Vom Stern in Obsteig: der weltbeste Apfelstrudel

Vom Familien-Landgasthaus Stern in Obsteig habe ich Euch das Rezept für den weltbesten Apfelstrudel mitgebracht.

Ein Apfelstrudel mit Geschichte:

OMA ADELE’s APFELSTRUDEL

„Eines der bekanntesten und beliebtesten Gerichte in unserem Haus ist der Apfelstrudel. Ja klar, jeder behauptet den besten Apfelstrudel zu machen, so auch wir 😉 Hier die Geschichte dazu:
Meine Urgroßmutter Franziska Föger – Stern-Wirtin von 1907 bis Ende 60er Jahre – war eine begnadete Köchin und landauf-landab bekannt für ihre Mehlspeisen (österr. für Süßspeisen) und eben auch für den Apfelstrudel. Meine Oma Adele musste nach ihrer Heirat in die harte Kochschule ihrer Schwiegermutter und eignete sich die guten, alten Rezepte für Kiachln, Strudel, Torten, Schmarrn und Buchteln an.
Mit diesem Können leitete sie die Geschicke in der Küche bis Ende der 70er Jahre und bis Ende der 90er Jahre war sie für Mehlspeisen verantwortlich. Zur 100-Jahr Feier im Jahr 2007 haben wir uns ausgerechnet wieviele Apfelstrudel sie gebacken hat: dabei kamen wir auf 45.000 m, sprich 45 km – der Strecke vom Stern in Obsteig bis zum Goldenen Dachl in Innsbruck!
Auch wenn unsere Oma es mit 95 Jahren heute nicht mehr schafft den Apfelstrudel für Familie, Freunde und Gäste zu backen, haben sich unsere KöchInnen das Rezept zu eigen gemacht und backen auch heute nach dem alten Rezept von Uroma Franziska und Oma Adele – den Apfelstrudel mit gezogenem Strudelteig!“

Ich erinnere mich selbst noch ganz genau daran, wie die Oma den Apfelstrudel gebacken hat. Das ganze Haus duftete verlockend und so duftet es auch heute noch im Stern, wenn der alte Ofen für den Apfelstrudel eingeheizt wird.

Das Foto wurde mir von Rene Föger zur Verfügung gestellt

Zutaten für Oma Adeles Apfelstrudel aus dem Stern in Obsteig

Teig:

300g Mehl

100g Butter

1 Ei

1 Prise Salz

ca 1/8l warmes Wasser

Füllung:

1,3 Kg Äpfel

200g Butter-Brösel

60g Zimt-Zucker

100g  Butter

50g Rosinen

1 Eigelb

Zubereitung:

Butter in Mehl abbröseln, Salz beifügen und daraus eine Mulde bilden. In diese Mulde Ei und Wasser geben und langsam in die restliche Masse einarbeiten. Zu einem weichen, glatten Teig verkneten und rund 1 Stunde unter einer Glasschüssel im Warmen ruhen lassen.
Teig ein wenig ausrollen und dann mit den Händen langsam auseinander ziehen (gezogener Strudelteig). Auf ein Tuch geben und den Rand gleichmäßig ausziehen, sodass er die richtige Größe hat und dünn genug ist.
Achtung: Der Teig muss so dünn sein, dass man das Gefühl hat er würde jeden Moment reißen. Man sagt auch, dass der Teig so dünn sein sollte, dass man durch ihn eine Zeitung lesen kann. Aja, zusammenkneten geht leider nicht mehr!?
Die Hälfte der Brösel auf den ausgezogenen Strudel geben, dabei aber einen Rand zum Einschlagen auf der unteren Seite lassen. Äpfel gleichmässig verteilen, Zimt-Zucker-Gemisch darüber streuen und restliche Brösel gleichmäßig verteilen.
Den Strudel mit dem Tuch vorsichtig von oben aus einrollen, auf das Blech heben, mit Eidotter bestreichen, mit einer Gabel einstechen und ca. 20 Minuten bei 250°C backen. Dann nochmals 20 Minuten bei 200°C ziehen lassen, damit er eine goldgelbe Farbe erhält.
Das Foto wurde mir von Rene Föger zur Verfügung gestellt
Mit Schlagrahm und Puderzucker servieren.
 En Guete!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.