Eine wahre Weihnachtsgeschichte

Weihnachten im Paradies

Seit fast einem Jahr brenne ich darauf, Euch endlich diese Geschichte erzählen zu dürfen. Patotra gibt es seit dem 1. Januar 2014 und genau seit diesem Zeitpunkt warte ich auf diesen Moment.

Vor einigen Jahren verbrachten wir die Weihnachtsferien mit unseren Kindern in Khao Lak, Thailand. Khao Lak ist zu Weihnachten bunt geschmückt und überall stehen blinkende, bunte Plastikweihnachtsbäume an den Strassen und in den Einfahrten zu den Hotelanlagen.

Obwohl sich unsere Kinder dessen bewusst waren, dass sie ihr Weihnachtsgeschenk schon bekommen hatten, nämlich die Reise, freuten sie sich auf die Feier, die vom Hotel organisiert wurde. Schon einige Tage vor Heilig Abend waren die Vorbereitungen in vollem Gange. Die Anlage wurde geschrubbt und auf Hochglanz poliert. Eine Bühne wurde aufgebaut und viele bunte Lichter wurden in den Palmen befestigt.

Genau in dieser Zeit fiel unserem Jüngsten, damals 5 Jahre alt, ein Hotelgast ganz besonders auf. Dieser hatte leuchtende blaue Augen, weisses Haar und einen weissen Rauschebart. Ich bemerkte schon, dass er ihn immer etwas länger anschaute, konnte das aber erst gar nicht richtig einordnen. Bis er dann, gerade als wir aus dem Meer kamen und an besagtem Gast, der sich auf einem Liegestuhl sonnte, vorbeikamen, an meiner Hand zog und zu mir sagte: „Mami, der Mann sieht aus wie der Weihnachtsmann!“ Da musste ich ihm zweifelsohne zustimmen. Wirklich, der Mann sah aus wie der Weihnachtsmann! Er lief uns die nächsten Tage noch öfter über den Weg und unser Jüngster schaute ihn dabei immer ehrfürchtig an.

Endlich war es dann so weit. Es war Heilig Abend! Wir setzten uns an unseren Tisch und genossen das Programm, das uns auf einer kleinen Bühne geboten wurde.

Der Auftritt der Tänzer in ihren traditionellen Gewändern war grade vorbei als wir uns den ersten Gang unseres Weihnachtsmenüs schmecken liessen. Da plötzlich hörten wir eine laute Glocke: Der Weihnachtsmann! Aber es war nicht nur ein gewöhnlicher Mann mit rotem Umhang. Nein, es war DER Weihnachtsmann. In seiner roten Arbeitskleidung sah er noch viel beeindruckender aus, als in der Badehose. Unser Jüngster rief begeistert: „Der sieht nicht nur aus, wie der Weihnachtsmann – das IST der Weihnachtsmann!“ Den begeisterten Ausdruck in seinen Augen werde ich im Leben nie mehr vergessen.

Der Weihnachtsmann kam an jeden Tisch, an dem Kinder sassen und verteilte kleine Geschenke. Was für eine wunderschöne Überraschung!

Wieder zu Hause erzählte unser Jüngster dann, dass er jetzt wisse, wo der Weihnachtsmann seine Ferien verbringt und dass er ihn in Badehosen gesehen habe. Schwarze Badehosen mit Flammenmuster an den Seiten…

Es gibt im Leben so kleine Geschichten, die sich einem ganz tief im Herzen einprägen. Oft sind es Geschichten, die wir auf Reisen erleben… Darum, liebe Eltern, geht, wenn immer möglich, mit Euren Kindern raus in die Welt. Es gibt so viele Geschichten die darauf warten erlebt zu werden.

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes Weihnachtsfest!

Mit festlichen Grüssen,

Eure Patotra - klein

Frohe Weihnachten

 

Weihnachten in Thailand

6 Kommentare

  • ha, ha das muss ich meiner Tochter erzählen, dann können wir Weihnachten endlich auch mal im Ausland verbringen. Bisher weigert sie sich standhaft. SeLbst ostern musste ich schon um eine Woche verlegen 😉 Frohe Weihnachten!

        • Lieber Janis,
          Ja ganz gewiss. Dieses Jahr war er zwar nicht bei uns in Thailand, aber bestimmt an einem anderen Ort auf dieser schönen, bunten Welt.
          Lieber Gruss,
          Ellen

  • Was für eine schöne Geschichte, gibt ja doch noch kleine „Wunder“ zu Weihnachten.
    Ich kann dir nur zustimmen, unterwegs auf Reisen macht man die einprägsamsten Erfahrungen. Wer nur daheim sitzt, wird wahrscheinlich auch nicht viel erleben. Wer sich aber raus in die Welt begibt, wird immer wieder Neues und Besonderes sehen, einzigartige Erlebnisse mit nach Hause nehmen. Reisen erweitert den Horizont, lässt und dazulernen und neue Perspektiven annehmen.

    • Liebe Selina
      Lieben Dank für Deinen Kommentar.
      Ja, das war wirklich ein kleines Weihnachtswunder.
      Es ist wirklich so, dass uns solche Wunder unterwegs immer wieder begegnen. Aber nur wenn man mit offenen Augen und offenem Herzen durch die Welt geht, kann man sie auch sehen.
      Lieber Gruss,
      Ellen

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