Die Borromäischen Inseln im Lago Maggiore – der besondere Tagesausflug 

Die Borromäische Inseln entdecken: Tipps für den perfekten Tagesausflug im Lago Maggiore ab Stresa
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Prunkvolle Paläste, verwunschene Gärten, ein Mittagessen auf der Fischerinsel und ein Aperitif auf einer Dachterrasse mit Traumblick: So gelingt der perfekte Tagesausflug zu den Borromäischen Inseln im Lago Maggiore bei Stresa. Mit vielen Tipps zur Bootsfahrt, den Inseln und einem echten Geheimtipp.

Ein Tag zwischen prunkvollen Palästen, traumhaften Gärten und italienischem Dolce Vita

Es gibt Orte, die einen vom ersten Moment an verzaubern. Die Borromäischen Inseln im Lago Maggiore gehören definitiv dazu. Während unseres Aufenthalts in Varese wollen wir unbedingt einen Ausflug an den berühmten See unternehmen. Wir entscheiden uns für Stresa als Ausgangspunkt.

Von Varese erreicht wir Stresa mit dem Auto in rund 50 Minuten. Die Strecke führt durch eine wunderschöne Landschaft. Während der Fahrt hinab nach Stresa öffnet sich der traumhafte Ausblick auf den eleganten Ferienort und den Lago Maggiore.

Unser Tipp: Plant unbedingt genügend Zeit ein. Man kann gut einen ganzen Tag auf den Inseln und anschliessend in Stresa verbringen.

Mit dem Boot zu den Borromäischen Inseln

Vom Hafen in Stresa verkehren den ganzen Tag über zahlreiche Boote zu den drei Hauptinseln: Isola Bella, Isola dei Pescatori und Isola Madre. Besonders praktisch sind die kleineren Shuttle-Boote, mit denen man flexibel von Insel zu Insel fahren kann und den Tag ganz nach den eigenen Vorstellungen gestaltet. Tickets gibt es direkt am Hafen oder bequem im Voraus online.

Wir entscheiden uns für die klassische Route: Isola Bella → Isola dei Pescatori → Isola Madre
Eine Reihenfolge, die wir jederzeit wieder genauso wählen würden.

Isola Bella – barocke Pracht mitten im Lago Maggiore

Schon beim Anlegen wird klar, warum die Isola Bella zu den schönsten Sehenswürdigkeiten Norditaliens zählt. Einst war sie lediglich ein kleiner Felsen im Lago Maggiore. Im 17. Jahrhundert liess die Familie Borromeo daraus einen prachtvollen Barockpalast mit spektakulären Terrassengärten entstehen.

Wir nehmen uns viel Zeit und besichtigen den beeindruckenden Palazzo Borromeo mit seinen prachtvoll ausgestatteten Sälen, wertvollen Kunstwerken und den berühmten Grottenräumen. Der doch etwas teuere Eintrittspreis von 27 Euro (Stand: Juli 2026) lohnt sich wirklich. Anschliessend schlendern wir durch die kunstvoll angelegten Gärten, in denen weisse Pfauen zwischen exotischen Pflanzen und prächtigen Skulpturen spazieren.

Von nahezu jeder Terrasse eröffnet sich ein fantastischer Blick über den Lago Maggiore . Hier möchte man am liebsten länger verweilen. Aber so langsam stellt sich ein Hüngerlein ein. Genau richtig für den Aufbruch mit dem Shuttleboot zur Isola dei Pescatori (Insel der Fischer).

Mittagspause auf der Isola dei Pescatori

Nach so viel Kultur geht es also weiter auf die Isola dei Pescatori,, die einzige der Borromäischen Inseln, die bis heute dauerhaft bewohnt ist. Enge Gassen, kleine Häuser mit blumengeschmückten Balkonen und Fischerboote verleihen der Insel ihren ganz eigenen Charme. Es macht Spass, durch die Gassen zu schlendern.

Zum Mittagessen kehren wir in einem Restaurant direkt am Wasser ein. Kulinarisch überzeugt uns das Essen zwar nicht restlos (das kann Italien normalerweise besser), dafür ist die Lage aber wunderschön. Direkt am See zu sitzen, den Booten zuzuschauen und die entspannte Atmosphäre zu geniessen, macht den Aufenthalt trotzdem zu etwas Besonderem. Wie an so vielen schönen Orten auf der ganzen Welt, hat man die Wal zwischen schön sitzen oder gut essen. Beides zusammen gibt es leider nur selten.

Isola Madre – die ruhige Schönheit

Immerhin gut gesättigt geht unsere Entdeckungsreise mit dem Boot weiter zur Isola Madre, der grössten und gleichzeitig ruhigsten der Borromäischen Inseln.

Während sich auf der Isola Bella fast alles um Architektur Kunst und Geschichte dreht, begeistert uns die Isola Madre mit ihrer beeindruckenden Pflanzenwelt. Riesige Palmen, Kamelien, Azaleen und seltene Bäume verleihen der Insel ein subtropisches Flair. Auch hier gehört ein historischer Palazzo zur Anlage, doch die weitläufigen botanischen Gärten sind zweifellos die Hauptattraktion. Im Schatten der Mammutbäume und riesigen Bambushecken, sowie zwischen blühenden Blumen lässt sich selbst ein heisser Sommertag sehr gut aushalten.

Nach all der kurzweiligen Lustwandelei heisst es für uns am späteren Nachmittag Abschied nehmen von den drei zauberhaften Inseln. Das Boot bringt uns sicher zurück nach Stresa.

Mondänes Stresa – der perfekte Abschluss eines gelungenen Tages

Nach unserem Besuch auf den Inseln nehmen wir uns Zeit, durch die hübschen Gassen von Stresa zu bummeln. Gerade an unserem Besuchstag findet zudem ein kleiner Markt statt, auf dem lokale Spezialitäten angeboten werden. Käse, Salami, Honig, Olivenöl und viele andere Köstlichkeiten machen das Schlendern zu einem kleinen Genuss.

Tipp: Nie nach Italien reisen, ohne kleine Kühltasche! Die Leckereien möchten schliesslich auch zu Hause noch genossen werden!

Natürlich darf zum Abschluss auch ein cremiges italienisches Gelato nicht fehlen. Ein Eis gehört in Italien schliesslich einfach dazu.

Unser persönlicher Geheimtipp wartet allerdings noch ein paar Schritte weiter.

Ein Aperitif mit Traumblick

Bevor wir die Rückfahrt nach Varese antreten, gönnen wir uns noch einen Aperitif auf der Dachterrasse des Boutique Hotel Stresa. Das Schöne daran: Die Terrasse ist auch für Gäste geöffnet, die nicht im Hotel übernachten, wenn man dazu etwas an der Bar konsumiert. Einfach an der Rezeption nett fragen, bevor man mit dem Lift nach oben fährt.

Mit einem Glas Ferrari-Sekt in der Hand geniessen wir den traumhaften Blick über den Lago Maggiore und die Borromäischen Inseln. Die entspannte Atmosphäre, die Aussicht und das warme Licht der Abendsonne machen diesen Moment zum perfekten Abschluss eines ohnehin wunderschönen Tages.

Wenn ihr Stresa besucht, solltet ihr euch diesen kleinen Geheimtipp auf keinen Fall entgehen lassen.

Unser Fazit:

Wer seinen Urlaub in der Region rund um den Lago Maggiore verbringt, sollte unbedingt einen Tagesausflug zu den Borromäischen Inseln einplanen. Die Kombination aus prachtvollen Palästen, mediterranen Gärten, einer charmanten Fischerinsel und dem eleganten Flair von Stresa macht diesen Ausflug zu einem der schönsten Erlebnisse am Lago Maggiore.

Unser Tipp lautet deshalb ganz klar: Startet früh am Morgen in Stresa, besucht alle drei Inseln in Ruhe, lasst euch anschliessend durch den Ort treiben, gönnt euch ein italienisches Gelato und beendet den Tag bei einem Glas Prickelwasser mit Aussicht.

Genau so fühlt sich italienisches Dolce Vita an!

Mit sonnigen Grüssen
Eure Patotra

Wer schreibt hier?
Ellen Gromann-Goldberg

Hallo! Ich bin Ellen. Ich bin die Gründerin von PATOTRA, Content-Creator und freie Journalistin. Ich liebe das Meer und kleine Inseln. Aber auch die Berge, die Wüste, der Dschungel und Grossstädte können mich begeistern. Begegnungen mit Menschen sind für mich der Schlüssel zu anderen Ländern und deren Kultur. Nachhaltige Projekte liegen mir dabei ganz besonders am Herzen. Meine grossen Leidenschaften sind: das Reisen, das Schreiben und das Fotografieren.

Im Jahr 2014 entstand PATOTRA als reiner Familienreiseblog. Gemeinsam mit meinen drei Kindern und meinem Mann durfte ich viele tolle Nah- und Fernreisen erleben, die sich hier auf dem Blog in Form von Reiseinspirationen und Reisetipps wiederfinden. Aus den Reisen mit Kindern wurden im Laufe der Jahre Reisen mit Teenagern. Schliesslich ist der Blog, gemeinsam mit meinen Kindern, den Kinderschuhen entwachsen. Mittlerweile reise ich meist gemeinsam mit meinem Mann – oder auch mal alleine.

Mit viel Herz und ansprechenden Reisefotografien möchte ich Euch ermutigen, diese Welt selbst und mit offenen Augen zu entdecken. Mein Fokus liegt auf spannenden Geschichten, traumhaften Landschaften und Begegnungen mit Menschen. Manchmal bringe ich Euch den Geschmack der grossen, weiten Welt auch in Form von Rezepten von meinen Reisen mit.

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