Dublin im Advent – Lichterglanz, Livemusik und Lebensfreude

Lichterglanz, gemütliche Pubs, Weihnachtsstimmung und ein Ausflug nach Howth – warum Dublin mit der schönste Citytrip in der Vorweihnachtszeit ist.
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Dublin zeigt sich in der Vorweihnachtszeit von seiner schönsten Seite. Festlich geschmückte Strassen, gemütliche Pubs mit knisterndem Kaminfeuer, stimmungsvolle Livemusik und herzliche Iren in lustigen Christmas Jumpern machen die irische Hauptstadt zu einem unvergesslichen Winterziel. Warum ich Dublin gerade im Advent liebe, welche kulinarischen Highlights ihr nicht verpassen solltet und weshalb ein Ausflug ins malerische Howth unbedingt dazugehört, verrate ich euch in diesem Beitrag.

Dublin im Advent – der perfekte Citytrip zur Vorweihnachtszeit

Ich kenne Dublin seit jahrezehnten. Tatsächlich bislang zu jeder Jahreszeit, ausser um die Weihnachtszeit. Zeit, das endlich zu ändernd!

Über der Grafton Street funkeln tausende Lichter, während aus der Ferne die Klänge eines Strassenmusikers zwischen den festlich geschmückten Fassaden widerhallen. Hinter den Fenstern der meist üppig geschmückten Pubs knistert ein gemütliches Kaminfeuer und dazwischen lacht eine bunte Gruppe Freunde in ihren Christmas Jumpern. Die oft herrlich kitschigen Weihnachtspullover gehören in Irland ganz offensichtlich zur Adventszeit dazu und sorgen für gute Laune. Nicht schön, aber schrill und laut.

Es sind genau diese kleinen Momente, die Dublin für mich in der Vorweihnachtszeit zu einer der schönsten Städtereisen Europas machen. Die restliche Zeit des Jahres muss diese Stadt sich ohnehin nicht mehr für mich beweisen.

Ich liebe Dublin. Ab nun zu jeder Jahreszeit. Ab Ende November, wenn die Weihnachtsbeleuchtung eingeschaltet wird, entfaltet die irische Hauptstadt einen ganz besonderen Zauber. Die Stadt wirkt festlich, lebendig und gleichzeitig wie immer herrlich entspannt. Anders als in vielen europäischen Metropolen steht hier nicht der grosse Weihnachtsrummel im Mittelpunkt, sondern die typisch irische Lebensfreude.

Anreise nach Dublin – vom Flughafen schnell ins Stadtzentrum

Einer der Gründe, warum ich Dublin immer wieder gerne empfehle, ist die unkomplizierte Anreise. Nach der Landung bringen verschiedene Buslinien Besucher in rund 30 bis 40 Minuten direkt ins Zentrum. Je nach Stau kann es auch etwas länger dauern. Aber bequem ist das allemal.

Mein Tipp: Kauft euch gleich nach der Ankunft eine Leap Visitor Card. Die bekommt ihr z.B. im Spar Shop im Terminal 2. Damit könnt ihr Busse, die Luas-Strassenbahn, den DART und die Nahverkehrszüge unbegrenzt nutzen. Die Karte ist für 24 Stunden, 72 Stunden oder sieben Tage erhältlich und lohnt sich besonders, wenn ihr mehrere Sehenswürdigkeiten besucht oder einen Ausflug nach Howth plant.

Weihnachtsstimmung in Dublin – Weihnachtspullis und festlich geschmückte Strassen

Kaum in der Innenstadt angekommen, beginnt das Weihnachtsmärchen.

Rund um die Grafton Street und die Henry Street glitzern tausende Lichter über den Strassen. Kaufhäuser wie Brown Thomas und Arnotts verwandeln ihre Schaufenster jedes Jahr in kleine Kunstwerke. Hotels schmücken ihre Eingänge mit riesigen Weihnachtsbäumen, rote Schleifen und Tannengirlanden zieren die Fassaden und selbst die berühmten bunten Haustüren Dublins tragen mehr oder weniger prachtvolle Adventskränze.

Die schönsten Pubs in Dublin – Kaminfeuer, Guinness und irische Livemusik

Mindestens genauso stimmungsvoll sind Dublins legendäre Pubs.

Viele Lokale sind von aussen festlich dekoriert und bei einem guten Gläschen Cider (sorry, ich mag keinen Irish Coffee und leider auch kein Guinness) könnte ich stundenlang sitzen und einfach die besondere Stimmung geniessen. Oft gehört der Festtagsbraten in dieser Zeit auch zum Pub-Food.

Frühstück im Bewley’s Café und Abendessen im The Church

Mein Lieblingsplatz für das Frühstück ist das traditionsreiche Bewley’s Café an der Grafton Street. Das historische Jugendstil-Café mit seinen wunderschönen Glasfenstern gehört für mich zu jedem Dublinbesuch dazu.

Am Abend zieht es mich gerne ins The Church (Jervis St. North). Das Restaurant befindet sich in einer ehemaligen Kirche und gehört zu den aussergewöhnlichsten Lokalen der Stadt. Zwischen Kirchenfenstern, Gewölben und der historischen Orgel geniesst man trotz vieler Touristen die überraschend sehr wohlschmeckenden Gerichte. Wer wie wir Glück hat, der kommt dazu auch in den Genuss von stimmungsvoller Life-Musik. Man sollte den Tisch unbedingt einige Tage im voraus reservieren!

Extratipp: Wer sich etwas besonders leisten möchte, dem kann ich The Pig`s Ear (Nassaustreet 4) wärmsten empfehlen. Hier sollte man unbedingt vorab reservieren.

Weihnachtsshopping in Dublin – die schönsten Einkaufsstrassen und Kaufhäuser

Für Shoppingfans ist Dublin im Advent ein echtes Paradies.

Neben den wunderschön dekorierten Kaufhäusern Brown Thomas und Arnotts liebe ich besonders die Geschäfte von Avoca. Dort findet man hochwertige irische Wolldecken, Keramik, Schmuck, Feinkost und viele besondere Geschenkideen.

Dazwischen laden kleine Buchhandlungen, Chocolatiers und Delikatessengeschäfte zum entspannten Bummeln ein.

Ausflug nach Howth – mein Tipp vor den Toren Dublins

Wenn ich mehrere Tage in Dublin verbringe, gehört auch ein Ausflug nach Howth einfach dazu. Ich habe dort viele Sommer meiner Kindheit verbracht und habe auch heute noch Freunde, die dort wohnen. Insofern ist ein Besuch in Howth für mich ein Muss, wenn ich in Dublin bin.

Der ehemalige Fischerort ist mit dem DART in rund 30 bis 35 Minuten erreichbar. Die Züge fahren tagsüber etwa alle 10 bis 20 Minuten und starten unter anderem an den Stationen Connolly und Tara Street.

Die Fahrt entlang der Küste ist wunderschön. Auch das ist Dublin. Darum liebe ich diese Stadt so sehr.

Im Hafen von Howth warten oft die berühmten Robben auf die zurückkehrenden Fischerboote. Anschliessend lohnt sich ein Spaziergang entlang der Promenade mit ihren Fischrestaurants und gemütlichen Pubs , oder ein Spaziergang zum Leuchtturm, der wachsam auf einer Mole vor dem kleine Hafen thront. Von dort blickt man auf das Auge Irlands bzw. Ireland’s Eye, wie die kleine vorgelagerte Insel heisst.

Wetter in Dublin – viel besser als sein Ruf

Das irische Wetter ist im wahrsten Sinne allgegenwärtig. Kaum ein Thema wird in Irland mehr genutzt um ins Gespräch zu kommen, als das Wetter. Und genau darin liegt auch eines der grössten Missverständnisse: Das irische Wetter ist nämlich viel besser als sein Ruf.

Ja, einen kurzen Regenschauer kann jederzeit geben – die Iren sagen nicht ohne Grund gerne: „If you don’t like the weather, wait five minutes“. Doch oft zeigt sich kurz darauf wieder die Sonne. Dauerregen, wie viele ihn erwarten, habe ich jedenfalls in den letzten 50 Jahren nur sehr selten erlebt.

Dank des Golfstroms bleiben die Winter in Dublin erstaunlich mild. Selbst im Dezember liegen die Temperaturen meist zwischen 8 und 11 Grad, Frost ist eine echte Seltenheit und Minusgrade sind fast schon eine Ausnahme. Mit einer wasserdichten Jacke, einem Schal und einem kleinen Schirm im Gepäck seid ihr bestens gerüstet. Wobei der Schirm, je nach Wind, mit Vorsicht zu geniessen ist. Und wenn euch doch einmal ein Regenschauer erwischt? Dann setzt Euch anschliessen in einem gemütlichen Pub ans knisternde Kaminfeuer. Wer Irish Coffee mag, der kann sich dabei bestimmt ganz wunderbar aufzuwärmen. Schlechtes Wetter in Dublin hat zuweilen also durchaus auch seinen Reiz.

Mein Fazit: Darum ist Dublin jetzt eines meiner Lieblingsziele im Advent

Dublin ist für mich viel mehr als nur ein schönes Reiseziel in der Vorweihnachtszeit.

Es sind die festlich geschmückten Strassen, die gemütlichen Pubs mit ihren knisternden Kaminfeuern, die herzlichen Menschen, die Livemusik und die entspannte Atmosphäre, die diese Stadt für mich so besonders machen.

Und dann ist da noch Howth – der kleine Fischerort mit den Robben, den hervorragenden Fischrestaurants und jeder Menge irischem Charme, mit dem ich so viele schöne Erinnerungen verbinde.

Wer Weihnachten einmal auf typisch irische Art erleben möchte, sollte Dublin unbedingt im Advent besuchen. Ich bin mir fast sicher: Nach dieser Reise wird es euch genauso gehen wie mir – ihr werdet immer wieder zurückkehren wollen.

Mit sonnigen Grüssen
Eure Patotra

Wer schreibt hier?
Ellen Gromann-Goldberg

Hallo! Ich bin Ellen. Ich bin die Gründerin von PATOTRA, Content-Creator und freie Journalistin. Ich liebe das Meer und kleine Inseln. Aber auch die Berge, die Wüste, der Dschungel und Grossstädte können mich begeistern. Begegnungen mit Menschen sind für mich der Schlüssel zu anderen Ländern und deren Kultur. Nachhaltige Projekte liegen mir dabei ganz besonders am Herzen. Meine grossen Leidenschaften sind: das Reisen, das Schreiben und das Fotografieren.

Im Jahr 2014 entstand PATOTRA als reiner Familienreiseblog. Gemeinsam mit meinen drei Kindern und meinem Mann durfte ich viele tolle Nah- und Fernreisen erleben, die sich hier auf dem Blog in Form von Reiseinspirationen und Reisetipps wiederfinden. Aus den Reisen mit Kindern wurden im Laufe der Jahre Reisen mit Teenagern. Schliesslich ist der Blog, gemeinsam mit meinen Kindern, den Kinderschuhen entwachsen. Mittlerweile reise ich meist gemeinsam mit meinem Mann – oder auch mal alleine.

Mit viel Herz und ansprechenden Reisefotografien möchte ich Euch ermutigen, diese Welt selbst und mit offenen Augen zu entdecken. Mein Fokus liegt auf spannenden Geschichten, traumhaften Landschaften und Begegnungen mit Menschen. Manchmal bringe ich Euch den Geschmack der grossen, weiten Welt auch in Form von Rezepten von meinen Reisen mit.

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