ich auch furchtbar gerne mal wandern. Allerdings wurde mir gesagt, dass Pferde oft Angst vor den komischen Tieren haben, also wird das mit Egon wohl eher schwierig. Nicht, dass er noch angespuckt wird 😉 Das war sicher toll für die Kinder, das glaub ich!

    • Liebe Sarah
      Das war wirklich sehr cool! Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass die Lamas auch Angst vor Pferden haben. Sie sind ziemlich zurückhaltend, während Pferde ja häufig etwas neugierig sind 😉 Für Kinder und auch für uns Erwachsene sind sie auf jeden Fall tolle Begleiter.
      Lieber Gruss,
      Patotra

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